Der Retter der Freibad-Saison

Julian Geusens ist der neue Schwimmmeister in der Samtgemeinde Bruchhausen-Vilsen

Sie freuen sich über den Zuwachs: (von links) Nils Igwerks (zuständig für die Bereiche Sport und Bäder in der Samtgemeinde), Samtgemeindebürgermeister Bernd Bormann und Schwimmmeister Johann Esdorn (rechts) begrüßen Julian Geusens in ihrer Mitte.
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Sie freuen sich über den Zuwachs: (von links) Nils Igwerks (zuständig für die Bereiche Sport und Bäder in der Samtgemeinde), Samtgemeindebürgermeister Bernd Bormann und Schwimmmeister Johann Esdorn (rechts) begrüßen Julian Geusens in ihrer Mitte.

Samtgemeinde – Julian Geusens rettet in seinem Job nicht nur Menschenleben. In diesem Jahr gilt der 20-Jährige auch als Retter der Freibad-Saison in der Samtgemeinde Bruchhausen-Vilsen.

Julian Geusens rettet in seinem Job als Schwimmmeister nicht nur Menschenleben. In diesem Jahr gilt der 20-Jährige aus Morsum eben auch als Retter der Freibad-Saison in der Samtgemeinde Bruchhausen-Vilsen, womit er neben Samtgemeindebürgermeister Bernd Bormann wohl auch allen anderen Wasserratten und Sonnenanbetern eine riesige Freude gemacht hat.

Denn ohne Julian Geusens wäre es gar nicht erst möglich gewesen, 2021 beide Freibäder – sowohl das in Schwarme als auch das Wiehe-Bad in Bruchhausen-Vilsen – unter Corona-Bedingungen öffnen zu können. „Er ist das Puzzleteil, welches uns noch fehlte“, meint Verwaltungschef Bormann voller Freude und nimmt Geusens Begrüßung zum Anlass, sich noch einmal von ganzem Herzen beim gesamten Bäder-Team für dessen Arbeit zu bedanken.

Im vergangenen Jahr konnte das Schwarmer Freibad gar nicht erst öffnen. Der Grund: zu wenig Personal. „Zu viert ist das einfach nicht möglich gewesen“, verdeutlicht Bormann das Problem. „Es müssen ja auch Pausen eingehalten werden. Hätten wir für diese Saison wieder niemanden gefunden, hätten wir alternativ die Öffnungszeiten erheblich einkürzen müssen.“ Doch dann flatterte schließlich Julian Geusens Bewerbung ins Haus, was die Aussichten auf eine halbwegs normale Freibad-Saison erheblich verbesserte.

Seit dem 7. Juli unterstützt der junge Schwimmmeister nun seine Kollegen in Schwarme, auch das Wiehe-Bad hat er nach eigenen Angaben schon unter die Lupe genommen. „Ich wollte nach meiner Ausbildung im Verwell in Verden ein anderes Bad kennenlernen und habe mich bei der Samtgemeinde beworben“, schildert Julian Geusens seine Beweggründe. Die Bäder hier seien vergleichsweise kleiner als das Verdener Erlebnisbad, doch das sei genau das, was er gewollt habe. „Hier ist es sehr familiär“, hebt der 20-Jährige die Vorzüge hervor. „Auf dem Dorf kennt man die Leute irgendwann, plaudert dann auch mal. Das ist total schön“, fügt er mit einem charmanten Grinsen hinzu.

Er scheint sich bereits eingelebt zu haben, versteht sich mit den anderen Team-Mitgliedern bestens. Sein Kollege Johann Esdorn überschlägt sich zumindest fast vor Lob: „Wir sind sehr zufrieden mit seiner Arbeit, waren aber schließlich auch auf das Beste vorbereitet. Julian hat bereits nach ein paar Tagen das Ruder allein in die Hand nehmen können. Eine lange Einarbeitungszeit war nicht nötig.“

Aktuell kümmert sich der 20-Jährige hauptsächlich um die Aufsicht der Schwimmer, von denen auch bei Regen einige ins Schwarmer Freibad strömen, um im beheizten Becken ihre Bahnen zu ziehen. Die neue Technik müsse natürlich auch regelmäßig kontrolliert werden. Genauso wie die Wasserwerte. Reinigungsarbeiten gehören ebenfalls zum Job von Julian Geusens. Gerade in Corona-Zeiten würden diese eine noch größere Bedeutung haben.

Auch wenn aufgrund der Wetterverhältnisse derzeit nur eine Handvoll Gäste in das Bad kommen, ist der Morsumer wie seine Teamkollegen stets in Habachtstellung. Startklar, falls etwas passieren sollte. Vorbereitet auf den Ernstfall ist Julian Geusens auf jeden Fall. Denn bereits in seiner Ausbildung hat er einem Jungen aus dem Wasser ziehen und ihn wiederbeleben müssen. Mit Erfolg. Ihm gehe es gut, bestätigt der Schwimmmeister.

Wenn im September die Freibad-Saison ihr Ende findet, bedeutet das allerdings nicht, dass mit ihr auch der neue Schwimmmeister wieder von dannen zieht. Stattdessen wechselt er mit seinen Kollegen in den Hallenbetrieb in Martfeld. Da durch die Pandemie zahlreiche Kinder keine Möglichkeit hatten, Schwimmen zu lernen, sind die Kurse voll. Umso besser, dass nun noch ein weiterer Experte das Team vervollständigt und die Jungen und Mädchen anleiten kann. Der 20-Jährige sagt, er habe selbst mit fünf Jahren Schwimmen gelernt, und möchte dies nun auch anderen Kindern ermöglichen.

Aber was macht der Retter der Freibad-Saison 2021 eigentlich, wenn er nicht gerade in den Freibädern der Samtgemeinde arbeitet, oder Bernd Bormanns Dankesrede lauscht? „Dann hält mich definitiv mein Hund auf Trab“, sagt Julian Geusens über seinen geliebten Vierbeiner. Und der schwimmt im Übrigen genauso gern wie sein Herrchen – allerdings lieber in einem See, anstatt im gechlorten Wasser der Freibäder.

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