Vereinigung entlastet Rettungsdienst mit medizinischen Fahrten

Taxifahrer jetzt auch als Boten und Einkaufshelfer

Wer das Haus jetzt nicht verlassen kann oder will, kann sich von Taxen auch mit Medikamenten beliefern lassen. Foto: Anne-katrin Schwarze

Samtgemeinde - Von Anne-katrin Schwarze. „Die Taxi-Dienste im Landkreis sehen sich jetzt mehr denn je als Teil der Daseinsvorsorge“, sagt Günter Schweers, Unternehmer aus Bruchhausen-Vilsen und Vorsitzender der Vereinigung der Taxiunternehmen im Landkreis Diepholz. Medizinisch begründete Fahrten finden weiterhin statt. Die Mitglieder der Vereinigung stehen darüber hinaus für Einkaufsfahrten zur Verfügung, führt er aus.

Menschen, die zu wichtigen Arztterminen oder zur Dialyse gefahren werden müssen, können dafür weiterhin auf Taxen zurückgreifen. „Es gibt Arbeitsanweisungen, dass die Fahrzeuge mindestens einmal am Tag gründlich gereinigt werden. Das setzen wir auch penibel um“, spricht Günter Schweers für die Betriebe der Vereinigung. Nachdrücklich bittet er Kunden und Patienten, schon bei der Bestellung des Wagens darauf hinzuweisen, ob der Fahrgast Symptome einer möglichen Erkrankung mit dem Corona-Virus hat. „Dann werden wir klären, ob eine Beförderung möglich ist.“

Da sich einige medizinische Fahrten auch jetzt nicht vermeiden lassen, sieht Günter Schweers die Taxi-Branche als wichtige Unterstützung der Rettungsdienste. „Wenn wir die Patienten nicht zur unerlässlichen Behandlung fahren, müsste das ein Rettungswagen übernehmen“, schildert er.

Damit sein Team möglichst lange fahrbereit ist, habe er seine Mitarbeiter in Gruppen eingeteilt. So, wie es derzeit zahlreiche Betriebe tun.

Die Mitglieder der Vereinigung der Taxiunternehmen bieten sich auch für Boten- und Einkaufsfahrten an. „Vor allem für Menschen, die in Quarantäne sind oder das Haus nicht verlassen können oder wollen.“

Da sich erst in wenigen Orten Initiativen gegründet haben, um diesem Personenkreis ehrenamtlich zu helfen, sei den Taxi-Unternehmen dieses, wenn auch kommerzielle, Angebot ein Anliegen. Das gelte für Botengänge zur Apotheke ebenso wie in den Supermarkt. „Einkaufszettel können per Telefon durchgegeben oder per Mail geschickt werden. Wir liefern an die Haustür und regeln die Bezahlung unbürokratisch und bargeldlos“, haben sich die Mitglieder verständigt.

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