Sozialausschuss vertagt Entscheidung

Ehrenamtskarte: Noch Redebedarf

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Mediengruppe Kreiszeitung

Br.-Vilsen - „Wenn wir die Ehrenamtlichen nicht hätten, würde unser gesellschaftliches Leben zusammenbrechen“, sagte Michael Albers (SPD), Vorsitzender des Sozialausschusses. Dennoch: Zu einem Votum für die Einführung einer Ehrenamtskarte in der Samtgemeinde Bruchhausen-Vilsen kam der Ausschuss bei seiner Sitzung am Montagabend nicht. Bei einer Gegenstimme von Werner Pankalla (CDU) entschied sich das Gremium dafür, die Diskussion auf eine der nächsten Sitzungen zu vertagen. Bis dahin wolle man klarer sehen, wer genau in welcher Form von der Karte profitieren soll.

Gedacht ist die Ehrenamtskarte für all diejenigen, die wenigstens 18 Jahre alt sind, sich mindestens fünf Stunden pro Woche ehrenamtlich engagieren und dies seit mindestens drei Jahren kontinuierlich tun. Welche Vergünstigungen konkret damit verbunden sein sollen, ließ die Sitzungsvorlage der Verwaltung noch offen. Bevor der Sozialausschuss das Thema an den Samtgemeindeausschuss weiterreicht, will er deshalb zunächst klarer sehen: „Die Vergünstigungen für Inhaber der Ehrenamts- und Juleica-Karten müssen gleich sein“, stellte Andree Wächter (SPD) fest. Bernd Garbers vom Samtgemeindejugendring sah noch viele Fragezeichen: „Wie soll das Antragsverfahren laufen, beantragt man die Karte im Sommer und erhält sie dann erst auf dem Neujahrsempfang der Samtgemeinde, wie lange ist sie gültig?“ Zudem ist für ihn der Vergleich mit der Juleica (Jugendleitercard) ein kritischer Punkt. Hierfür müssten die Jugendleiter immerhin eine Fortbildung absolvieren und diese im Abstand von drei Jahren erneuern.

Nach einer mitunter konfusen Diskussion entschied sich der Sozialausschuss, das Thema zu vertagen, um auf einer der nächsten Sitzungen fundierter darüber zu sprechen.

Seniorenservicebüro

stellt Arbeit vor

Überdies stellte Leiterin Kirsten Wegner-Drefs die Arbeit des Seniorenservicebüros (SSB) Bruchhausen-Vilsen vor. Das ist seit Kurzem auch Senioren- und Pflegestützpunkt Niedersachsen (SPN). Aufgrund seiner guten Beratungsleistung wurde das SSB als SPN anerkannt. Die Förderung durch das Land kommt somit laut Wegner-Drefs aus einem anderen Topf, die qualitativ hochwertige Arbeit bleibt gleich. „Die Beratung soll auf die Senioren- und Pflegestützpunkte Niedersachsen verdichtet werden“, erläuterte Ordnungsamtsleiter Volker Kammann. Und da sei Bruchhausen-Vilsen bestens aufgestellt.

Der Hintergrund: Es gibt die „normalen“ Servicebüros, die lediglich beraten. Und es gibt andere Servicebüros, die darüber hinaus noch mehr anbieten. Zum Beispiel Gesprächskreise für pflegende Angehörige, Seniorenbegleitung, Wohnraumberatung oder die Vermittlung von Dienstleistungen.

ine

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