Standesamt-Statistik 2015: 110 Eheschließungen in der Samtgemeinde

Mehr Ja-Sager

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Diana und Stefan Engelhardt aus Bruchhausen-Vilsen haben an der Nolteschen Mühle in Süstedt unter freiem Himmel geheiratet. Viele Paare nehmen die Möglichkeit wahr, sich draußen trauen zu lassen: 2015 waren es 20.

Samtgemeinde - Von Anne Schmidtke. „Wir haben eine deutliche Steigerung bei den Eheschließungen“, berichtet Samtgemeindebürgermeister Bernd Bormann. Insgesamt gaben sich im vergangenen Jahr 110 Paare in der Samtgemeinde Bruchhausen-Vilsen das Ja-Wort. Das sind 18 Trauungen mehr als 2014. Zudem schlossen die Standesbeamten eine Lebenspartnerschaft zwischen zwei Frauen. Das geht aus der Standesamt-Statistik für 2015 hervor.

Das Rathaus in Bruchhausen-Vilsen war mit 45 Vermählungen der beliebteste Trauort. „Nach wie vor haben wir aber auch außerhalb des Rathauses viele Eheschließungen. Spitzenreiter war im vergangenen Jahr mit 39 Trauungen die Noltesche Mühle in Süstedt“, erklärt Bormann. Des Weiteren ließen sich 13 Pärchen in der Behlmer Mühle in Engeln und sieben in der Fehsenfeldschen Mühle in Martfeld trauen. In einem Waggon der Museumseisenbahn heirateten zwei Paare und in Robberts Huus in Schwarme fünf.

Weiterhin sind Vermählungen unter freiem Himmel im Trend. Die Samtgemeinde bietet sie seit 2012 bei gutem Wetter an den Mühlen in Süstedt und Martfeld an. Diese Möglichkeit nahmen im vergangenen Jahr 20 Paare wahr, vier mehr als 2014.

65 Paare gaben sich an einem Freitag oder einem Samstag das Eheversprechen. Der Mai war 2015 vor September der gefragteste Heiratsmonat. Auf dem dritten Platz landeten zusammen der Juli und der August.

Nicht nur Einheimische heirateten 2015 in der Samtgemeinde. „Erstmals haben sich mehr als 30 auswärtige Paare bei uns trauen lassen“, berichtet Bormann. Sie kamen nicht nur aus den umliegenden Orten wie Thedinghausen, Verden, Weyhe und Schwaförden. Einige Verliebte reisten sogar aus Städten in Schleswig-Holstein, Nordrhein-Westfalen, Baden-Württemberg, Hessen und Bayern an, um den schönsten Tag des Lebens in Bruchhausen-Vilsen zu feiern. Ferner stammten Pärchen aus Bremen, Berlin und Hamburg.

Was den Familiennamen angeht, denken viele Frauen und Männer traditionell: Die meisten bestimmten den Namen des Mannes zum gemeinsamen Ehenamen. Lediglich zwölf Paare entschieden sich dafür, den Geburtsnamen der Frau als Familiennamen zu nehmen. Elf Frauen und Männer behielten jeweils den eigenen Namen.

Gesunken ist im vergangenen Jahr die Zahl der Sterbefälle: 2014 waren es 164 gewesen, 2015 beurkundete das Standesamt 153 Fälle.

Außerdem verzeichnete das Amt weniger Kirchenaustritte: 102 Bürger erklärten 2015 ihren Austritt, 21 weniger als im Vorjahr. Darunter waren 19 Katholiken.

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