Hof in Martfeld geräumt

Tierärzte nehmen 40 Pferde und sieben Hunde in Schutz

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Abgemagert und hungrig: eines der 40 Pferde, die das Veterinäramt am Dienstag gemeinsam mit der Polizei und dem Ordnungsamt auf einem Hof in Martfeld in Schutz nahm.

Martfeld - Von Anke Seidel. Tierärzte und Mitarbeiter des Veterinäramtes haben am Dienstag in Martfeld 40 Pferde und sieben Hunde in Schutz genommen. Die Halter hatten sich nicht ausreichend um die Tiere gekümmert. Sie waren zum Teil stark unterernährt und ihre Boxen nicht ausgemistet.

Beim Veterinäramt waren offenbar schon vor geraumer Zeit Hinweise auf unhaltbare Zustände auf dem Hof eingegangen. „Wir begleiten das schon eine Zeit lang“, bestätigte Thorsten Abeling als stellvertretender Veterinäramtsleiter auf Anfrage dieser Zeitung. Es seien Anordnungen getroffen worden, um die Mängel auf dem Hof abzustellen. Gleichzeitig habe das Veterinäramt die Lage im Blick behalten. Die Halter der Pferde hätten jedoch keinen der angeordneten Punkte erfüllt, sagte Abeling.

Vieles deutet darauf hin, dass die beiden Inhaber überfordert waren. Zeugenaussagen zufolge türmte sich in den Boxen der Mist. Offensichtlich hatten die Halter die Pferde auch nicht ausreichend gefüttert. „Einige Tiere waren unterernährt“, bestätigte Dr. Karljosef Graf, Leiter des Landkreis-Fachdienstes Veterinärwesen.

Pferdehof in Martfeld geräumt

Seine Mitarbeiter nahmen die zum Teil abgemagerten Pferde gemeinsam mit der Polizei und Mitarbeitern des Ordnungsamtes der Samtgemeinde Bruchhausen-Vilsen in Schutz – und brachten sie auf Reiterhöfe oder in Tierschutzeinrichtungen. Dort wurden auch die Hunde untergebracht.

Quartiersuche war Herausforderung

Thorsten Abeling ließ keinen Zweifel daran, dass die Quartiersuche für eine so große Zahl von Tieren eine Herausforderung gewesen sei. Aber man habe auf dem Hof Schlimmeres verhindern können. „Wir sind genau zum richtigen Zeitpunkt gekommen“, sagte Dr. Graf. Auch wenn ein Teil der Pferde unterernährt sei: „Das lässt sich heilen.“

Das Veterinäramt räume der Familie jetzt Zeit ein, um die Mängel auf dem Hof zu beseitigen. Dann müsse neu verhandelt werden. Grundsätzlich sei nicht ausgeschlossen, dass ein Teil der Pferde auf den Hof zurückkehren könne. Das hänge vom Verhalten der Halter ab.

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