Kindergarten Scholen will Autofahrer bremsen

„Schilderkinder“ für mehr Sicherheit

Mutter Kerstin Witt, Kindergarten-Leiterin Marina Radeke und Verwaltungsmitarbeiterin Cattrin Siemers (von links) hoffen, dass das Warnschild „Felix“ und seine zwei „Kollegen“ Autofahrer zum Bremsen bringen. - Foto: Oliver Siedenberg

Scholen - „Basti“, „Laura“ und „Felix“ achten nun in Scholen darauf, dass die Verkehrsteilnehmer im Bereich des Bewegungskindergartens rücksichtsvoller fahren. Das Team des Kindergartens, Elternbeirat-Mitglied Kerstin Witt und Cattrin Siemers, Leiterin des Fachbereichs Bildung und stellvertretende Samtgemeindebürgermeisterin, nahmen die „Schilderkinder“ kürzlich entgegen. Sie hoffen, dass die drei Warnschilder in Zukunft die Verkehrssicherheit erhöhen.

Denn obwohl nahe dem Kindergarten ein Verkehrsschild die zulässige Höchstgeschwindigkeit von 30 Stundenkilometern anzeigt, ist Eltern, Mitarbeiterinnen und Anwohnern in der Vergangenheit immer wieder aufgefallen, dass sich viele Autofahrer nicht daran halten. Eine Gefahr nicht nur für die Kindergartenkinder, sondern auch für die Schulkinder, die in der Nähe aus dem Schulbus steigen.

„Da kam das Angebot von Ansgar Oeverhaus für seine ,Schilderkinder‘ gerade zur rechten Zeit“, teilt Marina Radeke, Leiterin des Bewegungskindergartens, in einer Pressemeldung mit. „Mein Team und ich fanden die Idee super, einen Meter große Warnschilder an der Straße zu platzieren.“

Der Diepholzer Oeverhaus hat die „Schilderkinder“-Idee entwickelt, nachdem einer seiner Söhne auf dem Schulweg angefahren und verletzt worden war. Er will verhindern, dass noch weitere Unfälle geschehen und ließ Schüler aus ihren eigenen Umrissen und mit Wasserfarben Figuren gestalten. Diese ließ Oeverhaus dann auf Kunststoffplatten drucken und ausschneiden. Er hat sich mit seinen Warnschildern von Kindern für Kinder selbstständig gemacht und bietet sie im Internet für – je nach Größe – 59 oder 99 Euro pro Exemplar an.

Der Scholer Kindergarten lud Oeverhaus zu einer Beiratssitzung ein, dieser brachte drei „Schilderkinder“ mit. Radeke: „,Felix‘ gefiel uns so gut, dass wir ihn vom Fleck weg kauften.“ Kerstin Witt aus dem Scholer Elternbeirat und Bernd Garbers, Ratsmitglied der Samtgemeinde Bruchhausen-Vilsen, spendeten dem Kindergarten zwei weitere Warnschilder. Radeke: „Wir hoffen, dass die Autofahrer in Zukunft umsichtiger fahren.“

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