„Das ist die Zukunft“

Tourismusservice präsentiert neues Outdoor-Display in Bruchhausen-Vilsen

Das Ergebnis guter Zusammenarbeit: Sonja Kuhn (von links), Sarah Verheyen, Christa Gluschak, Bernd Bormann und Martin Fahrland schauen sich bei einem Ortstermin das neue Outdoor-Display an.
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Das Ergebnis guter Zusammenarbeit: Sonja Kuhn (von links), Sarah Verheyen, Christa Gluschak, Bernd Bormann und Martin Fahrland schauen sich bei einem Ortstermin das neue Outdoor-Display an.

Br.-Vilsen – Selbst wenn die Türen des Tourismusservice in Bruchhausen-Vilsen einmal geschlossen sind, können sich Gäste ab sofort am Außen-Display über das Angebot informieren. 

Selbst wenn die Türen des Tourismusservice (Am Bahnhof 2) in Bruchhausen-Vilsen einmal geschlossen sein sollten, können sich Gäste ab sofort am brandneuen Außen-Display über das touristische Angebot in der Samtgemeinde und der näheren Umgebung informieren. Durch Tippen und Wischen erfahren Interessierte unter anderem etwas über die Gastronomie, Öffnungszeiten, Wanderwege und eine Vielzahl von Radtouren. Darüber hinaus gibt es Ausflugs- und Schlechtwettertipps sowie Infos zu Unterkünften.

„Die Inhalte dafür werden aus mehreren unserer Datenbanken gespeist, in denen beispielsweise Adressen, Kontaktdaten und Fotos hinterlegt sind. Insgesamt gibt es mehr als 100 Sehenswürdigkeiten“, erklären Geschäftsführer Martin Fahrland und seine Stellvertreterin Sonja Kuhn von der Mittelweser-Touristik bei einem Ortstermin. Das Nienburger Unternehmen hat den Tourismusservice in Bruchhausen-Vilsen zuvor auf die Vorteile eines solchen Geräts hingewiesen, wodurch es überhaupt zu der Idee kam, ein Exemplar auch im Luftkurort aufzustellen. In der Nienburger Geschäftsstelle stehe bereits eines – allerdings im Innenbereich. „Bruchhausen-Vilsen ist damit die erste Kommune mit einem Outdoor-Display“, verkündet Fahrland.

Auch Sarah Verheyen vom Tourismusservice freut sich über die Neuanschaffung: „Coronabedingt hatten wir lange Zeit geschlossen, derzeit kann immer noch nur eine Person zu uns hereinkommen. Deswegen ist es super, dass es jetzt auch draußen die Möglichkeit gibt, sich zu informieren.“ Zuvor haben sie und ihre Kolleginnen beispielsweise immer Zettel an die Fenster gehängt, um auf bevorstehende Veranstaltungen aufmerksam zu machen. Diese Infos seien jetzt durch eine Verknüpfung der Internetseite mit dem Gerät digital auf dem Outdoor-Display abrufbar. Neben dieser Funktion ist Verheyen besonders von dem barrierefreien Modus angetan. „Drückt man auf das entsprechende Symbol, wird das Bild im unteren Bereich des Displays angezeigt und ist somit für Rollstuhlfahrer ideal zu erkennen“, erzählt sie, während sie das Ganze einmal vorführt.

Das Outdoor-Display komme auch bei den Gästen gut an, habe Verheyen beobachtet. Schon mehrere Menschen hätten sich interessiert durch das Angebot geklickt. Dies sei jederzeit möglich – außer zwischen 22 und 7 Uhr. Dann ist das Gerät im Ruhemodus. „Einige haben vielleicht auf den ersten Blick gedacht, dass es sich um einen einfachen Bildschirm handelt, doch sobald die eingebaute Kamera jetzt jemanden erkennt, verschwindet der Bildschirmschoner. Auch das Tipp-Symbol weist auf die Interaktionsmöglichkeit hin“, erzählt Verheyen. Es wäre sogar möglich, mit einer Gesichtserkennung zu arbeiten, sodass beispielsweise Familien von der Kamera erfasst und ihnen sogleich ein familienfreundliches Angebot präsentiert werden könne, berichtet Martin Fahrland. Aktuell sei es jedoch noch nicht soweit. Darüber hinaus ist angedacht, Blinden die Bedienung zukünftig durch Vorlesen zu erleichtern.

Möglich geworden ist die Aufstellung des Outdoor-Displays am Tourismusservice erst durch eine touristische Förderung des Landes Niedersachsen, welches 80 Prozent der Kosten übernommen hat. „Ursprünglich haben wir mit 16 000 Euro gerechnet. 11 000 sind es am Ende geworden“, weiß Christa Gluschak, in der Samtgemeinde zuständig für regionale Entwicklung, Förderprogramme und den Tourismus. Der Eigenanteil von knapp 2 500 Euro wurde aus dem Tourismus-Topf der Samtgemeinde bezahlt. „Das Outdoor-Modell ist kostenintensiver als das Gerät für den Innenbereich, da sich darin sowohl eine Heizung für den Winter als auch eine Lüftung für den Sommer befindet“, erläutert Martin Fahrland und fügt hinzu: „Das ist die Zukunft. Ich habe auch von weiteren Kommunen gehört, dass sie sich ein solches Gerät anschaffen wollen.“

Samtgemeindebürgermeister Bernd Bormann denkt sogar noch ein Stück weiter: Er kann sich zusätzliche Geräte am Rathaus sowie im Ortskern vorstellen. „Aber wir wollen erst einmal schauen, wie das Angebot angenommen wird und wie die Rückmeldungen ausfallen. Alles Schritt für Schritt.“

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