Schwarmer beklagen sich über Raser

Schneller als die Polizei erlaubt

Schwarme - Schneller als die Polizei erlaubt fahren einige Fahrzeugführer auf der Straße „Waldblick“ in Schwarme. Das ergab die Auswertung des Geschwindigkeitsmessgeräts „Smiley“, das die Gemeinde dort platziert hatte.

„Wir haben den ,Smiley‘ erst ziemlich weit Richtung Ende in die Kurve gestellt und dann etwas vorgezogen“, sagte Bürgermeister Johann-Dieter Oldenburg (SPD) während der jüngsten Gemeinderatssitzung. An sieben Tagen habe das Gerät 585 Fahrzeuge gezählt, die im Durchschnitt mit 23 Stundenkilometern in Richtung „Berliner Straße“ gefahren seien. „Drei waren sogar mit 70 unterwegs“, sagte Oldenburg. Erlaubt seien auf der Straße sieben Kilometer pro Stunde.

„Wir sollten über eine Aufpflasterung nachdenken, damit diese Raserei aufhört“, befand der Sozialdemokrat. Über diesen Vorschlag wollen die Politiker bei den nächsten Haushaltsberatungen sprechen.

Oldenburg ergänzte, dass die Gemeinde in Zukunft alle Straßen in Neubaugebieten so gestalten müsse, dass es nicht möglich sei, dort zu schnell zu fahren.

In der Einwohnerfragestunde wies eine Bürgerin darauf hin, dass eine Überquerung der „Hoyaer Straße“ im Bereich „Waldblick“/„Lindemanns Kamp“ zu Fuß „nur schwer möglich“ ist. Wegen der nahegelegenen Neubaugebiete seien dort viele Kinder unterwegs. Für sie sei die Situation angesichts der Raserei mancher Autofahrer „gemeingefährlich“. Die Schwarmerin sah an dieser Stelle dringenden Handlungsbedarf.

Dort einen Zebrastreifen anzubringen, würde aus Oldenburgs Sicht eine falsche Sicherheit vorgaukeln: „Viele Fahrer würden einfach nicht anhalten.“ Sinnvoll wären seiner Meinung nach nur eine Ampel oder eine Querungshilfe mit einer Verkehrsinsel, „sodass Fußgänger in der Mitte der Straße eine Pause machen können“.

Querungshilfe für „Hoyaer Straße“?

Da die „Hoyaer Straße“ eine Landesstraße ist, riet Gemeindedirektor Bernd Bormann, beim Land eine Ampel oder eine Querungshilfe zu beantragen. Allerdings sollte der Rat damit bis zum Frühjahr warten: „Die Straßenbauverwaltung entscheidet aufgrund der Zahlen einer Verkehrszählung, erfasst werden Fußgänger und Fahrzeuge. In der kalten Zeit sind zu wenig Menschen dort unterwegs, das wäre kontraproduktiv.“ Falls das Land den Antrag ablehnt, könne die Gemeinde immer noch entscheiden, ob sie selbst aktiv werden will. „Dann müssen wir schauen, wie unser Haushalt aussieht“, sagte Oldenburg.

Er kritisierte ferner, dass „bei Radarkontrollen immer gleich ein Facebook-Aufruf gestartet wird, um andere vorzuwarnen“. Für Oldenburg, Polizist im Ruhestand, steht fest: „Raserei kann nur über den Geldbeutel gestoppt werden.“ 

 mah

Rubriklistenbild: © dpa

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