Einwohnerzahl auf Rekordniveau

Samtgemeinde Bruchhausen-Vilsen wächst und wächst

Samtgemeinde - Von Mareike Hahn. „Das ist die höchste Zahl, die wir je hatten“, freut sich Samtgemeindebürgermeister Bernd Bormann – und schränkt sogleich ein: „Oder zumindest, die höchste, die auf dem Zettel steht.“ Mit „Zettel“ meint er die Tabelle „Entwicklung der Einwohnerzahlen“, die das Landesamt für Statistik Niedersachsen der Samtgemeinde Bruchhausen-Vilsen seit 1974 jedes Jahr aushändigt.

Am jüngsten aufgelisteten Stichtag, dem 30. Juni 2016, lag die Einwohnerzahl im Vergleich zu den vergangenen 42 Jahren auf Rekordniveau: 17.644 Menschen lebten zu dem Zeitpunkt in der Samtgemeinde – 3,6 Prozent mehr als im Vorjahr, als es 17 036 waren. Die Samtgemeinde wurde 1974 gebildet. Für Bormann ist klar: „Die Steigerung liegt daran, dass die Baugebiete so beliebt sind. Sie boomen extrem“, sagt er. „In Asendorf haben wir noch einige freie Flächen. Aber das Baugebiet Hoppendeich in Bruchhausen-Vilsen ist voll, der Alte Kamp in Martfeld ist so gut wie voll, Lindemanns Kamp in Schwarme steht vor der Erweiterung.“ Als einen Grund für den vermehrten Zuzug aufs Land sieht er die hohen Preise für Wohnraum in Städten wie Bremen.

Was macht die Samtgemeinde aus Bormanns Sicht lebens- und liebenswert? „Wir haben ein Riesenpfund, was Naherholung angeht“, sagt er und fährt fort: „Die Landschaft ist einzigartig – sowohl die Bruchlandschaft in Schwarme und Süstedt als auch der Geestrücken und der Heiligenberg. Wir haben super Freizeiteinrichtungen, drei Schwimmbäder, eine Tennisanlage, eine Eisbahn und ein tolles Vereinsleben.“

Zurück zur Statistik: Alle Mitgliedsgemeinden weisen im Vergleich zum Vorjahr Steigerungen der Einwohnerzahl auf. In der Tabelle ist auch weiterhin Süstedt aufgeführt, wenngleich es 2016 mit dem Flecken Bruchhausen-Vilsen fusioniert hat.

Auch wenn noch nicht das ganze Bauland in Asendorf verkauft ist, darf sich die Gemeinde über das größte Plus freuen. Dort stieg die Einwohnerzahl von 2.925 auf 3.147 (plus 7,7 Prozent). Es folgt der Flecken mit einer Steigerung von 4,1 Prozent – von 7.249 auf 7.543 Bürger. Platz drei in Sachen Zuwachs geht an die Gemeinde Martfeld. Dort lebten Ende Juni 2016 insgesamt 2.844 Personen, 51 mehr als ein Jahr zuvor (plus 1,9 Prozent).

Landes- weichen von Gemeindezahlen ab

In Süstedt wohnten am Stichtag 1 578 Menschen, am 30. Juni 2015 waren es 1.560 gewesen; macht plus 1,2 Prozent. Schwarme kommt auf ein Plus von 0,9 Prozent, die Zahl stieg von 2.509 auf 2.532.

Zu bedenken ist, dass die Einwohnerzahlen im Sommer wegen der Saisonarbeiter, etwa in der Ernte, jeweils besonders hoch ausfallen. Tatsächlich zählte die Samtgemeinde Ende 2015 „nur“ 16.971 Bürger.

Mit denjenigen der „Einwohner- und Gewerbestatistik 2016“, die die Samtgemeindeverwaltung Anfang dieses Jahres vorgestellt hat, stimmen übrigens nicht alle Zahlen überein. Demnach hatte die Samtgemeinde am 30. Juni 2016 insgesamt 17.617 Bürger, genau ein Jahr zuvor waren es – wie auch vom Statistischen Landesamt gemeldet – 17.036.

Dass es leichte Abweichungen gibt, ist laut Bormann normal. Die Zahlen des Landesamts seien die offiziellen, nach denen beispielsweise die Finanzzuweisungen an die Kommunen berechnet werden. Das bestätigt eine Mitarbeiterin des Amts: „Wir legen die amtlichen Zahlen fest.“ Eine mögliche Erklärung für die Unterschiede: „Wir starten nach einer Volkszählung jeweils bei Null und schreiben die Zahlen dann jeden Monat fort. Das tun die Gemeinden nicht. Unsere letzte Inventur war 2011, da haben wir also mit einem anderen Anfangsbestand zu arbeiten begonnen als die Gemeinden.“

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