Umfangreiche Regeln / Bei Verstoß drohen Bußgelder

Veranstalter müssen Osterfeuer anmelden

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Musikalisch ging es beim Osterfeuer in Broksen 2015 zu. Archivfoto: Oliver Siedenberg

Samtgemeinde - Die Osterzeit naht, und überall stapeln Bewohner Materialien für Osterfeuer auf – auch in der Samtgemeinde Bruchhausen-Vilsen. Allerdings ist das Abfackeln von Holz nicht überall erlaubt. Denn die Landesregierung schaffte 2014 die so genannten Brenntage ab. Aus Umweltschutzgründen dürfen Gartenbesitzer keine privaten Feuer mehr anzünden, um ihre pflanzlichen Abfälle unter freiem Himmel zu beseitigen.

Traditionelle Osterfeuer von Vereinen, Verbänden, Institutionen oder Ortsgemeinschaften sind von der Regelung nicht betroffen. Sie gehören zum Kulturgut und sind daher Bestandteil des örtlichen Brauchtums. Allerdings müssen die Organisatoren einige Regeln beachten. Sie müssen mindestens vier Wochen vor Beginn der Veranstaltung das Osterfeuer bei der Samtgemeinde angekündigt haben. Auf einem Formular, das es im Bürgerbüro im Rathaus und im Internet gibt, müssen sie unter anderem Zeitpunkt, Lage und geschätzte Besucherzahl angeben. Zudem müssen sie versichern, dass das Osterfeuer einen öffentlichen Charakter hat, also für jeden zugänglich ist, und der Stapel nicht mehr als 150 Kubikmeter umfasst.

Des Weiteren „dürfen nur Baum- und Strauchschnitt sowie unbehandeltes Holz verbrannt werden. Das Feuer darf auf keinen Fall zur Beseitigung von Abfällen, wie Haus- und Sperrmüll, Reifen und Plastik, genutzt werden“, heißt es auf der Homepage der Samtgemeinde. Weiter steht dort: „Beim Anzünden dürfen keinesfalls flüssige Brennstoffe verwendet werden, da diese bei unsachgemäßer Handhabung nicht nur gefährlich sind, sondern auch zu einer Verschmutzung von Boden, Luft und Grundwasser führen können.“

Außerdem sei die Windrichtung zu beachten. Das Feuer dürfe keinesfalls so abgebrannt werden, dass Personen oder benachbarte Grundstücke durch Rauch oder Funkenflug gefährdet werden. Außerdem müsse das Feuer stets beaufsichtigt werden, und einfache Löschmittel (Sand, Decken oder Wasser) sollten für alle Fälle bereitliegen.

„Ist das Brennmaterial schließlich zu Asche verbrannt, ist die restliche Glut zu löschen und gründlich gegen Funkenflug mit Erde abzudecken. Innerhalb einer Woche nach dem Abbrennen sind die Osterfeuerplätze zu säubern und die Verbrennungsrückstände zu entsorgen“, schreibt die Samtgemeinde. Osterfeuer sind unter anderem in Naturschutzgebieten, im Bereich von Naturdenkmälern, geschützten Landschaftsteilen sowie auf moorigem Untergrund und in unmittelbarer Nähe von Häusern und Straßen verboten.

Veranstalter, die Speisen und/oder alkoholische Getränke verkaufen wollen, müssen dies nach dem Niedersächsischen Gaststättengesetz mindestens vier Wochen vor dem Osterfeuer der Samtgemeinde mitteilen. Auch dafür gibt es im Internet oder im Bürgerbüro ein Formular.

Wer gegen die geltenden Bestimmungen der Brennverordnung verstößt, handelt ordnungswidrig. Das Vergehen kann mit einem Bußgeld geahndet werden.

Weitere Informationen gibt es im Bürgerbüro der Samtgemeinde Bruchhausen-Vilsen, Lange Straße 11, per E-Mail an info@bruchhausen-vilsen.de oder unter Telefon 04252/391208. Zudem erteilen Dietrich Meyer, Telefon 04252/391118, und Volker Kammann, Telefon 04252/391217, Auskünfte.

asc

www.bruchhausen-vilsen.de/buergerinfo/buergerservice/

rathaus/vordrucke-und-

formulare.html

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