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Samtgemeinde Bruchhausen-Vilsen investiert 2,8 Millionen Euro in ihre Schulen

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Von: Lisa Hustedt

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Eingangsbereich einer Grundschule
In der Grundschule Martfeld sind 240 000 Euro an Investitionen in diesem Jahr vorgesehen. © Regine Suling-Williges

Br.-Vilsen – „In diesem Ausschuss spielt die Musik. Wenn die Samtgemeinde wachsen möchte, dann muss sie hier Geld in die Hand nehmen.“ Mit diesen Worten beendete Michael Albers, Vorsitzender des Schulausschusses der Samtgemeinde Bruchhausen-Vilsen, die jüngste Sitzung des Gremiums. Zuvor stellte Fachbereichsleiterin Cattrin Siemers den Haushaltsplan für das Jahr 2022 vor.

„Insgesamt liegen wir mit den Ausgaben bei 2,8 Millionen Euro für die Schulen“, hieß es in ihrem ausführlichen Vortrag.

Die sechs Schulen in der Samtgemeinde betreuen insgesamt 1 684 Schüler, informierte sie.

Im Vergleich zu den Vorjahren liegen die Ausgaben jetzt mit 2,8 Millionen Euro etwas höher. „2021 waren es 2,7 und 2020 2,25 Millionen Euro. Weil einige Maßnahmen aufgrund der Pandemie verschoben werden mussten. Außerdem fielen schulische Aktivitäten wie beispielsweise der Schwimmunterricht aus“, schlüsselte Siemers weiter auf. Weiterhin einer der größten laufenden Kostenpunkte seien die Aufwendungen für das Personal für die Schulen.

„Für die Grundschule Bruchhausen-Vilsen schaffen wir höhenverstellbare Tische und Stühle an“, erläutert Siemers. Das erleichtere vor allem den Hausmeistern die Arbeit, bisher müsse viel hin- und hergeräumt werden. Die Kosten dafür decke das Standardbudget, das sich jährlich auf 6 400 Euro belaufe. Eine ähnliche Maßnahme sei in den anderen Schulen bereits abgeschlossen. Außerdem sind zusätzliche 20 000 Euro für die Ausstattung der Mobilbauklassen eingeplant. „Die müssen bestückt werden“, so Siemers. Nach dreimaliger Verschiebung soll jetzt auch die Sanierung der Toiletten in Angriff genommen werden. Dafür seien zunächst 100 000 Euro eingeplant.

Im Investitionsprogramm ist die Sanierung des gesamten Gebäudes aufgeführt. Unter anderem müsse für den Ganztagsbetrieb mittelfristig erweitert werden. Für eine Million Euro sollen Mobilbauklassen angeschafft werden. „Die Sanierung im Bestand ist nur dann möglich, wenn Klassen ausgelagert werden. Außerdem reichen die Räumlichkeiten schon jetzt nicht aus“, so Siemers.

Die im vergangenen Jahr verschobene Sanierung des Turnhallendaches an der Grundschule Asendorf soll jetzt fertiggestellt werden; dafür sind 74  800 Euro veranschlagt.

An der Grundschule Martfeld beginnen die geplanten Sanierungsarbeiten. In diesem Jahr stehen 240 000 Euro für Investitionen in Mehrzweckraum, Küche sowie Bücherei zur Verfügung. 2023 sind 50 000 Euro für die Räume der Lehrer, Schulleitung und des Sekretariats vorgesehen. 2024 folgt die Toilettensanierung für 100 000 Euro. Im letzten Bauabschnitt soll 2025 der Flur saniert werden. Das Konzept der Verwaltung sieht dafür 85  000 Euro vor.

Hermann Schröder (Unabhängige Wählergemeinschaft) regte an, den Mehrzweckraum aus den 1960er-Jahren auch energetisch zu sanieren. „Derzeit reden wir über die Decke, die Fußböden, die Fenster sowie die Bühne. Arbeiten an Fassade oder Dach sind nicht vorgesehen“, erläuterte Cattrin Siemers. Die Verwaltung werde die Kosten dafür ermitteln.

An der Grundschule Schwarme hat die Neugestaltung des Schulhofes bereits begonnen. An dieser beteiligt sich auch der Schulförderverein, erfuhr das Gremium, das in dieser Besetzung zum ersten Mal tagte. Der Bereich an der Rutsche hinter dem Erdwall soll besser einsehbar werden, stellte Maren Knoop von der Verwaltung die Pläne vor. Verändert werden solle auch die Zuwegung zum Kindergarten, die jetzt quer über den Schulhof verlaufe. Während der Coronamaßnahmen sei das problematisch. Zusätzlich sollen ein neuer Kletterturm mit Rutsche und ein Dreierreck aufgestellt werden. Dafür gebe es ein Angebot über 20 000 Euro einschließlich Aufbau. 2023/24 soll außerdem eine Ruhezone realisiert werden.

Nach der abgeschlossenen, umfassenden Sanierung der Oberschule Bruchhausen-Vilsen gehe es dort jetzt vor allem um Bauunterhaltung. 250 000 Euro sind für die Sanierung des B-Traktes inklusive der Schulküche und zweier Klassenräume veranschlagt. Dazu komme die Sanierung des Fahrstuhls für 45 000 Euro. „Dann ist alles fertig, und wir können wieder von vorne anfangen“, scherzte Cattrin Siemers.

Am noch vergleichsweise jungen Gymnasium stehen baulich in diesem Jahr keine größeren Ausgaben an, informierte die Verwaltung.

Der Fachausschuss empfahl dem Rat die Ansätze für den Haushalt einstimmig.

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