Darf alte Eiche bleiben?

Spielplatz in Bruchhausen-Vilsen soll Wohnhäusern weichen

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Der Spielplatz am Sollacker könnte zu Bauland werden.

Br.-Vilsen - Der Spielplatz am Rand des Baugebiets Sollacker in Bruchhausen-Vilsen soll einer Wohnbebauung weichen. In diesem Punkt scheinen sich die Mitglieder des Fleckenrats einig zu sein. Bei Details sehen sie aber noch Klärungsbedarf. Daher vertagten die Ratsleute kürzlich die Abstimmung über einen Beschluss, der nötig ist, um die entsprechende Änderung des Bebauungsplans „Nordteil Vilsen“ in Gang zu bringen.

„Es hat sich herausgestellt, dass der Spielplatz nicht mehr benutzt wird“, heißt es in der Sitzungsvorlage der Verwaltung. „Vielmehr wird der Spielplatz im nahegelegenen neuen Baugebiet Hoppendeich frequentiert.“ Diese Feststellung hat auch der Jugendausschuss des Fleckens bereits vor einiger Zeit gemacht.

Mindestens zwei Bauplätze geplant

Die 2167 Quadratmeter große Fläche soll nun als allgemeines Wohngebiet ausgewiesen werden – mindestens zwei Bauplätze könnten dort entstehen. In der Sitzungsvorlage schlägt die Verwaltung vor, bei einer offenen, eingeschossigen Bauweise Einzel- und Doppelhäuser mit je zwei Wohneinheiten pro Haus beziehungsweise Haushälfte zu erlauben. Eingeschossig bedeutet: Erd- plus Dachgeschoss.

„Einen Teil des durch den Grundstücksverkauf erwirtschafteten Gelds können wir für andere Spielplätze nutzen“, sagte Gemeindedirektor Bernd Bormann während der jüngsten Sitzung des Fleckenrats.

In der anschließenden Aussprache meldete sich Ulrike Lampa-Aufderheide (Linke) zu Wort: „Wir wollen den sozialen Wohnungsbau voranbringen“, sagte sie und schlug vor zu versuchen, auf besagter Fläche zusammen mit einer Genossenschaft ein Gebäude mit niedrigen Mieten zu errichten. Die Idee des sozialen Wohnungsbaus begrüßte Christel Stampe (SPD). „Ich glaube aber nicht, dass das an dieser Stelle richtig ist“, sagte sie mit Blick auf die angestrebte Eingeschossigkeit, die den Bau größerer Gebäude verhindern würde. Ulf Schmidt (Grüne) regte an, Schritt für Schritt vorzugehen: „Wir können ja die Fläche erst mal zu einem Bauplatz werden lassen und dann überlegen, ob die Gemeinde sie verkauft oder nicht.“

Entscheidung über das Schicksal der Eiche verschoben

Ein weiteres Thema war der Baumbestand des Spielplatzes am Sollacker. Die Bäume, die auf einer fünf Meter breiten Fläche hin zur Bassumer Straße stehen, sollen laut Sitzungsvorlage erhalten werden. Ein weiterer Baum wurde dagegen in der Vorlage nicht erwähnt. „An der anderen Seite ist eine große Eiche – wir sollten gucken, ob man die auch erhalten kann“, sagte Hildegard Grieb (Grüne). Das sah ihr Parteikollege Bernd Brümmer genauso: „Das ist ein ortsbildprägender Baum.“ „Wir können die Eiche als zu erhaltenden Baum mit reinnehmen“, entgegnete Gemeindedirektor Bernd Bormann.

Allgemeines Gemurmel im Sitzungssaal des Rathauses. Was ist das für ein Baum? Wo steht er genau? Muss er erhalten werden? Diese Fragen dürften einigen Ratsmitgliedern durch den Kopf gegangen sein. Am Ende stieß Bormanns Vorschlag, die Entscheidung zu verschieben, auf offene Ohren.

mah

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