HSG Bruchhausen-Vilsen/Asendorf bringt Stickeralbum heraus

Tausche Elisa Puvogel gegen Andreas Schnichels

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Elisa Puvogel spielt gleich in zwei Jugendmannschaften der HSG. Beim Einkleben der Sammelbilder, so sagt sie, zitterten ihre Hände ein wenig.

Br.-Vilsen - Von Ulf Kaack. Nun ist es da – das offizielle Stickeralbum „Mein Verein, meine Stars“ der Handballspielgemeinschaft (HSG) Bruchhausen-Vilsen/Asendorf. Beim „Tag des Handballs“ am Sonnabend in der Dreifeldsporthalle Bruchhausen-Vilsen wurde es erstmals präsentiert und fand von der ersten Minute an reißenden Absatz.

Wer kennt sie nicht? Die stets zu den großen Fußball-Events erscheinenden Panini-Hefte, die man in enthemmter Sammelleidenschaft mit den Klebebildern der Stars befüllen kann. Oder das in den 30er- und 40er-Jahren so beliebte Sammeln von Zigarettenbildern.

Neu ist die Idee also nicht, hat aber bis heute nichts an ihrer Sogwirkung eingebüßt. Das Prinzip ist einfach: Man erwirbt ein Sammelalbum, in dem die Bebilderung noch fehlt. Diese wird durch separat zu kaufende Klebesticker ausgefüllt.

Ein Album kostet fünf Euro

„Für die HSG haben wir 350 Sammelalben gedruckt, außerdem 70 .000 Sticker, die jeweils in Fünferpacks konfektioniert sind“, erklärt Eugen Schulz von der bayerischen Firma Stickerfive die Aktion. „Das 60-seitige Album kann für fünf Euro gekauft werden, ein Stickerpack kostet 95 Cent. Beides ist bei der ,Getränkeria‘ an der Langen Straße in Bruchhausen-Vilsen erhältlich.“

In dem Album findet sich jeder mit seinem Konterfei wieder, der mit der HSG zu tun hat. Natürlich sämtliche Jugend-, Damen- und Herrenmannschaften, die Trainer, Betreuer, Schiedsrichter und der Vorstand. Klar, dass auch die Hausmeister der Sporthallen dabei sind. Und Samtgemeindebürgermeister Bernd Bormann, der das Vorwort beigesteuert hat.

„Das Sammeln der Bilder macht Jung und Alt einfach einen Riesenspaß“, erklärt HSG-Leiter Andreas Schnichels, befragt nach dem Sinn des Ganzen. „Wir wollen Werbung für unseren Sport machen und, gerade im Jugendbereich, neue Mitglieder gewinnen. Das Stickeralbum wird uns in den kommenden Monaten kontinuierlich eine Menge Aufmerksamkeit bescheren. Und – last but not least – ein nicht unerheblicher Teil des Verkaufserlöses fließt zurück an die HSG und wird von uns in die Jugendarbeit investiert.“

Lange Schlangen bildeten sich vor dem kleinen Verkaufstresen auf der Tribüne der Dreifeldsporthalle. Innerhalb einer Stunde fanden mehr als 100 Alben und über 2. 000 Stickerpacks einen neuen Besitzer.

Es sind nicht nur die Kids, die ganz offensichtlich scharf auf die Klebebilder sind. Auch Erwachsene hat die Sammelleidenschaft gepackt. Kein Wunder, findet sich hier auch die HSG-Chronik wieder sowie viele bekannte Gesichter aus der lokalen Sportszene. Ein Zeitdokument einerseits, aber ganz sicher auch ein Erinnerungsstück, das im Lauf der kommenden Jahre an emotionalem Wert gewinnen wird.

„Ich finde es richtig klasse, dass ich mich in diesem Album wiederfinde“, freut sich die 15-jährige Elisa Puvogel, die in der A- und B-Jugendmannschaft ihrer Handball-Leidenschaft nachgeht. „Auch meine Sportkameradinnen sind darin abgebildet, außerdem viele Bekannte und Schulfreunde. So’n bisschen haben meine Hände beim Einkleben der ersten Bilder gezittert. Auf jeden Fall werde ich alle Bilder zusammentragen und das Album aufbewahren. Was das wohl für ein Gefühl ist, wenn ich es in 30 Jahren durchblättern werde?“

Übrigens: Die Klebebilder in den Stickerpacks sind so sortiert, dass es darin keine Doubletten gibt. Die können erst beim Kauf mehrerer Packs auftreten. Aber keine Sorge: Die HSG plant in einigen Wochen eine Tauschbörse, auf der sich die Sammelwütigen austauschen können. Und für den äußersten Notfall besteht ganz am Schluss der Aktion die Möglichkeit, einzelne Lücken in den Sammelwerken durch gezielte Bestellungen zu füllen. Hierfür haben Stickerfive und die HSG ein Worst-Case-Kontingent beiseitegelegt.

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