Prüfung des Standorts „Peisenhop“ läuft

Turmbauverein sieht sich auf einem guten Weg

Diese Zeichnung zeigt, wie der Turm aussehen soll.

Br.-Vilsen - Von Heiner Büntemeyer. Bevor der Grundstein für den „Hohlen Zahn“, „Hoppeturm“ oder „Brokser Turm“ (oder welchen Namen sonst der Aussichtsturm einmal tragen wird) gelegt werden kann, liegt noch viel Arbeit vor dem engagierten Vorstand des Turmbauvereins Bruchhausen-Vilsen. Doch er blickt optimistisch in die Zukunft – trotz zwischenzeitlicher Schwierigkeiten.

2015 hatten die Mitglieder entschieden, das Turmmodell „The Organic“ oberhalb des Vilser Holzes errichten zu wollen. Der Plan scheiterte jedoch: Die Grundstückseigentümer hatten Vorbehalte, und es stellte sich heraus, dass für den dortigen Turmbau der bestehende Bebauungsplan hätte geändert werden müssen. Also musste die Standortsuche fortgesetzt werden. Inzwischen hat der Vorstand einen neuen Platz ins Auge gefasst – und zwar beim „Peisenhop“ oberhalb der ehemaligen Sandgrube.

Während der Jahreshauptversammlung am Mittwochabend in der Gaststätte Perpendikel wurde einmal mehr deutlich, wie sehr die Mitglieder hinter ihrer Sache stehen. Die bisher aufgelaufenen Planungskosten in Höhe von rund 9 000 Euro übernahm die Samtgemeinde zur Hälfte, den Rest musste der Verein aus Eigenmitteln bestreiten. Kein Problem: Schon nach wenigen Tagen war das Geld beisammen. Als eine klare Aussage, dass es weitergehen muss, wertete Vorsitzender Bernd Schneider die große Unterstützung der Mitglieder.

Die Baukosten für den Turm wurden zwischenzeitlich unabhängig vom Standort neu ermittelt, wobei die Planer nach Aussage von Vorstandsmitglied Ekkehard Kijewski sowohl hinsichtlich der Ausführung als auch der Statik „auf der sicheren Seite gerechnet“ haben. Das gesamte Bauwerk dürfte demnach rund 380.000 Euro kosten, wovon die Hälfte nach Hoffnung der Turmbauer aus EU-Fördermitteln bezahlt werden könnte. Weitere öffentliche Mittel könnten 17 Prozent der Summe abdecken, und die Gemeinde, Sponsoren und die Mitglieder müssten nach aktueller Planung jeweils elf Prozent aufbringen.

Am neu in den Fokus gerückten Standort hat der Verein bereits Drohnenaufnahmen aus der geplanten Turmhöhe von 34 Metern gemacht. Das Ergebnis: eine wunderbare Fernsicht in alle Himmelsrichtungen. Die Privatsphäre der bisherigen und der künftigen Bewohner des nahen Baugebiets „Hoppendeich“, das zurzeit erweitert wird, sieht der Vorstand nicht als gefährdet an.

Mit Helium-Ballons wurde auch die gute Sichtbarkeit der Landmarke aus verschiedenen Richtungen geprüft. Die Mitglieder des Vereins könnten sich sogar vorstellen, dass der Turm einen Synergie-Effekt bei der Beplanung der alten Sandgrube auslösen könnte. „Der ,Peisenhop’ als Standort ist unser Favorit, mit dem wir gern weiter planen möchten“, erklärte Bernd Schneider, obgleich Mitglied Heinz-Jürgen Wachholz dafür plädierte, auch noch einmal über einen Standort an der Klostermühle Heiligenberg nachzudenken.

Parallel zu den Planungen sind die Turmbauer auf der Suche nach einem Namen für den Turm und einem Logo für den Verein. Einige Vorschläge gingen schon ein, eine Entscheidung steht aber noch aus. Weitere Ideen können noch bis zum 10. Mai per E-Mail an vorstand@turmbauverein.de oder per Post an Turmbauverein, Am Hohen Kamp 35, 27305 Bruchhausen-Vilsen gesandt werden. Der Sieger des Wettbewerbs erhält 100 Euro, der Zweite 50 Euro, und der dritte Platz wird mit 30 Euro honoriert.

Nachdem die Versammlung sämtliche Vorstandsmitglieder einstimmig bestätigt hatte, beschrieb der Vorsitzende die Aufgaben für die nächsten Wochen. Zunächst wird ein Konzept zum Bau und Betrieb des Turms erarbeitet und das Finanzierungsmodell entwickelt. Der Verein möchte zusätzliche Fotos aufnehmen, um Flyer und anderes Info-Material auflegen zu können. Außerdem soll das vorgesehene Grundstück hinsichtlich seiner statischen Beschaffenheit geprüft werden, „denn der Standort ist das A und O“, sagte Schneider und betonte, dass die endgültige Entscheidung darüber auf einer Mitgliederversammlung getroffen wird.

www.turmbauverein.de

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