Asendorfer Rat beschließt Ausbau von „Essener Berg“ und „Niemannsbruch“

„Die Straße ist ein Schandfleck für den ganzen Ort“

Der Teil des „Essener Bergs“, der bisher noch aus Klinkerpflaster besteht, soll eine bituminöse Fahrbahn bekommen. - Foto: asc

Asendorf - Von Anne Schmidtke. Nachdem der Rat der Gemeinde Asendorf am 18. Mai bereits dem Ausbau der Schulstraße in Graue zugestimmt hatte, beschloss er nun am Montagabend auch den Ausbau der Straßen „Essener Berg“ und „Niemannsbruch“ in Asendorf.

„Durch die Bündelung der Straßenbaumaßnahmen erhoffen wir uns Synergieeffekte“, sagte Bürgermeister Heinfried Kabbert (Wählergemeinschaft). Das heißt, die Gemeinde versucht so, die Kosten für die Arbeiten zu senken, indem sie die Maßnahmen gemeinsam ausschreibt.

Der „Essener Berg“ ist laut Kabbert in das Zile-Förderprogramm für den ländlichen Wegebau aufgenommen worden. Somit bekommt die Gemeinde einen Zuschuss in Höhe von rund 38.000 Euro. Damit sie das Geld erhält, muss die Sanierung der Straße bis Ende Dezember abgeschlossen und abgerechnet sein.

Lediglich der südliche Bereich des „Essener Bergs“, der noch keine Asphaltdecke hat, wird ausgebaut. Die Teilstrecke ist 405 Meter lang und derzeit mit Klinkerpflaster ausgebaut. „Aufgrund der starken Belastung durch landwirtschaftliche Fahrzeuge und der langen Gebrauchszeit weist der Bereich erhebliche Verdrückungen und Versackungen auf“, heißt es in der Vorlage der Verwaltung.

Die Strecke bekommt in einer Breite von drei Metern eine Asphaltdecke. Zudem sollen die Seitenstreifen beidseitig in einer Breite von 0,50 Metern und einer Dicke von 0,20 Metern aus Mineralgemisch und doppelter Oberflächenbefestigung hergestellt werden. Die Ausbaukosten betragen rund 72.000 Euro. Abzüglich des gewährten Zuschusses verbleibt ein Betrag in Höhe von 34.000 Euro, der entsprechend der prozentualen Anteile von Gemeinde und Anliegern zu tragen ist.

Da die Gemeinde Asendorf nicht so betucht sei, könne sie leider nicht auf Anliegeranteile verzichten, sagte Kabbert. Der Rat setzte die Anliegerbeiträge für den „Essener Berg“ auf 30 Prozent fest.

Während einer Wegebereisung im April hatte der Rat festgestellt, dass die Straße „Niemannsbruch“ sanierungsbedürftig ist. „Es wäre Geldverbrennung, wenn wir die Straße nur reparieren würden. Das wäre gegenüber einem Neubau unwirtschaftlich“, sagte Kabbert. Die Kosten für die Reparatur der 380 Meter langen Strecke würden etwa 25.000 Euro und die für einen Ausbau circa 60.000 Euro betragen. 40.000 Euro stehen bereits im Haushalt zur Verfügung, 20.000 Euro werden noch bereitgestellt, denn die Kommune muss aus rechtlichen Gründen erst einmal die gesamte Summe trotz Anliegerbeiträge aufbringen. Schließlich kann es passieren, dass Anwohner ihre Beiträge nicht bezahlen können.

„Für den ,Niemannsbruch‘ bekommen wir keine Fördergelder“, sagte Kabbert. Da es sich bei der Straße hauptsächlich um eine Anlieger- und keine Durchgangsstraße handle, schlug der Bürgermeister vor, den Anliegeranteil auf 40 Prozent festzulegen.

„Wir haben noch nicht mit den Anliegern gesprochen. Aber die Gemeinde ist in der Verkehrssicherungspflicht und muss was unternehmen“, sagte Kabbert. Dass die Anlieger am Montag noch nicht informiert waren, stieß bei Joachim Dornbusch (Grüne) und Hermes Lemke (Grüne) auf Unverständnis. „Es ist nicht richtig, darüber abzustimmen, ohne vorher mit den Betroffenen gesprochen zu haben“, erklärte Dornbusch. Er stelle nicht infrage, dass etwas passieren müsse. „Aber das hätte mit den Anliegern besprochen werden müssen“, sagte Lemke.

„Die Straße ist grottenschlecht. Sie ist ein Schandfleck für den ganzen Ort“, betonte Dr. Rudolf von Tiepermann (CDU). Eine Anwohnerin berichtete, in was für einem schlechten Zustand die Straße ist. Sie erklärte, dass sie im Winter bei Glatteis aufgrund der starken Neigung der Straße Angst habe, mit ihrem Auto in den Graben zu rutschen. Insgesamt nahmen zwei Anwohner der Straße an der Ratssitzung in der Gaststätte „Uhlhorn“ in Asendorf teil. Bis auf Joachim Dornbusch und Hermes Lemke, die sich enthielten, stimmten alle Ratsmitglieder für den Ausbau des „Niemannsbruch“.

Für beide erwähnten Straßen gibt es bald jeweils eine Anliegerversammlung.

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