Sieben Musiker zeigen ihr Können bei einem Konzert in der Vilser Kirche

„Unbekannte Talente“ überzeugen

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Zum Abschluss des Konzerts unbekannter Musiktalente in der Vilser Kirche traten alle Solisten gemeinsam auf (von links): Kjell Beermann, Timothy Buschmann, Murat Dursun, Vanessa Delekat, Helena Buschmann, Yvonne Freitag und Rita Hullin.

Br.-Vilsen - Von Horst Friedrichs. Ein neues Glanzlicht setzte Dietrich Wimmer am Sonntagabend in der Vilser Kirche. Im wohlklingenden Reigen seines musikalischen und organisatorischen Ideenreichtums bot der renommierte Kirchenmusiker Konzertbesuchern einen außergewöhnlichen Hörgenuss. „Unbekannte Talente aus unserem Ort“ war die Veranstaltung in der St.-Cyriakus-Kirche überschrieben, in deren Rahmen sieben junge Musiker und Sänger auftraten, von Dietrich Wimmer an der Orgel begleitet. Zugleich war das musikalische Ausnahmeereignis Bestandteil der Konzertreihe zum 60. Geburtstag der Vilser Orgel.

Zu diesem fünften Orgelgeburtstagskonzert hatte Wimmer Gespräche über Gespräche geführt, um ebenjene Talente aufzuspüren, die am Sonntagabend zum ersten Mal in der Vilser Kirche auftraten. Damit nicht genug, schrieb Wimmer eigens für diesen Abend zwei Sonatinen, „maßgeschneidert“ für zwei der jungen Solisten. Überdies hatte er dem Publikum in der Ankündigung wunderschöne Singstimmen versprochen, und gleich die erste Solistin des Konzerts löste dieses Versprechen ein: Rita Hullin, aus Schwanewede, mit Bruchhausen-Vilser Wurzeln, erfreute die Zuhörer mit einem sanften Alt, der sich kraftvoll in soulig-emotionale Passagen steigerte. Für ihre drei Titel „Amazing grace“, „You are so beautiful“ und „You raise me up“ gab es begeisterten Applaus.

Timothy Buschmann aus Wöpse, den Dietrich Wimmer am Gymnasium Hoya „entdeckt“ hatte, spielte auf seinem Euphonium die erste von Wimmers Sonatinen für jenes Blasinstrument, das sonst äußerst selten solistisch zu hören ist. Es folgte Murat Dursin, der auf seiner Klarinette „Conquest of Paradise“, „The Hammer“ und „Weihnachtsliedbotschaft“ spielte. Ihn hatte der Kirchenmusiker in der Nachbarschaft üben gehört und sofort für das Konzert verpflichtet. Herausragend dann Vanessa Delekat aus Bruchhausen-Vilsen am Altsaxofon, zunächst gemeinsam mit Murat Dursin mit dem Titel „My way“, dann mit vier weiteren Stücken, aus denen der „Jazz Waltz“ von Dimitri Schostakowitsch und „Autumn Leaves“ virtuos herausragten.

Dann trat Kjell Beermann aus Helzendorf als zweiter Euphonium-Solist des Abends mit der zweiten Sonatine aus Wimmers Feder auf. Es folgten, ebenfalls aus Bruchhausen-Vilsen, Helena Buschmann (Gesang und Gitarre) und Yvonne Freitag (Gesang) mit fünf einfühlsam vorgetragenen Titeln wie „Le Temps de vivre“ und „You’ve got a friend“.

Das nächste Konzert:

Das letzte Konzert der sechsteiligen Reihe findet am Sonntag, 6. Oktober, ab 18 Uhr in der Vilser Kirche statt und ist überschrieben mit dem Titel „Sechs Jahrzehnte Rockgeschichte“. Der Eintritt ist frei. Es wird um eine Spende für die Reinigung der Orgel gebeten.

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