Spargel-Express als Testfahrt

Museumseisenbahn peilt Wiederaufnahme des Lokbetriebs an 

Angekommen am Heiligenberg: Die Zugführer Gunther Meckmann und Frauke Lehmann tragen ebenso wie die Gäste Mundschutz während der Fahrt. Endstation ist das Gasthaus Dillertal zum Spargelessen. Foto: Oliver Siedenberg

Br.-Vilsen / Heiligenberg – Mit dem Spargel-Express hat sich der Deutsche Eisenbahnverein (DEV) in Kooperation mit dem Restaurant Dillertal an einen ersten Testlauf der Museumseisenbahn gewagt. „Wir arbeiten mit Hochdruck an der Wiederaufnahme eines reduzierten Fahrbetriebes“, erklärte DEV-Vorsitzender Wolf-Jobst Siedler. Angepeilter Starttermin sei Pfingsten. „Aber dafür gibt es noch keine Garantie“, so Siedler. Es sei abhängig von zwei Faktoren.

Zum einen gebe es einen 200 Meter langen Streckenabschnitt vor dem Asendorfer Bahnhof, der noch ohne funktionsfähige Gleise sei. Die Arbeiten an dieser Baustelle seien jetzt angelaufen. Bevor diese Maßnahmen aber nicht abgeschlossen sind, sei an eine reguläre Inbetriebnahme der Muselbahn nicht zu denken. „Durch die verschärften Hygieneauflagen kann leider nur ein kleines Team an den Gleisen arbeiten“, sagte Siedler. Dieser Umstand verzögere die Baumaßnahmen.

Zum anderen befänden sich einige Loks noch in der Inspektion. Auch in der Werkstatt gelten die Hygieneauflagen bezüglich des Coronavirus. „Unsere Fahrzeuge werden einmal im Jahr geprüft. Das ist uns wichtig“, betonte der Vorsitzende des DEV. Nur so könne eine sichere Fahrt gewährleistet werden. Wenn diese beiden Maßnahmen abgeschlossen sind, steht der Wiederaufnahme des Fahrbetriebes nichts mehr im Weg. „Dann können wir starten, sogar mit Dampflokbetrieb“, meinte der Vorsitzende des DEV.

Allerdings immer unter der Prämisse, dass die Corona-Schutzbestimmungen eingehalten werden. Das seien unter anderem der ausreichende Abstand der Fahrgäste zueinander und das Tragen eines Mundschutzes während der Fahrt.

Der Sonderzug Spargel-Express bot jetzt einen ersten Eindruck, ob und wie gut das Schutzkonzept funktioniert. 31 Fahrgäste nutzten das Angebot. Sowohl die Eisenbahner als auch die Gäste hätten sich laut Wolf-Jobst Siedler gefreut, dass alles ohne größere Probleme abgelaufen sei. Auch die Schutzmaßnahmen seien konsequent eingehalten worden. „Es war für alle ein Schritt zurück in die Normalität“, lautet das Fazit Siedlers.  jr/reg

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