Post fühlt sich in Bruchhausen-Vilsen gut aufgehoben und investiert Millionenbetrag

Wo Steine aus dem Weg gerollt werden

In der Samtgemeinde wird die Post demnächst nur noch von Elektromobilen ausgefahren. Darüber informieren Pascal Schnellecke, Frank Schmidt und Marco Boxberger von der Post Bernd Bormann und Uta Seim-Schwartz (von links) auf dem Grundstück im Gewerbegebiet Kreuzkrug, auf dem der neue Zustellstützpunkt entsteht. Foto: Oliver Siedenberg

Br.-Vilsen – Für ein knappes Stündchen bekamen Pasanten am Donnerstag einen Eindruck davon, was spätestens ab Oktober im Gewerbegebiet Kreuzkrug Alltag sein soll: Das markante Gelb der Deutschen Post. Mit zwei Fahrzeugen ihrer Elektroflotto und weiteren Autos mit Bonner Kennzeichen waren Verantwortliche der Post vorgefahren, um den Baustart ihres Zustellstützpunkts in der Samtgemeinde zu verkünden. Rechtzeitig zur Weihnachtszeit und dem damit verbundenen hohen Aufkommen an Paketen sollen Briefe und Pakete von der Dr.-Neidhard-Straße aus die Postleitzahlenbereiche 27305, 27327 und 27330 erreichen, also in Bruchhauen-Vilsen, Martfeld/Schwarme und Asendorf die Kunden mit Schreiben und Waren beliefern.

16 statt bisher 15 Zustelstellbezirke wird es dann in der Samtgemeinde geben, erläuterte Marco Boxberger als Leiter des übergeordneten Stützpunkts Verden. Alle 16 Bereiche würden dann ausschließlich von Streetscootern genannten Wagen bedient, die ausschließlich mit Elektromotor betrieben werden. Also emissionsärmer und leiser, betonte Bremens Niederlassungsleiter Frank Schmidt.

Sehr zur Freude von Samtgemeindebürgermeister Bernd Bormann und Wirtschaftsförderin Uta Seim-Schwartz. „Das hören wir im Luftkurort gern“, sagte Bormann zur Umstellung des Fuhrparks. Eine weitere Bemerkung während des Treffens auf dem etwa 3 500 Quadratmeter großen Grundstück direkt an der Bundesstraße 6 hat er sichtlich gern zur Kenntnis genommen. „Die Zusammenarbeit war ein Genuss, der Kontakt zur Verwaltungsspitze ist excellent“, war Pascal Schnellecke für den Regionalbereich Nord wichtig zu betonen.

„Wir sind hier nicht der Nabel der Welt, daher bemühen wir uns, Investoren Steine aus dem Weg zu rollen, die sie anderorts vielleicht vorfinden“, nahm Bernd Bormann den Dank an.

Welche Summe die Post in Zusammenarbeit mit einem Investor in der Samtgemeinde in den Neubau investiert, ließen die Herren sich nicht entlocken. „Gehen sie von einem siebenstelligen Betrag aus“, nannte Schnellecke als Größenordnung.

Entstehen wird eine Halle mit 600 Quadratmeter Fläche. Auf einer Ebene, so das neue Konzept der Post, werde die in Bremen maschinell vorsorierte Post am neuen Stützpunkt auf die 16 Fahrzeuge verteilt, die sie an die Haustür der Empfänger in der Samtgemeinde bringen. Im Bereich der Niederlassung Bremen gibt es 100 solcher Stützpunkte.

Morgens zwischen 6.30 und 8 Uhr werden zwei Fahrzeuge die Fracht aus Bremen anliefern, die Pakete in einem 12-Tonner-, die Briefe in einem 7,5-Tonner-Lkw, so der Plan. Abends bis 18 Uhr hole ein Lkw die Post ab, die tagsüber in den Orten der Samtgemeinde aufgegeben werde.

Etwa 25 Personen werden im Neubau arbeiten, „minimal mehr als jetzt“, so Boxberger.

Der Neubau sei notwendig, weil der Platz am Bahnhof zum Sortieren des ständig wachsenden Paketaufkommens kaum mehr reiche. „Wir haben die Größe dieses Standorts für die nächsten 15 Jahre kalkuliert, mit der Option, zweimal um fünf Jahre zu verlängern. Also lanfgristig“, sagte Frank Schmidt.

Mit dem Bau der Halle aus Systemteilen werde kurzfristig begonnen. Die Deutsche Post möchte den neuen Standort spätstens ab Oktober nutzen.

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