Tourismuskonzept für alle Gemeinden

Der Flecken bekommt Konkurrenz

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Mediengruppe Kreiszeitung

Samtgemeinde - Wenn es um den Tourismus in der Samtgemeinde Bruchhausen-Vilsen geht, rangieren die Gemeinden Süstedt, Asendorf, Schwarme und Martfeld unter ferner liefen. Das soll sich ändern, verlangte Hermann Schröder (Unabhängige Wählergemeinschaft) aus Schwarme am Donnerstagabend bei der Sitzung des Tourismusausschusses der Samtgemeinde im Rathaus. Seine Forderung, ein Konzept für die touristische Weiterentwicklung der Gemeinden zu erstellen, stieß auf offene Ohren.

Zunächst ärgerte sich Schröder über die Verwaltung: „Ich habe vor über einem halben Jahr einen Antrag gestellt, der bis heute nicht behandelt und auch nicht im Haushaltsentwurf berücksichtigt wurde. Da muss ich eine klare Rüge aussprechen.“ Seine Idee: Man solle eine touristische Route von Bruchhausen-Vilsen durch das Schwarmer Bruch zum Erbhof in Thedinghausen sowie eine Aussichtsplattform im Bruch installieren. „Dass das meiste Geld von der Samtgemeinde für den Tourismus in den Flecken geht, ist klar“, fuhr Schröder fort. Um jedoch auch in den anderen Gemeinden voranzukommen, müsse ein Konzept her.

Rathaus-Mitarbeiterin Christa Gluschak nahm Schröders Kritik an, betonte aber, dass die Verwaltung nicht untätig sei. „Wir wollen Gespräche mit Thedinghausen bezüglich einer Zusammenarbeit führen. Über eine Aussichtsplattform an der Eyter gibt es bereits Gespräche; wir gucken, ob wir die Plattform im Zuge der Flurbereinigung bauen können.“ Über eine mögliche Entwicklung des Tourismus‘ habe die Verwaltung schon mit mehreren Bürgermeistern gesprochen. Weitere Treffen sollten folgen, „damit wir im nächsten halben Jahr planen können“.

Grünen-Politiker Bernd Schneider begrüßte Schröders Vorstoß: „Ich freue mich sehr über eine Anregung aus einer Mitgliedsgemeinde. Darauf musste ich vier Jahre warten.“ Zudem lobte er, dass der Tourismusausschuss diesmal – anders als bei den jüngsten Sitzungen – voll besetzt war.

Wolfgang Griese (CDU) meldete sich ebenfalls zu Wort: „Im Flecken hat sich der Tourismus auch erst nach und nach entwickelt.“ Er wies darauf hin, dass der Tourismus nicht nur Wanderwege und Aussichtstürme umfasse, sondern auch Kultur. „Da haben wir in allen Gemeinden eine Menge. Das müssen wir ergänzen durch andere Bereiche, wo das Landschaftliche mit hineingenommen wird.“

Die Politiker stimmten dafür, dass die Verwaltung ein entsprechendes Konzept erarbeiten soll. In Sachen Aussichtsplattform wollen sie abwarten, was sich im Rahmen der Flurbereinigung ergibt. Gleichzeitig soll eine Route von Bruchhausen-Vilsen nach Thedinghausen erarbeitet werden. Ferner möchte der Ausschuss bald einen Ausflug zum Erbhof machen und sich über das Thedinghäuser Tourismuskonzept informieren.

Ohne große Diskussion empfahlen die Politiker die Teilbereiche „Sportstätten und Bäder“ sowie „Tourismus“ im Haushaltsplan 2016. Große Überraschungen gibt es nicht, große Investitionen auch nicht.

Ausschuss stimmt für

Haushaltsplan 2016

Kostenlose, öffentliche Internet-Zugänge sind laut Rathaus-Mitarbeiter Nils Igwerks in den Freibädern Schwarme und Bruchhausen-Vilsen geplant. Die Besucherzahlen in der jüngsten Saison seien „mäßig“ gewesen. Vier Euro musste die Samtgemeinde 2015 netto pro öffentlichem Badegast in Bruchhausen-Vilsen zusteuern, in Schwarme waren es 6,36 Euro.

„Das Martfelder Hallenbad boomt“, fuhr Igwerks fort. Auch mit den aktuellen Zahlen der Eisbahn Bruchhausen-Vilsen könne man zufrieden sein. Dafür habe der Zuschussbedarf im vergangenen Jahr bei 28100 Euro gelegen, für 2016 rechnet er mit 26900 Euro.

Dass die Erhöhung der Stellplatzgebühr für den Wohnmobilstellplatz Bruchhausen-Vilsen „gute Ergebnisse“ erzielt, sagte Gluschak. 2016 kalkuliere die Samtgemeinde mit Einnahmen in Höhe von 14000 Euro, 2000 Euro mehr als 2015.

Für 4000 Euro soll der Ringwallweg auf dem Heiligenberg erhalten werden, denn „der bricht ab“, wie Gluschak es formulierte. Im Kurpark Bruchhausen-Vilsen sei eine Umgestaltung für 6000 Euro vorgesehen: „Einige Bäume müssen weg, dafür wollen wir neue pflanzen. Zusätzlich soll es eine Beschilderung einzelner Bäume und neue Bänke geben, um den Park attraktiver zu machen.“

mah

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