Samtgemeinde will Antrag auf Förderung beim ArL stellen

Sanierung der Tennishalle wird kostspielig

Br.-Vilsen - Von Karin Neukirchen-Stratmann. Beinahe beiläufig wurde während der jüngsten Sitzung des Samtgemeinderats im Rathaus unter dem Tagesordnungspunkt „Anfragen und Anregungen“ das Thema Tennishalle Bruchhausen-Vilsen angesprochen. Hermann Schröder (UWG) hatte dazu bereits am Vormittag einige Fragen an den Samtgemeindebürgermeister Bernd Bormann gemailt.

Einige Tage zuvor hatte es auf Einladung einer Gruppe Interessierter zum Erhalt der Halle einen Infoabend gegeben. „Wie der Samtgemeindeausschuss bereits beschlossen hat, wollen wir einen Antrag beim Amt für regionale Landesentwicklung (Anm. d. Red.: ArL) auf Förderung der Sanierung stellen“, erklärte Bernd Bormann. „Im günstigsten Fall würden wir 63 Prozent bezuschusst bekommen.“ Das bedeutet für die Sanierung der Halle ein Kostenvolumen von rund einer Million Euro, wie eine Architektin bereits im vergangenen Jahr auf Auftrag der Verwaltung ermittelt hatte.

Die rund 40 Jahre alte Halle hat einige Baustellen, wie ein asbestbelastetes Dach, einen sanierungsbedürftigen Teppichboden, veraltete Sanitäranlagen und eine nicht mehr funktionierende Heizung. Eine Initiativgruppe hatte sich bereits vor einem Jahr gegründet, mit dem Ziel, die Halle zu erhalten. Denn nicht wenige Politiker plädierten vor einem Jahr angesichts der erwarteten Kosten für einen Abriss des Objekts.

Gemeinnützige Gesellschaft geplant

„Ob sich ein Verein gründet oder eine andere Gesellschaftsform ist noch nicht klar, es geht auch um die Gemeinnützigkeit, da Spenden generiert werden sollen“, erklärte Bormann während der Sitzung des Samtgemeinderats. Andreas Korte, Sprecher der Initiativgruppe, kann hier Klarheit verschaffen. „Wir planen eine gemeinnützige Unternehmergesellschaft, eine ,gUG‘, zu gründen.“ Dafür seien zwar auch Einlagen notwendig, doch die könnten über mehrere Jahre angespart werden.

Umfrage: Halle soll erhalten bleiben

„Wir haben im vergangenen Jahr eine Umfrage gestartet und von rund 100 Personen die Rückmeldung erhalten, dass die Halle erhalten bleiben soll.“ Der Tennis- und Hallensport soll von der noch zu gründenden Gesellschaft in der Halle gefördert werden. „Tennis, Squash und weiterer Sport“, sagte Korte, wobei „der weitere Sport noch nicht definiert ist“. Für die diesjährige Wintersaison wird die Tennissparte des Turnvereins (TV) Bruchhausen-Vilsen verantwortlich sein, danach werde, wenn alles glatt läuft, die „gUG“ diese Funktion übernehmen.

Wie hoch am Ende die Gesamtkosten für die Samtgemeinde bei einer Sanierung liegen würden, kann Bernd Bormann jetzt noch nicht sagen. „Wir haben den 15. September als Deadline gesetzt, bis dahin muss klar sein, wie das alles finanziert werden soll“, sagte Bormann. Damit war Hermann Schröders erste Frage nach dem Stand der Verhandlungen zwischen Verwaltung und Tennissparte des TV beantwortet. 

Als weitere Frage formulierte er: „Wie bewertet die Verwaltung den erreichten Verhandlungsstand und die Perspektiven zur Sanierung der Tennishalle?“ Doch dazu wollte sich Bernd Bormann nicht konkret äußern. „Das kann ich nicht beantworten, das hängt davon ab, ob es den Zuschuss gibt und wie viele Spenden generiert werden können.“ 

Der Prozess, so räumte er ein, „läuft schleppend bei uns und auch in der Initiativgruppe. Wir hätten einen Antrag auf Förderung gerne viel früher gestellt.“ Dies war bislang nicht möglich gewesen, da man sich noch unklar über die Zukunft der Tennishalle gewesen ist. „Am Ende muss der Samtgemeinderat entscheiden, wie viel Geld ihm der Erhalt der Halle wert ist.“

Rubriklistenbild: © dpa

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