Studium in Georgia

Schwarmerin Ann-Cathrin Zabel spielt in den USA im Soccer-Team

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Ann-Cathrin Zabel spielte bis vor Kurzem bei Werder Bremen – jetzt hat sie ein Sportstipendium in Amerika.

Schwarme - Aus Schwarme wird Morrow, Fußball heißt Soccer und aus einer Gymnasiastin wird ein „Player of the week“. Ann-Cathrin Zabel hat ein Sportstipendium an der „Clayton State University“ in den USA und spielt dort im Damen-Soccerteam „Clayton State Lakers“. Und zwar sehr erfolgreich.

Die Schwarmerin spielte zuvor vier Saisons beim SV Werder Bremen. Mit der zweiten Mannschaft gewann sie in der Regionalliga Nord in diesem Jahr die Meisterschaft. Zudem holte Zabel mit Werders U 17 den Meistertitel der B-Juniorinnen Bundesliga Nord/Nordwest und den Deutschen-Vizemeister-Titel der B-Juniorinnen (Saison 2014/15). Dann suchte die Schwarmerin eine neue sportliche Herausforderung. Gesagt, getan. Vor rund zwei Monaten ging es für Ann-Cathrin Zabel nach Morrow im US-Bundesstaat Georgia.

Zuvor hatte sich die 18-Jährige um ein Sportstipendium in Amerika beworben. Dabei unterstützte sie die Agentur „Sport-Scholarships“ aus Münster. Ihr Vater Jörg Zabel war im Internet auf diese gestoßen. „Ann-Cathrin war sofort total begeistert“, erinnert er sich.

Die Agentur vermittelt nach eigenen Angaben seit 1998 Athleten an US-Universitäten. Sie stellt den Kontakt zu Trainern her und berät, welche Universitäten und Mannschaften am besten zu den Sportlern passen. Die Schwarmerin hatte letztlich die Wahl zwischen 40 Colleges. Sie entschied sich für die „Clayton State University“ in Morrow im Großraum Atlanta. Dabei hatten sie auch die persönlichen Gespräche mit ihrem zukünftigen Trainer und den Mitspielerinnen beeinflusst, erinnert sich ihre Mutter Linda Zabel.

Bevor es über den großen Teich ging, machte Ann-Cathrin Zabel ihr Abitur am Gymnasium in Bruchhausen-Vilsen. Seit August studiert sie in Amerika. Ihr Studiengang heißt „Health- and Fitness-Management“. Nebenbei spielt sie in der College-Liga.

„Das ist schon wie meine zweite Familie“

Bei Werder trainierte Ann-Cathrin viermal die Woche, in den USA geht es jetzt täglich auf den Sportplatz. Den Unterricht legt die Studentin um die Trainingszeiten herum. „Das ist eigentlich kein Problem“, sagt sie. „Ich habe genug Zeit, neben dem Sport meine Hausaufgaben zu machen und für Tests zu lernen.“

Die Mannschaft habe Ann-Cathrin super aufgenommen. „Das ist schon wie meine zweite Familie“, sagt die 18-Jährige. Zu ihren Eltern in Schwarme hält sie Kontakt per WhatsApp, Skype oder E-Mail. „Wir sind sehr stolz auf unsere Tochter“, sagen die beiden.

Für ihr Team schoss Ann-Cathrin Zabel bis jetzt neun Tore, sagt sie. Im vergangenen Monat wurde sie dank eines Hattricks, also dem Schießen von drei aufeinanderfolgenden Toren in einem Spiel, und einer Torvorlage „Player of the week“. Für die Mittelfeldspielerin war es in ihrer noch jungen Karriere an der „Clayton State University“ laut Webseite der College-Liga „Peach Belt Conference“, die erfolgreichste Woche. Der Titel wird wöchentlich an eine Spielerin der gesamten Liga verliehen, also aus neun Teams ausgewählt. „Meine Mitspielerinnen meinten, dass den Titel aus unserem Team sehr selten jemand bekommt“, erzählt Ann-Cathrin.

Über die Feiertage zu Hause

Doch damit nicht genug. Von ihrer Universität wurde sie zur „Student-Athletes of the Week“ gekürt. Sie punktete noch einmal in einem Spiel mit einem Hattrick und einer Torvorlage für ihr Team. „Ich habe nicht damit gerechnet, in meinem ersten Jahr schon Auszeichnungen zu erhalten“, sagt Ann-Cathrin.

Das Stipendium der Schwarmerin läuft zunächst ein Jahr lang. Sollte es der 18-Jährigen gefallen, so kann sie vier Jahre an der „Clayton State University“ studieren, bis sie ihren Abschluss hat. „Stand jetzt möchte ich das Studium hier abschließen“, sagt sie.

Nach Hause kommt die 18-Jährige über Weihnachten und Silvester. Sie freut sich darauf, sagt aber auch, „ich bin sehr froh, diesen Weg eingeschlagen zu haben.“

Sowohl Ann-Cathrin als auch ihr Bruder Alexander seien laut Jörg Zabel von klein auf sportbegeistert gewesen. Beide Kinder sind mittlerweile flügge geworden. Doch irgendwie sind Linda und Jörg Zabel ihrer Tochter trotz einer Zeitverschiebung von sechs Stunden und einer Entfernung von rund 7 300 Kilometern ganz nah. Zumindest dann, wenn sie die Spiele online live mitverfolgen.  

vik

www.claytonstatesports.com

www.youtube.com/ClaytonStateLakers

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