Gemeinderat beschließt Förderprogramm, Leitfaden und Zuschüsse

Schwarme gibt die Feder ab

Schwarme - Von Vivan Krause. Der Schwarmer Rat beschloss in seiner Sitzung am Dienstagabend, dass Martfeld die federführende Kommune ist – bezogen auf den Förderantrag „Kleinere Städte und Gemeinden“. Der Grund: Die Gemeinde Martfeld ist sowohl flächen- als auch einwohnermäßig die größere Kommune. Und den Part kann nur eine der beiden Gemeinden übernehmen.

Zum Thema Förderprogramm „Kleinere Städte und Gemeinden“ trafen sich die Gemeinden schon einige Male, wie Bürgermeister Johann-Dieter Oldenburg (SPD) betonte. Zunächst im März. Klar war, „wir können dieses Programm nur mit zwei Gemeinden machen“, sagte Oldenburg. Alleine wären beide zu klein.

Im Mai dann der Beschluss in der Ratssitzung: Den gemeinsamen Förderantrag soll die Firma Sweco aus Bremen erarbeiten. Die Kosten liegen bei 5355 Euro. Schwarme und Martfeld übernehmen davon jeweils die Hälfte.

Sollten die Gemeinden in das Förderprogramm „Kleinere Städte und Gemeinden“ aufgenommen werden, wird ein Integriertes Entwicklungskonzept (IEK) erstellt. Dieses würde zwischen 50 000 und 60.000 Euro kosten. Diese Arbeit würde dann ausgeschrieben werden.

Die Erstellung des Konzepts muss unter der Beteiligung der Bürger erfolgen. Durch das Programm „Kleinere Städte und Gemeinden“ würden zwei Drittel der Kosten gefördert werden. Die übrigen, nicht geförderten Kosten für die Finanzierung des Konzepts übernehmen die beiden Gemeinden – so hat es sowohl die Gemeinde Martfeld bei der jüngsten Ratssitzung (wir berichteten) als auch am Dienstag die Gemeinde Schwarme beschlossen. „Wir müssen erstmal aufgenommen werden, das ist das Wichtigste“, sagte Oldenburg.

Das Ziel des Städtebauförderungsprogramms „Kleinere Städte und Gemeinden“ ist es, Maßnahmen zum Erhalt und zur Entwicklung der ländlichen Infrastruktur, insbesondere zur Stärkung dünn besiedelter Regionen zu unterstützen – dazu zählt auch das geplante Integrierte Entwicklungskonzept.

Besuch für die Gemeinde

Vor der Aufnahme in dieses Förderprogramm bekommt die Gemeinde Besuch – und das, obwohl erst kürzlich eine Bewertungskommission für den Wettbewerb „Unser Dorf hat Zukunft“ Schwarme genauestens unter die Lupe genommen hat (wir berichteten). Die Kommission wird die Gemeinde im September besuchen. „Dann sehen wir weiter“, sagte Oldenburg.

„Wir haben beim Wettbewerb ,Unser Dorf hat Zukunft‘ nicht ganz schlecht abgeschnitten“, sagte Hermann Schröder (UWG) und stapelt damit tief. Die Gemeinde belegte den dritten von neun Plätzen. Dafür hatten sich die Schwarmer auch mächtig ins Zeug gelegt – neben Stellwänden mit allerhand Informationen zum Leben in der Gemeinde gab es einen schwarmer-orientalischen Imbiss der Kochfrauen und einen besonderen Abschied des Kommissions-Busses samt Oldtimer von Richard Orlamünde. „Der sollte den Bus der Kommission eigentlich nach Schwarme rein begleiten, hatte dann aber eine Panne“, erklärte Oldenburg.

Rat beschließt Leitbild für Schwarme

Außerdem beschloss der Rat das „Leitbild für die Gemeinde Schwarme“ inklusive einer Änderung des vorliegenden Entwurfs: auch Verden soll darin erwähnt werden. Erwähnt in Bezug auf die gute, geografische Lage sind zudem Achim, Hoya, Syke und Bremen. Das seien Städte, die in rund 20 bis 30 Minuten von Schwarme erreicht werden können. Erarbeitet wurde das Leitbild während der Workshops zum Wettbewerb „Unser Dorf hat Zukunft“.

Artus Elias Meyer-Toms (UWG) stellte das Wort „Schuldenfreiheit“ im Leitbild infrage. „Schwarme war in den letzten Jahren schuldenfrei“, entgegnete Hermann Schröder. Und Frank Tecklenborg (SPD) fügte an: „Das Leitbild ist ja ein Idealbild, eine Absichtserklärung.“ Es solle sowohl auf der Homepage www.schwarme.de als auch in einem geplanten Flyer auftauchen.

Außerdem beschloss der Rat drei Zuschussanträge aus dem „Generationentopf“ der Gemeinde Schwarme. Jeweils 300 Euro gehen an den MSC, die Ortsfeuerwehr und den Reit- und Rennverein. Übrig bleiben somit laut Oldenburg noch 200 Euro.

Raum nahm auch das Thema „freies Wlan“ ein. Gemeindedirektor Bernd Bormann hatte einige Zahlen mitgebracht: „Pro Router beziehungsweise Access-Point entstehen Kosten von 3000 Euro pro Jahr. Die Installation pro Gebäude kostet rund 500 Euro.“ Die Meinung dazu im Schwarmer Rat: ganz schön teuer. Nun müsse zunächst darüber entschieden werden, wo freies Wlan wirklich Sinn macht. Dies solle in den Fraktionen oder einer Arbeitsgruppe geklärt werden.

Rubriklistenbild: © picture-alliance/ dpa

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