Verkehr „An der Herrlichkeit“

Rat diskutiert über Temposünder: Und täglich grüßt der Raser

Schwarme - Von Karin Neukirchen-Stratmann. Die US-amerikanische Komödie „Und täglich grüßt das Murmeltier“ kam am Dienstagabend sicher einigen Ratsmitgliedern in Schwarme in den Sinn, denn einmal mehr wurde während einer Sitzung in Robberts Huus über die Situation „An der Herrlichkeit“ diskutiert. Anwohner beschweren sich regelmäßig über den starken Verkehr, denn viele Verkehrsteilnehmer nutzen die Straße als Abkürzung zwischen der Landesstraße 331 und der Kreisstraße 144. Ihre Geschwindigkeit sei in vielen Fällen zu hoch.

„Eine durchgeführte Verkehrsaufzeichnung mittels Smiley kommt zu dem Ergebnis, dass die Straße in der Tat stark frequentiert und dass oft zu schnell gefahren wird“, sagte Bürgermeister Johann-Dieter Oldenburg (SPD). „Die Überschreitung der Höchstgeschwindigkeit von 30 km/h liegt deutlich über 50 Prozent der gemessenen Fahrzeuge. Das ist leider auch an vielen Straßen mit ähnlich geringer Bebauung und Verkehrsbedeutung festzustellen.“

Die Verwaltung hatte den Vorschlag erarbeitet, weiterhin mit einem mobilen Smiley-Messgerät den Verkehr „An der Herrlichkeit“ zu beobachten. „Wir diskutieren dieses Verkehrsproblem in jeder zweiten Ratssitzung, und wir werden es nicht lösen können“, erklärte Georg Pilz (SPD). Er plädierte für den Verwaltungsvorschlag.

„Wir haben das jetzt sechs oder sieben Mal diskutiert, zuzüglich einer Ortsbegehung. Der Verwaltungsvorschlag reicht uns nicht“, sagte Hermann Schröder von der Unabhängigen Wählergemeinschaft (UWG). Er schlug fest installierte Smileys vor, wie sie an den Ortseingängen von Schwarme seit einiger Zeit stehen. Klaus Meyer-Hochheim (CDU) fände es besser, „wenn der Landkreis mal öfter blitzen würde“. Er will keine neuen Smileys aufstellen. Der UWG-Antrag auf fest installierte Smileys wurde mit sechs Ja- und sechs Nein-Stimmen abgelehnt. Dem Verwaltungsvorschlag für gelegentliche Messungen mit einem portablen Smiley folgten fünf Ratsmitglieder bei drei Gegenstimmen und vier Enthaltungen.

Baugebiet-Erweiterung ebenfalls Thema

Zur Kenntnis nahm der Rat die Pläne für die Erweiterung des Baugebiets „Lindemanns Kamp“. Bauamtsleiter Torsten Beneke stellte den Entwurf des Bebauungsplans (B-Plans) für „Lindemanns Kamp II“ vor. „Wir haben uns bei der Planung am bestehenden Baugebiet orientiert. Wesentliche Änderungen gibt es nicht“, erklärte Beneke. Die Vermarktung und die Erschließung liegen in den Händen der Kreissparkasse.

Die bestehende Wegeführung in „Lindemanns Kamp“ wird weitergeführt, eine neue Querstraße und ein Wendehammer an einem Ende sind geplant. Es wird laut Beneke zwei Regenrückhaltebecken geben für die Oberflächenentwässerung der öffentlichen Flächen. Nur in einem Teilbereich werde eine zweigeschossige Bauweise erlaubt, sagte der Bauamtsleiter.

Hermann Schröder erkundigte sich nach der Möglichkeit, auch kleinere Wohneinheiten zu schaffen. „Das kann vor allem bei den zweigeschossigen Bauten durchaus möglich sein“, erklärte Beneke. Rund 40 Bauplätze sollen entstehen, jetzt geht es in die Detailplanung. Mit einem Satzungsbeschluss des B-Plans rechnet die Verwaltung im Oktober.

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