Schulkonzert des Gymnasiums lockt gut 600 Besucher an / Abwechslungsreiches Programm

Applaus, Applaus, Applaus

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Auch die Bläserensembles der Schule traten beim Konzert auf.

Br.-Vilsen - Von Max Brinkmann. Den ersten Applaus gab es schon, bevor überhaupt das erste Instrument erklang. Es waren die Worte von Susanne Michalek, die die Anwesenden – vor allem die Eltern – klatschen ließen: „Wir haben auf der Musikfreizeit das erste Mal ein Handyverbot für die Fünft- und Sechstklässler ausgesprochen“, erzählte die Lehrerin in ihrer Eröffnungsrede. „Dadurch beschäftigten sich die Schüler noch intensiver mit der Musik und übten auch in den Pausen weiter für das Schulkonzert.“

Die Mühe und der Verzicht aufs Handy haben sich gelohnt: Das Konzert des Gymnasiums Bruchhausen-Vilsen am Mittwochabend wurde ein voller Erfolg, die Auftritte der Schüler in der Mensahalle waren qualitativ hochwertig und kurzweilig.

Allen voran überraschte die Fünftklässlerin Lilith Malter die gut 600 Zuhörer. Das kleine Mädchen sang mit sehr viel Gefühl in der Stimme und berührte so das Publikum. Nur von einem Piano begleitet, gab Lilith das französische Lied „Je vole“ von Louane zum Besten. Obwohl Französisch am Gymnasium erst ab der sechsten Klasse unterrichtet wird, klang Lilith, als würde sie seit Jahren in keiner anderen Sprache sprechen beziehungsweise singen.

Das Konzert erwies sich als äußerst abwechslungsreich. Direkt nach Lilith betraten die „Dancing Queens“ des fünften bis achten Jahrgangs die Bühne und führten ihre Choreografien zu bekannten Pop-Hits auf. Das war der einzige Auftritt, der etwas aus der Reihe tanzte – im wahrsten Sinne des Worts. Ansonsten gab es meist noch mehr zu hören als zu sehen.

Bereits zu Beginn hatte Michalek angekündigt: „Es werden nicht nur aktuelle Lieder gespielt, sondern auch klassische.“ Exemplarisch dafür war das, was der Musik-Leistungskurs des elften Jahrgangs vorbereitet hatte. Die Mitglieder starteten mit einer Komposition von Ludwig van Beethoven. Mit der Zeit setzten immer mehr Instrumente ein, das Lied klang immer moderner, bis schließlich ein Song von Billy Joel ertönte.

Ein weiteres Highlight waren die Auftritte der Schülerband Vortex. Beeindruckend, wie ein Chor der Lehrkräfte – bestehend aus Annika Hübscher, Susanne Michalek, Gerrit Fröh, Nicola Stange und Axel Witt – Vortex-Sängerin Cassandra Mysegades teilweise unterstützte.

Drei Stunden dauerte das Schulkonzert, wobei die Pause mit 30 Minuten etwas zu lang angesetzt war. Zusammen mit den etwas langwierigen Umbaupausen zwischen den einzelnen Programmpunkten ist das aber der einzige Kritikpunkt, der sich am Mittwochabend finden ließ. Musikalisch war für jeden Geschmack etwas dabei, und die Gymnasiasten machten ihre Sache super.

Cassandra Mysegades bewies, dass sie nicht nur mit Vortex die Bühne rocken, sondern auch ruhiger kann: Sie sang das Lied „Strong“ von London Grammer und begleitete sich dabei selbst mit der Gitarre.

Etwas später wurde es wieder flotter, als ein gut 30 Schüler zählender Chor unter der Leitung von Annika Hübscher die Zeilen „Yeah, I'm just a teenage dirtbag baby / Listen to Iron Maiden baby with me“ von der Band Wheatus vortrug.

Kurz vorm Finale wurde es ähnlich ruhig und andächtig wie in einem Gottesdienst, als der Seniorenchor (gebildet von Lehrern sowie Zehnt- bis Zwölftklässlern) um Leiterin Susanne Michalek „Der Mond ist aufgegangen“ sang.

Mit dem 80er-Jahre-Hit „Skandal im Sperrbezirk“ von der Spider Murphy Gang steigerte Vortex die Stimmung noch einmal, bevor zum Abschluss alle circa 100 mitwirkenden Schüler auf die Bühne kamen. Sie sangen gemeinsam „I‘ll Be There For You“ von The Rembrandts.

Das Konzert endete, wie es begonnen hatte: mit lautem Beifall. Die Zuhörer hatten Michaleks anfänglichen Rat befolgt und die Musik einfach nur genossen.

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