Gymnasiasten sind von „SchulBrücke“ in Weimar begeistert

Schüler diskutieren über Humanität

Hatten in Weimar viel Spaß: (von links) Isaboh Erdmann, Leona Magers, Jalain Scharbert, Madita Malter, Deveny Beneke, Lennard Schmidt, Henrik Reh, Insa Büscher und Thore Freitag. - Foto: max

Br.-Vilsen - Von Max Brinkmann. Neun Schüler des Gymnasiums Bruchhausen-Vilsen besuchten vor Kurzem die „SchulBrücke“ in Weimar und waren hellauf begeistert. Die „SchulBrücke“ ist ein Jugendprojekt der deutschen Nationalstiftung.

Jedes Jahr treffen sich Mädchen und Jungen aus ganz Deutschland und zum Teil aus anderen Ländern, um gemeinsam ein Thema zu erarbeiten. 2016 ging es um Humanität.

Lehrerin Insa Büscher (Fächer Deutsch, Geschichte und Darstellendes Spiel), die als Begleitung nach Weimar (Thüringen) mitkam, suchte im Vorfeld Schüler, die zum Projekt passten. „Sie sollten offen gegenüber anderen sein, denn es sollte ein Austausch untereinander stattfinden. Außerdem sollten die Schüler Interesse am Thema zeigen“, berichtet sie. Die jetzigen Zwölftklässler (zur Zeit des Projekts noch Elftklässler) nahmen alle freiwillig an dem Projekt teil.

Die Schüler waren eine Woche in Weimar und machten viele Ausflüge, beispielsweise in das ehemalige Konzentrationslager Buchenwald. Vormittags gab es oft Workshops oder Vorlesungen. Die Jugendlichen sollten dann verschiedene Texte erarbeiten und anschließend die Ergebnisse vorstellen.

Was den Schülern aus Bruchhausen-Vilsen auffiel, war, dass das Arbeiten ganz anders ablief als in der Schule. „Es war alles viel freier und man hat sich auf eine andere Art und Weise mit den Themen auseinandergesetzt“, erzählen sie. „Es hat sich gar nicht angefühlt wie Arbeit“. Sie definierten mit den anderen Teilnehmern den Begriff Humanität, diskutierten, was alles dazugehört und lasen viele Texte von deutschen Literaten wie Goethe, Schiller oder Kant.

Bei den Arbeitsweisen ging es um Vielfältigkeit: „Es war egal, wie die Schüler den Text bearbeiten. Die Hauptsache war, dass am Ende ein Ergebnis steht“, erzählt Büscher. Da den Schülern bei der Ausarbeitung der Aufgaben oftmals keine Grenzen gesetzt waren, zeigten einige zum Beispiel auch kleine Sketche.

Für die Jugendlichen war der Kontakt zu fremden Menschen besonders: Bei der „SchulBrücke“ wird darauf geachtet, dass Schüler aus verschiedenen Schulen auf ein Zimmer kommen, um den Kontakt untereinander zu stärken. „So sind viele Freundschaften entstanden. Wir hatten trotz der Arbeit viel Spaß“, freuen sich die Bruchhausen-Vilser. Insgesamt nahmen 50 Schüler aus Niedersachsen, Berlin, Thüringen und Südtirol (Italien) an der Projektwoche teil. Ein Highlight war zum Beispiel das internationale Büfett: Alle Mädchen und Jungen brachten Lebensmittel von zu Hause mit. So steuerte die Gruppe um Insa Büscher beispielsweise Getränke der Firma Vilsa dem Essen bei.

„Auch wenn das Projekt die Schüler teilweise sehr gefordert hat, waren sie sehr motiviert und haben einen guten Eindruck hinterlassen“, lobt Büscher ihre Schützlinge.

Das Gymnasium Bruchhausen-Vilsen nahm zum fünften Mal an der „SchulBrücke“ teil. Die Gymnasiasten sind sich einig: „Unsere Erwartungen wurden übertroffen“. Sie raten jedem Schüler, an der „SchulBrücke“ teilzunehmen, wenn sich die Gelegenheit bietet.

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