Süstedter Publikum spendet Hamburger Liedermacherinnen viel Applaus

Duo spielt „zauberhafte Musik“

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Agata Paulina (links) und Meike Schrader begeisterten ihr Publikum in der Nolteschen Scheune.

Süstedt - Von Dagmar Voss. Melancholisch oder leidenschaftlich, sanft oder klangvoll – die Stücke des weiblichen Duos, das am Samstagabend in der Nolteschen Scheune auftrat, hatten es in sich. Zwei vielseitige Liedermacherinnen präsentierten ihr Programm „Sichtbar.leise“.

Meike Schrader und Agata Paulina loteten mit ihren deutschsprachigen Songs Menschliches aus und erzählten von ihren eigenen Wegen und Gefühlen. Das alles betteten sie in Unbeschwertheit und Humor, oder um es mit einem Text aus ihren Songs zu sagen: „Wir folgen der Leichtigkeit, weil uns das Leben Flügel verleiht.“

Mit ihrem Konzert beendeten die beiden Hamburgerinnen ihre Tournee und schufen dabei viel gute Laune.

Wohlklingende Stimmen, die eine dunkel-warm, die andere leicht-schillernd, verzauberten das Publikum. Dazu gesellten sich Gitarren- oder Pianoklänge, angereichert manches Mal durch temperamentvolle oder filigrane Töne von Tamburin, Mignon (einem kleinen Akkordeon), Melodika oder Xylophon.

Ihre eigenen Kompositionen zu den poetischen Liedern unterstrichen die Stücke mit musikalischer Vielfalt. Mit sanft-berührenden oder groovigen Akkorden.

Seit Herbst vergangenen Jahres spielen und touren die beiden Musikerinnen und haben mittlerweile viele Lieder zu gemeinsamen Stücken arrangiert – wobei deren Authentizität immer hörbar blieb. Mit ihrer „Eis-prinzessin“, dem „Kastanienmann“ oder der „Piratin“ suchte Agata Paulina stets ihre innere Heimat, manchmal durch warme Bossa-Nova-Rhythmen begleitet.

Die in Hamburg beheimatete Meike Schrader berührte mit direkten und klaren Worten den inneren Wesenskern der Emotionen – so mit ihrem „Hamburg mein Hafen.“

Mit Anleihen bei Jazz und Chanson deckten die beiden ohne Umschweife große und kleine Wahrheiten ihres Lebens auf. Oder forderten die Zuhörer auf, einfach mal in den Refrain einzustimmen. So wurde das Publikum zum La-la-la-Chor, der beschwingt mitsang bei dem fetzigen „Ach was“ von Meike Schrader.

Ihre sympathische Bühnenpräsenz offenbarte sich unter anderem in ihren sehr persönlichen Songs, von denen die Konzertgäste offenbar angetan waren. Das wurde in den Fragen der Zuhörer klar, die die Musikerinnen beantworteten. Agata Paulina und Meike Schrader hatten in der Pause Zettel verteilt, auf denen das Publikum Fragen stellen konnte, die sie im Laufe des Konzerts beantworteten.

Ein Besucher lobte den Mut der beiden, so viel Persönliches in ihren Songs preiszugeben. Ein weiterer Kommentar lautete: „Die Texte sind berührend, die Musik ist zauberhaft.“

Für den langanhaltenden Applaus gab es zwei ergreifende Zugaben, die zueinander passten. Von Paulina „Wenn morgen nie kommt“ und von Schrader „Die Zukunft“ – und am Schluss noch unplugged ein Stück über die Stille: „… sie singt für mich, wenn die Einsamkeit kommt…“

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