Schwarmer verabschieden Lektor Johann Plümer in den Ruhestand

156 Jahre im Dienst der Kirche

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Die Kirchengemeinde Schwarme verabschiedet morgen um 10 Uhr im Gottesdienst ihren langjährigen Lektor Johann Plümer in den wohlverdienten Ruhestand.

Schwarme - Von Dagmar Voss. Viele Jahre hat Johann Plümer seine Energie in den Dienst der Kirche gestellt. Er war Lektor in 26 Gemeinden des Kirchenkreises Hoya-Syke, war und ist Posaunist im Posaunenchor Schwarme, er hielt und hält Andachten, er war im Vorstand von Kirchengemeinde und Kirchenkreis, um nur ein paar seiner Tätigkeiten aufzuzählen. Nun wird er eine seiner ehrenamtlichen Aufgaben nach 30 Jahren an andere übergeben. Morgen um 10 Uhr verabschiedet die Kirchengemeinde Schwarme während eines Gottesdienstes ihren langjährigen Lektor in den Ruhestand.

Der heute 84-Jährige war zwölf Jahre im Kirchenkreistag, 44 Jahre Kirchenvorsteher, 70 Jahre im Posaunenchor und 30 Jahre Lektor – das hat Pastorin Meike Müller zusammengezählt und ist auf 156 Jahre gekommen. Eine weitere beeindruckende Zahl ist die seiner gehaltenen Gottesdienste in diesen 30 Lektor-jahren: 320 Stück.

„Eigentlich hat das alles vor dem Lektor angefangen“, erinnert sich der agile Mann. „1946 kurz nach der Konfirmation griff ich zur Posaune und spielte im Posaunenchor mit.“ Erst 1985 kam das Lektorenamt, das er stets mit großer Freude ausgeübt habe, berichtet der gebürtige Schwarmer. „Es war nie eine Last, sondern immer eine große Bereicherung für mein Leben“, sagt er mit einem überzeugenden Lächeln.

Bekannt geworden sind seine vielen plattdeutschen Gottesdienste, die immer eine besondere Anziehungskraft hatten; zum Beispiel die in der Reihe „Harpstedter Kanzel“ sowie Andachten in Altenheimen. Dass er nun vom Lektorenamt Abschied nehmen muss, hängt mit dem Lektorengesetz der Landeskirche zusammen. Da ist seit neuestem eine Altersgrenze von 80 Jahren festgeschrieben.

„Es bleibt eine Menge in der Zukunft zu tun. Sterbebegleitung, Andachten in Einrichtungen und bei anderen Anlässen, wie goldenen Hochzeiten oder Geburtstagen – das werde ich auch weiterhin machen, zum Beispiel in vier Bruchhausen-Vilser Altenheimen und in Achim“, sagt der gelernte Kaufmannsgehilfe und strahlt vor lauter Freude, dass er auf alle Fälle seine religiöse Arbeit weitermachen kann.

Die Leester Kirchengemeinde hat ihn schon in den Ruhestand verabschiedet. Als kleines Präsent erhielt er das Buch „Das Alphabet der Zuversicht“, das er sicher selbst buchstabieren kann. Von A wie Auferstehung bis Z wie Zukunft – oder auch von Arbeit bis Zugposaune. Die Widmung von Pastor Holger Tietz beginnt mit den Worten „Dem ‚glaubwürdigen' Bruder ...“ – was mit Sicherheit den Nagel auf den Kopf trifft, denn seinen Glauben und seine Glaubwürdigkeit hat Plümer in den „156 Jahren“ unter Beweis gestellt. Das Evangelium habe ihm Kraft gegeben, versichert er, und das würde auch nach Ende des Lektorendienstes so bleiben.

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