Schmitz: „Die Finanzierung sieht charmant aus“ / EU-Gelder werden beantragt

Tourismusausschuss gibt Startschuss zum Turmbau

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Mediengruppe Kreiszeitung

Br.-Vilsen - Von Regine Suling. Ein Turm für Bruchhausen-Vilsen: Diesen Plänen hat der Tourismusausschuss der Samtgemeinde in seiner Sitzung am Mittwoch neuen Auftrieb gegeben. Die Politiker beauftragten die Verwaltung nahezu einmütig damit, die Trägerschaft für das Projekt zu übernehmen, die Planungsaufträge zu vergeben und dafür außerplanmäßig 9800 Euro zur Verfügung zu stellen. Zudem sollen Verhandlungen über den Erwerb des Grundstücks aufgenommen werden. Dr. Wolfgang Griese enthielt sich, Werner Pankalla (beide CDU) stimmte dagegen.

Bernd Schneider, Vorsitzender des Turmbauvereins, hatte zuvor das Projekt und den Entwurf „The Organic“ nochmals vorgestellt. Als Kosten würden aktuell 360000 Euro veranschlagt. 50 Prozent davon können über EU-Mittel gedeckt werden, die anderen 50 Prozent sollen zu gleichen Teilen über Zuschüsse der Samtgemeinde, des Fleckens, andere Quellen wie beispielsweise Stiftungen und den Turmbauverein selbst gewonnen werden. „Wir wollen Stufen, Podeste und die oberste Plattform an Sponsoren verkaufen“, nannte Schneider nur ein Beispiel dafür, wie der Verein seinen Anteil an den Kosten stemmen wolle.

Die Zeit drängt: Denn der ausgewählte Standort liegt im Flurbereinigungsgebiet Homfeld/Wöpse — und damit ist eine Förderung über das Programm Kultur und Erholung (K&E) möglich. Nehme man diese in Anspruch, müsse das Projekt allerdings im September 2015 beantragt und komplett bis Ende 2016 abgerechnet werden, gab Christa Gluschak aus der Verwaltung zu bedenken.

„Die Finanzierung sieht charmant aus“, befand Peter Schmitz (SPD), der das Projekt begrüßt: „Das hat schon für kräftig Aufmerksamkeit in der Region gesorgt.“ Der Fleckenbürgermeister sah einzig in den Abschreibungen Probleme. Das sei jedoch angesichts des Abschreibungszeitraums von etwa 25 Jahren nicht die „ganz große Hürde“, entgegnete Samtgemeindebürgermeister Bernd Bormann.

Hermann Schröder (UWG) befand: „Die Mitgliedsgemeinden erwarten, dass sie auch vom Tourismus profitieren.“ Daher regte er an, den Turm über eine Fahrradroute mit dem Erbhof in Thedinghausen zu verbinden. „Wir müssen eine stärkere Vernetzung hinbekommen“, unterstützte Ulf Schmidt (Grüne) diese Idee. „Ich finde es unheimlich toll, was der Turmbauverein geleistet hat. Es wäre schade, wenn wir diese Vorarbeiten nicht nutzen würden.“

Etwas Wasser in den Wein goss Wolfgang Griese. Er sah die Gefahr, „dass wir uns jetzt für etwas entscheiden, wo wir vielleicht nicht mehr zurückkönnen.“ Generell begrüße er den Turmbauplan, wollte aber wissen, was passiere, wenn die geplanten Geldmittel nicht zur Verfügung gestellt würden. „Wir wollen nicht die Katze im Sack kaufen“, sagte Griese. „Die Möglichkeit, da wieder rauszukommen, gibt es immer“, erklärte Bernd Bormann. Dennoch bedürfe es jetzt eines Startschusses, um die konkreten Kosten zu ermitteln und alles Notwendige in die Wege zu leiten: „Ansonsten stochern wir im Nebel.“

Einig waren sich alle Ausschussmitglieder darin, dass die Samtgemeinde zwar als Träger für das Bauprojekt fungiere, dann aber die Unterhaltung später dem Turmbauverein übertrage. „Der Verein wird seinen Verpflichtungen als Betreiber nachkommen“, sagte Bernd Schneider.

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