Spektakuläre Szenen beim Mofarennen / Schönstes Mofa: „Goldener Lenker“

47 Teams, ein Motto: Volle Kraft geradeaus!

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Und los: Beim „Le-Mans-Start“ rannten die Fahrer zu ihren Mofas.

Schwarme - 47 Teams starteten am Samstag, dem Vortag des internationalen Grasbahnrennens, beim großen Mofarennen in Schwarme. Der hiesige Motorsportclub (MSC) hatte den Wettbewerb nach einer Pause im Jahr 2014 nun wieder organisiert. Die Teilnehmer bekamen eine halbe Stunde Zeit, um sich im Training mit ihren Maschinen und dem Kurs vertraut zu machen. Auch Rennleiter Hans Göbel und seine ehrenamtlichen Helfer sammelten dabei nützliche Hinweise und entschieden spontan, die Streckenführung vor dem Start des zweieinhalb Stunden langen Rennens noch zu entschärfen.

Jeweils bis zu drei Fahrer und ein Mechaniker bildeten ein Team. Die Fahrer wechselten sich nach eigener Regie mit dem Fahren ab. Das Mofa oder Moped hingegen musste vom Anfang bis zum Ende durchhalten. Zumeist gelang dies auch, obgleich einige Teams zwischendurch zum Boxenstopp gezwungen waren, weil ihre „Rennhexe“ nicht mehr rund lief.

Kreative und teils witzige Namen wie „Kings of the Stoppelfeld“, „Turbo Grashoppers Schwarme“, „Vilser Stoppelhopser“, „Osterloher Furchenpflüger“ oder „Schulsport-Gemeinschaft Leerßen“ ließen darauf schließen, dass die Teams das Rennen locker angingen. „Auf jeden Fall wurde sehr fair gefahren“, lobte Hans Göbel alle Teilnehmer später. Trotzdem blieben Stürze nicht aus – doch wenn ihr Moped danach wieder ansprang, setzten die Fahrer gleich ihre rasante Fahrt fort, bei der auf der Geraden durchaus mit Tempo 60 gebrettert wurde. Allerdings musste das „Fast lane Racing Team Schwarme“ das Rennen vorzeitig beenden, weil ein Mannschaftsmitglied nach einem Sturz vorsichtshalber ins Krankenhaus kam.

Das Rennen begann mit einem „Le-Mans-Start“. Dabei standen die Fahrer auf der einen Seite der Bahn und ihre Maschinen ihnen gegenüber auf der anderen Seite, gehalten von den Mechanikern. Nach dem Startschuss sausten die Fahrer zu ihren Mofas und ließen diese an. Weil die Motoren unterschiedlich schnell ansprangen, wurde so ein Massenstart vermieden, schon in der ersten Runde zog sich das Feld auseinander.

Es gab spektakuläre Szenen, vor allem in den Kurven: Einige Fahrer gingen diese ungestüm mit vorgestrecktem Bein an, andere tasteten sich vorsichtig heran, um ausgangs der Kurve sofort wieder zu beschleunigen. Um jeden Zentimeter Vorsprung wurde gerungen, überholt wurde rechts oder links und in den Kurven innen und außen, und alle hatten das selbe Motto: Volle Kraft geradeaus.

Über Transponder wurden die Runden gezählt, und schon bald kannte kein Teilnehmer mehr seine genaue Platzierung, zumal die Teams in drei Klassen mit unterschiedlichen Hubraumgrößen und Tuninghilfen antraten. Am Ende gewann das Racing Team Jeddingen 1 in der Klasse A (seriennahe Mofas bis 50 Kubikzentimeter (ccm) Hubraum). In der Klasse B (Tuningklasse, aber nur bis 50 ccm) siegte das Tos Team. Und in der Klasse C (Prototypen, Crossklasse bis 80 ccm) lag das Zündapp Team Schweindorf vorne. Das schönste Mofa hatte die Gruppe „Goldener Lenker“, die schnellste Runde fuhr das Zündapp Team Schweindorf.

bt

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