Sanierung des Alten Gaswerks abgeschlossen / Großes Fest am 27. November

Es werde Licht!

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Auszubildende der Firma Avacon haben die Elektrik im Alten Gaswerk erneuert.

Br.-Vilsen - Von Mareike Hahn. Das Alte Gaswerk in Bruchhausen-Vilsen erstrahlt in neuem Licht – und zwar im wahrsten Sinne des Wortes: Die Sanierung des 1905 errichteten Gebäudes ist seit Kurzem abgeschlossen, und das soll am Freitag, 27. November, mit einem großen Lichterfest gefeiert werden. Fleckenbürgermeister Peter Schmitz verspricht eine „sensationelle Veranstaltung“.

Bernd Sagell, Rainer Arndt und Boris Wagner (von links) von der „Kleinen Dorfkapelle“ spielen beim Lichterfest.

Rund 50000 Euro hat die dreijährige Sanierung des einstigen Gaswerks gekostet, das 1963 stillgelegt und danach einige Jahre vom Bauhof genutzt wurde. Der Verschönerungsverein (VVV) als Pächter übernahm die Federführung, der Flecken als Hausbesitzer zahlte etwa die Hälfte der Kosten. Außerdem gab es einen Zuschuss vom Landschaftsverband Weser-Hunte. „Da stecken Arbeitsstunden drin, die kann man gar nicht zählen“, sagt Peter Schmidt-Bormann, Zweiter Vorsitzender des VVV und gleichzeitig Vorsitzender des Kultur- und Kunstvereins (KuK). Die beiden Vereine möchten im Alten Gaswerk künftig etwa einmal im Quartal zusammen eine kulturelle Veranstaltung ausrichten.

Das Ergebnis der vielen Mühen kann sich sehen lassen: Die Maurer- und Malerarbeiten sind beendet, Außenfassade, Fenster und Türen erneuert. Im Haus wurden Toiletten und eine Küche eingebaut sowie die Decken saniert.

Den Abschluss bildete eine Erneuerung der Elektrik, dabei bekam der VVV Unterstützung von der Avacon. Auszubildende der Firma kümmerten sich um die Installationen. Natürlich stilecht: Sie verlegten Aufputzleitungen, sorgten also „mit modernen Mitteln für einen nostalgischen Touch“, wie Schmitz es formuliert.

Wer sich im Alten Gaswerk umschauen möchte, der hat dazu am 27. November die Möglichkeit. „Die Avacon wird etliche Scheinwerfer aufstellen, um das ganze Gebäude in ein wunderbares Licht zu tauchen“, kündigt Schmitz an.

Um 17 Uhr beginnt der etwa einstündige offizielle Teil, bei dem neben VVV-, KuK- und Avacon-Vertretern auch Gemeindedirektor Bernd Bormann und einige Ratsmitglieder anwesend sein werden. Alle Bürger sind willkommen.

Musikalisch wird es ab 19 Uhr: „Die kleine Dorfkapelle“ gibt im Alten Gaswerk ein Konzert – sozusagen unverstärkt: „Der Raum gibt es her, dass man ihn unplugged bespielt, das wollen wir demonstrieren“, sagt Schmitz. „Die Akustik ist nicht schlecht.“

70 bis 100 Leute passen in das Alte Gaswerk. Sie können zuhören, wenn das 2009 gegründete Trio mit flotten Jazz-Melodien, Schlagern und romantischen Balladen durch unterschiedliche Stil- und Zeitepochen streift.

„Unsere Musik ist vielschichtig und abwechslungsreich“, verspricht Bernd Sagell (Banjo, Tenorgitarre, Gesang), der die Gruppe zusammen mit Boris Wagner (Klarinette, Alt- und Tenorsaxofon) sowie Reiner Arndt (Kontrabass) bildet. Der Slogan der „Kleinen Dorfkapelle“: „Wir covern Welthits gnadenlos!“. Der Eintritt ist frei.

Und das ist noch nicht alles: Auch eine Ausstellung lockt am 27. November ins Alte Gaswerk. Es geht um das Thema „Wie der Strom nach Bruchhausen-Vilsen kam“. VVV-Mitglied Wilfried Müller hat im örtlichen Archiv gestöbert und alte Zeitungsartikel aufgetan. „1892 gab es den ersten Versuch, den Saal im Gasthaus Schröder-Mügge zu beleuchten“, erklärt Schmitz. „Der Strom kam von der Wehler Mühle.“ Leihgaben vom „Museum für Energiegeschichte(n)“ in Hannover komplettieren die Ausstellung, die voraussichtlich auch am Samstag und Sonntag, 28. und 29. November, im Alten Gaswerk zu sehen ist.

Dass das Wetter schlecht werden könnte, macht den Beteiligten übrigens keine Sorgen: Denn das Gebäude hat zwar keine Heizung, weil „deren Einbau nicht leistbar gewesen wäre“, sagt Schmitz. Aber mithilfe von Heißluftgebläsen wird vor dem Lichterfest dafür gesorgt, dass niemand mit Mütze, Schal und Handschuhen im Alten Gaswerk feiern muss.

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