Frauen ersteigern Männer / Thomas aus Syke ist beim Publikum besonders begehrt

„Er sieht sehr gut aus“

Marie ersteigerte für 70 Euro den Junggesellen Thomas (Mitte). DJ Hendrik Treuse freute sich für die beiden.

Br.-Vilsen - Von Anne Schmidtke. Frauen jeglichen Alters strömten Dienstagmorgen ins Musikladenzelt auf dem Brokser Heiratsmarkt. Sie wollten sich auf gar keinen Fall die Junggesellenversteigerung entgehen lassen. Auf der Bühne pries DJ Hendrik Treuse aus Hamburg sechs junge Männer an. Am begehrtesten war Thomas aus Syke. Der Tanzlehrer-Azubi demonstrierte eindrucksvoll, dass er sich im Rhythmus der Musik gut bewegen kann. Zudem animierte er das Publikum, möglichst viel Geld zu bieten. Letztendlich ging er für 70 Euro an Marie.

„Er sieht sehr gut aus. Und ich bin Single“, beantwortete Marie die Frage, warum sie an der Versteigerung teilgenommen hat. „Ich hoffe, mit ihm auf dem Markt Spaß zu haben. Vielleicht tanzen wir ja auch ein bisschen“, sagte die Sykerin, die Thomas zufrieden anlächelte. Auch er war glücklich. „Ich will Marie jetzt erst einmal kennenlernen“, sagte der 29-Jährige, der genau wie alle anderen Kandidaten froh war, ersteigert worden zu sein.

Bevor es allerdings soweit war, mussten Kevin, Sebastian, Daniel, Dirk, Cedric und Thomas ihre Fähigkeiten in einigen Spielen unter Beweis stellen. Dabei ging es zum Beispiel darum, eine vorgegebene Strecke auf zwei Bierkästen so schnell wie möglich im Zelt zurückzulegen, ohne mit den Füßen den Boden zu berühren. „Während ihr auf einer Kiste steht, müsst ihr die andere vor euch hinstellen, und immer so weiter“, erklärte DJ Hendrik Treuse die Regeln. Die Jungs gaben alles. Thomas siegte schließlich vor dem Werksfeuerwehrmann Sebastian aus Bremen und dem Fachinformatiker Kevin aus Syke.

DJ musste die Frauen teilweise auf die Bühne zerren

Während der Junggesellenversteigerung herrschte bei den Frauen im Publikum ausgelassene Stimmung. - Fotos: Jantje Ehlers

Nicht so gut sah es für Thomas bei einem anderen Wettkampf aus. Die Sechs mussten ein Gummiband über ihre Ohren und unter ihre Nase ziehen. Anschließend mussten sie die Bänder – ohne die Hände zu Hilfe zu nehmen – wieder abziehen. In diesem Fall zeigten Straßenbauer Dirk aus Twistringen, der selbstständig tätige Cedric aus Syke-Gessel, der unter anderem Trecker repariert, und der landwirtschaftliche Helfer Daniel aus Weyhe ihren Einfallsreichtum. Sie rieben ihre Gesichter an den Schultern eines anderen – und schon war die Aufgabe erledigt, denn die Gummibänder rutschten über die Gesichter um die Hälse.

Danach suchte DJ Hendrik Treuse Frauen, die die Männer für Geld haben wollten. „Es war ein bisschen schwer, das Publikum in Gang zu bekommen“, sagte der Entertainer, der seit etwa 20 Jahren bei der Junggesellenversteigerung dabei ist, nach der Veranstaltung. Er musste die Frauen teilweise auf die Bühne zerren. „Wer die Hand hochnimmt, bietet mit“, sagte er und nahm keine Rücksicht auf Freundinnen, die sich lediglich zuwinkten oder Mädchen, deren Hände von anderen in die Höhe gehalten wurden. Schließlich ging Cedric für fünf Euro an Nicole, Kevin für zehn Euro an Marina und Dirk für 25 Euro an Jule. „Daniel hat eine nette Ausstrahlung“, sagte Melanie, die 20 Euro für ihn auf den Tisch legte. Sie habe zwar einen Freund, aber der habe sicher nichts dagegen, wenn sie sich amüsiere. So sah das auch Sina, die 60 Euro für Sebastian bezahlte. „Mein Freund weiß, dass das Spaß ist“, sagte die Bassumerin.

Junggesellenversteigerung auf dem Brokser Markt

Nach der Versteigerung bekamen die Pärchen von Bernhard Helmke, Inhaber des Musikladenzelts, Aufgaben in die Hand gedrückt, die sie innerhalb einer gewissen Zeit erledigen mussten. So galt es, an einer Spaßtrauung teilzunehmen, herauszufinden, wie der Brokser Markt ursprünglich hieß und zu schätzen, wie hoch das Fahrgeschäft „Around the world“ ist. Es gab Geldpreise zu gewinnen.

Party am Dienstag auf dem Brokser Heiratsmarkt

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