Breitbandausbau Thema im Schwarmer Rat

Schluss mit „weißen Flecken“

Schwarme - Von Mareike Hahn. Ein weiterer Schritt in Richtung Breitbandausbau in Schwarme ist getan: Der Gemeinderat hat sich am Dienstagabend einstimmig dafür ausgesprochen, dass der Landkreis Diepholz in seinem Gebiet ein passives NGA-Breitbandnetz als FTTB-Betreibermodell ausbaut und an einen privaten Betreiber verpachtet. Die Einwohner aus den „weißen Flecken“, deren Leitung bisher weniger als 30 Megabit pro Sekunde an Daten liefert, dürfen sich also auf schnelles Internet freuen.

Vor einem Jahr hatten die Mitgliedsgemeinden die Samtgemeinde Bruchhausen-Vilsen beauftragt, sich um den Breitbandausbau zu kümmern. Seitdem gab es viele Überlegungen und Gespräche. Das Ergebnis: „Der Landkreis möchte einen FTTB-Ausbau, Glasfaserkabel für eine schnellere Verbindung sollen bis an die Häuser gelegt werden“, erklärte Samtgemeindebürgermeister und Gemeindedirektor Bernd Bormann dem Rat, der in Robberts Huus tagte. Voraussetzung sei allerdings, dass die Samtgemeinde die Aufgabe an den Kreis übertrage. Bormann: „Vorher müssen wir uns allerdings bei den Mitgliedsgemeinden rückversichern.“ Als erste Mitgliedsgemeinde gab Schwarme nun also grünes Licht – Martfeld, der Flecken Bruchhausen-Vilsen und Asendorf sollen in den nächsten Wochen folgen.

Der Ausbau in den unterversorgten Bereichen ist für 2018 bis 2020 geplant. „Wann unsere Samtgemeinde dran ist, kann ich nicht sagen“, erklärte Bormann.

Für den Breitbandausbau will der Kreis einen Eigenbetrieb mit einem Stammkapital von 50 000 Euro gründen. Die Schwarmer Politiker nahmen zur Kenntnis, dass sich der dazugehörige Betriebsausschuss aus dem Kreisausschuss, vier Vertretern aus dem Kreis der Bürgermeister sowie aus der Betriebsleitung zusammensetzen wird.

Kosten werden nicht öffentlich genannt

Der Kreis hofft, möglichst viele Fördergelder zu erhalten – Land und Bund haben bereits signalisiert, Mittel zur Verfügung zu stellen. Über die Kostenverteilung soll zwischen dem Landkreis Diepholz und den kreisangehörigen Städten, Gemeinden und Samtgemeinden eine Vereinbarung geschlossen werden. „Ich bin guten Mutes, dass wir den Ausbau mit Zuschüssen so finanzieren können, wie wir uns das vorgenommen haben“, sagte Bormann. Zahlen nannte er nicht. In der öffentlich einsehbaren Sitzungsvorlage heißt es dazu: „Hinweise zu den möglichen Ausbaukosten enthält die nicht öffentliche Sitzungsvorlage.“ 

Rubriklistenbild: © picture alliance / dpa

Das könnte Sie auch interessieren

Mehr zum Thema:

Amri-Ausschuss in NRW nimmt Rolle von V-Mann ins Visier

Amri-Ausschuss in NRW nimmt Rolle von V-Mann ins Visier

Fahrgeschäfte, Buden, Zelte: Das gefällt den Besuchern am besten 

Fahrgeschäfte, Buden, Zelte: Das gefällt den Besuchern am besten 

Das sind die zehn reichsten Menschen der Welt

Das sind die zehn reichsten Menschen der Welt

Werder-Ankunft in Köln

Werder-Ankunft in Köln

Meistgelesene Artikel

„Sperrung könnte auch länger dauern“

„Sperrung könnte auch länger dauern“

Intercity beschossen? Zug stoppt im Bahnhof Diepholz

Intercity beschossen? Zug stoppt im Bahnhof Diepholz

Ersatzhaltestelle wird aufgehoben

Ersatzhaltestelle wird aufgehoben

Wenn das Leben zum quälenden Rätsel wird

Wenn das Leben zum quälenden Rätsel wird

Kommentare