Handgemachte und akustische Musik

„Trialog“ überzeugen Publikum in Martfelder Mühle

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Die humorvollen Musiker (von links) Rudl Hillebrand, Wanja Frehle und Gerd Hermann überzeugten ihr Publikum am Freitagabend in der Martfelder Mühle.

Martfeld - Von Uwe Campe. Zu einem Konzert der besonderen Art hatte einmal mehr der Heimat- und Verschönerungsverein Martfeld (HVV) mit Unterstützung der Kulturplattform Martfeld in die Fehsenfeld‘sche Mühle eingeladen, wo am Freitagabend die Gruppe „Trialog“ aus dem Lipperland auftrat.

„Trialog“, das sind Gerd Hermann (Akkordeon und Gesang), Wanja Frehle (Kontrabass) und Rudl Hillebrand (Schlagzeug, Kazoo und Gesang), die sich vor drei Jahren zusammengeschlossen haben und seither an die unterschiedlichsten Musikrichtungen herantrauen, um handgemachte Musik auf rein akustischen Instrumenten zu spielen. 

Das musikalische Fundament des Trios, das sich eigenen Angaben zufolge als „Straßenmusiker“ versteht, gründet auf Akkordeon, Schlagzeug und Kontrabass sowie dem sehr guten Gesang. Den charakteristischen Sound prägte in vielen Stücken das von Rudl Hillebrand immer wieder hervorragend eingesetzte Kazoo, von ihm selbst augenzwinkernd als „lippisches Saxofon“ bezeichnet.

Im Verlauf des nur von einer kurzen Pause unterbrochenen, über zweistündigen Konzerts überzeugte die Gruppe mit einem breiten Repertoire von Tango, Polka, Walzer, Swing, Blues, Rock ‘n‘ Roll, Volksweisen und dem im amerikanischen Bundesstaat Louisiana entstandenen Zydeco. 

Polnische Lieder gehörten auch zum Repertoire

Die Lieder, wie beispielsweise „Hello Josephine“, „Café Oriental“, „Männer in der Nacht“, „Bad moon rising“, der Kuhstallsong „Big Ma Muh“, „Verregneter Sommer“ „Bar Tropical“, „Got you on my mind“ oder „Bei mir bistu shein“ wurden entweder auf Deutsch oder Englisch gesungen. Zwei als Reminiszenz an die masurische Heimat von Gerd Hermann vorgetragene Stücke erklangen sogar auf Polnisch.

Spielwitz und Freude an der Musik der drei Akteure verfehlten ihre Wirkung nicht. Unter den knapp 50 Besuchern herrschte im Handumdrehen eine super Stimmung, es wurde immer mal wieder mitgesungen, mitgesummt oder mitgeklatscht und jedes der Stücke mit sehr viel Applaus bedacht.

Die Veranstaltung war eintrittsfrei, daher ging zum Ende der Hut herum und kehrte schließlich gut gefüllt zu den „Straßen“-Musikern zurück.

Rudl Hillebrand spielte auf seinem „lippischen Saxofon“ Marke Eigenbau.

Nach etwa zweieinhalb Stunden und einer von den Zuhörern ausdrücklich geforderten Zugabe endete dieses gelungene Konzert, zu dessen Erfolg sicher auch das originelle Ambiente in der Mühle mit seiner überraschend guten Akustik sowie die schöne Sommerabendstimmung beigetragen haben.

Es fiel Martin Tolksdorf, der dem erweiterten Vorstand des HVV angehört, dann auch leicht, sich mit dem Verlauf und dem Besuch der Veranstaltung überaus zufrieden zu zeigen.

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