Eun Hye Lee bringt den Kindern der Grundschule Martfeld das Englischsprechen bei

Mit Spiel und Spaß eine Fremdsprache lernen

Eun Hye Lee macht es Spaß, die englische Sprache den Grundschülern in Martfeld näherzubringen. Foto: REGINE SULING

Martfeld - Von Regine Suling. „What’s your name?“, fragt Eun Hye Lee, die alle hier nur Aileen nennen. Zack – und schon wirft sie den kleinen Ball durch das Klassenzimmer, und er landet in den Händen eines Jungen. „My name is Mattis“, sagt der und schickt den Ball auf die Reise zum nächsten Kind. Alle Hände recken sich in die Luft.

Auf spielerische Art und Weise steigen die Zweitklässler der Grundschule Martfeld so in die englische Sprache ein. Einmal pro Woche treffen sie sich in der fünften Stunde mit Aileen. „Die Kinder lernen schnell“, weiß die Südkoreanerin, die in ihrer Heimat Englisch studiert hat und der es Spaß macht, diese Sprache den Sieben- und Achtjährigen näherzubringen.

Der Förderverein der Grundschule Martfeld initiierte diese Unterrichtsstunde. Dieser finanziert die Englischstunde, die Eltern der Kinder zahlen pro Halbjahr dafür einen geringen Beitrag. Der Löwenanteil der Kosten soll über Lernpatenschaften aufgebracht werden. Das heißt, dass örtliche Gewerbetreibende einen kleinen Obolus geben, mit dem der Förderverein den Unterricht finanzieren kann. Die ersten Selbstständigen machen bei diesem Projekt bereits mit. Dass sich dieses Engagement lohnt, zeigt ein Besuch der Stunde: „I want to sing a song with you guys“, ruft Aileen und fordert alle zum Aufstehen auf. Gemeinsam singen sie „Hands, shoulders, knees and toes“ und berühren dabei die Körperteile, über die sie singen. Bewegung gehört dort zum Englischunterricht ganz selbstverständlich dazu. Und die Kinder denken mit: „How many eyes do you have?“, will Aileen wissen. „Two“, ruft ein Junge.

Auf dem Stuhl müssen die Zweitklässler bei dieser spielerischen Form des Unterrichts in Martfeld nur selten sitzen bleiben. „When I say ‚please‘, you do it“, fordert Aileen sie auf. Sie ruft: „Please smile, please eat“ – und alle lächeln und tun so, als ob sie essen würden. Dann sagt sie „drink“ und keiner rührt sich. Die Kinder haben alles richtig gemacht, denn das „Bitte“ fehlt.

Für ihr engagiertes Mitmachen drückt Aileen schließlich zwei Stempel in ihr Heft. Die Zweitklässler sind wissbegierig: „Wann lernen wir Englisch zu reden?“, will einer wissen. „You need vocabulary“, erwidert Aileen. Ohne Vokabular keine Sätze: Das verstehen die Kinder. Und wiederholen anhand von Abbildungen einige Wörter, die sie in der vergangenen Stunde gelernt haben: „What’s this?“, möchte Aileen mit Blick auf den Bleistift wissen. „Pencil“, antworten die Kinder wie aus der Pistole geschossen.

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