Konzert im Kurpark ist härter, schneller und wilder

„Sixtyfive Cadillac“ hält Wort

Heiko Ebeling und Martin Connell erinnerten an die „Blues Brothers“ und brachten viele Gäste zum Tanzen.

Br.-Vilsen - Von Dagmar Voss. Das Wetter ließ zu wünschen übrig, die Stimmung nicht. Der klangvolle Sound der zehnköpfigen Rhythm-‘n’-Blues-Big-Band „Sixtyfive Cadillac“ kam am Mittwochabend während des „Musik im Park“-Konzerts im Kurpark Bruchhausen-Vilsen gut an. Da konnte selbst ein eher kurzer Schauer die Freude an den vorgetragenen alten Songs kaum trüben. Die meisten Zuhörer hatten sich wohlweislich mit Regenschutz eingedeckt, nur die Picknicks auf dem Rasen im Park mussten wegen des Regens abgebrochen werden.

Den Konzertauftakt gestaltete die Band gemeinsam mit einem alten Freund aus Martfeld, Norbert Ohrt. Er hatte früher bei der in Walsrode gegründeten Gruppe mitgewirkt, ist seit 2015 aus gesundheitlichen Gründen aber nur noch bei der „Martfeld Blues Band“ aktiv. Sein „Soulman“ klang am Mittwoch so kräftig wie eh und je.

Was dann folgte, waren altbekannte Stücke aus der Blues- und Jazz-, Funk- und Punk-, Heavy-Metal- und Reggae-Ecke. Viele davon in bisher nicht gehörter Interpretation. Tatsächlich härter, schneller und wilder als gewohnt, wie die Musiker es vor dem Konzert versprochen hatten.

Zum Auftakt des Konzerts im Kurpark spielte die Band „Sixtyfive Cadillac“ gemeinsam mit einem alten Freund aus Martfeld, nämlich Norbert Ohrt (vorne). - Fotos: Dagmar Voss

Dazu lieferten die Sänger Heiko Ebeling und Martin Connell als „MiB“ („Men in Black“) eine lebendige Show auf der Bühne in der Konzertmuschel; frei nach den berühmten „Blues Brothers“, die im gleichen Outfit durch den beliebten Film aus dem Jahr 1980 geistern. Abweichend von der Vorlage steuerte Connell noch einen roten Rauschebart dazu. Die übrigen Bandmitglieder hatten sichtlich Spaß an der Einlage, also Andreas Petalas und Rolf Mäusbacher (Gitarre), Peter Reckenfelderbäumer und Dirk Riedstra (Saxofon), Georg Weisbrodt (Posaune), Jochen Pietsch (Keyboard), Michael Schrant (Schlagzeug) und Walter Kohn (Bass).

Natürlich musste „Sixtyfive Cadillac“ – passend zum Bandnamen – „Brand new Cadillac“ zum Besten geben, neben wunderbaren Songs wie „Come togehter“ oder „Lady Madonna“ von den Beatles, „Ghostbusters“ oder das schön schräge „Minni the Moocher“ aus dem „Blues Brothers“-Film.

Aber es gab auch eine ganz andere Seite der Band zu hören – bei eigenen Stücken oder auch bei stilistisch frei gecoverten wie dem unüberhörbaren „Welcome to hell“ von Venom.

Spätestens nach der Pause hielten sich viele Besucher nicht mehr zurück, sie tanzten mal stürmisch, mal zurückhaltend vor der Konzertmuschel. Der Rest des Publikums vergnügte sich – wie meist bei dieser Veranstaltungsreihe – beim Gespräch mit alten Bekannten bei Bier oder Wein. Zugaben wie „Sweet home Chicago“ erklangen, als es nach rund drei Stunden Konzertprogramm auf halb elf zuging und sich ein Großteil der Gäste schon auf dem Heimweg befand.

Mehr zum Thema:

Manchester-Attentäter soll IS-Kontakt gehabt haben

Manchester-Attentäter soll IS-Kontakt gehabt haben

Manchester nach dem Anschlag: Ein Bild von Trauer und Wehrhaftigkeit

Manchester nach dem Anschlag: Ein Bild von Trauer und Wehrhaftigkeit

Abend der Talente an der Realschule Verden 

Abend der Talente an der Realschule Verden 

In diesen 10 Berufen arbeiten die glücklichsten Menschen

In diesen 10 Berufen arbeiten die glücklichsten Menschen

Meistgelesene Artikel

Sportpark-Feuer: Jugendstrafen mit Bewährung 

Sportpark-Feuer: Jugendstrafen mit Bewährung 

Gunter Gabriel: „Die Vilser vertragen ungehobelte Sprüche“

Gunter Gabriel: „Die Vilser vertragen ungehobelte Sprüche“

Eindrucksvoller Beweis: „Drebber kan dat“

Eindrucksvoller Beweis: „Drebber kan dat“

Kommentare