Rotary Club Bruchhausen-Vilsen spendet Einnahmen vom Dinnerabend

Verein „Africa Amini Alama“ engagiert sich in Afrika

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Organisierten den Abend mit Dr. Christine Wallner (Mitte): Adelheid Brüning und Peter Schütz.

Br.-Vilsen - Der Rotary Club Bruchhausen-Vilsen hat mit einem Benefiz-Abend im Forsthaus Heiligenberg ein Hilfsprojekt in Tansania, am Fuße des Kilimandscharo unterstützt. Dr. Christine Wallner, die Präsidentin des Vereins „Africa Amini Alama“ (frei übersetzt: „Afrika – du hast mein Vertrauen“) berichtete spannend und detailreich über das Vorhaben, welches sie seit acht Jahren in Zentralafrika leitet. Besonders beeindruckt haben die selbst vorgetragenen Passagen aus ihrem Buch „Mama Alama – Die weiße Heilerin“, in denen sie Stationen ihres Lebens Revue passieren ließ.

Die gebürtige Wienerin studierte zunächst Jura, dann mit Ende 30 Medizin, führte anschließend eine Praxis und beschäftigt sich bis heute intensiv mit naturheilkundlichen Verfahren. Mit Anfang 60 erfüllte die Ärztin sich einen Jugendtraum: Sie ging nach Afrika und fand zusammen mit ihrer Tochter, die ebenfalls Medizinerin ist, vielfältige Möglichkeiten, im Land der Meru und Massai der einheimischen Bevölkerung umfangreich zu helfen. Eigene finanzielle Mittel und die Unterstützung vor Ort ließen die einzelnen zunächst kleinen Ansätze, mit den Gesamtzielen der Verbesserung der gesundheitlichen Lage sowie der Bekämpfung von Armut, rasch wachsen. Bis heute sind ein medizinisches Zentrum, verschiedene Schulprojekte, berufliche Ausbildungsgänge, ein Waisenhaus, einige Werkstätten und Anlagen zur Wasserversorgung entstanden. Darüber hinaus geht man in die umliegende Region und hilft dort den Menschen mit umfangreicher Beratung in allen Fragen des täglichen Lebens.

Leitgedanke ist dabei „Hilfe zur Selbsthilfe“ zu vermitteln und die Bevölkerung mit ihrer Kultur sowie ihren Fähigkeiten in alle Arbeiten und Aufgaben einzubeziehen. Dies führt zum Beispiel dazu, das Wissen der einheimischen Heiler in Anknüpfung an deren Tradition zu berücksichtigen, aber auch mit viel Überzeugungskraft die heutigen Möglichkeiten der Hygiene und Medizin darzustellen und zu nutzen. Ein besonderer Schwerpunkt liegt in der Geburtshilfe sowie der Betreuung behinderter Kinder und Erwachsener. Alle Patienten werden kostenlos behandelt, was zu einer hohen Inanspruchnahme der ärztlichen Möglichkeiten führt.

Die zweite Säule besteht in dem umfangreichen Bildungsangebot, gestaffelt nach den Fähigkeiten des Einzelnen. So wird frühzeitig bereits Englisch unterrichtet. Dies ist der Schlüssel, um die Chancen in der Gesellschaft des Landes zu erkennen und sinnvolle Veränderungen anpacken zu können.

„Freude ist Medizin“

Die überwiegende Zeit des Jahres verbringen Wallner und ihre Tochter vor Ort und treiben den Ausbau voran. So können die Fortschritte in allen einzelnen Bereichen und dem Zusammenleben kontinuierlich verfolgt werden. Kurz dargestellt heißt das Ergebnis für Wallner: „Helfen macht Freude“ und „Freude ist die beste Medizin“.

Ergänzt wird der Gesamtansatz durch eine Lodge (Unterkunft), die im Herzen Afrikas umfangreiche touristische Möglichkeiten mit Landschaft, Pflanzen- und Tierwelt bietet. Deren Erlöse fließen direkt in die sozialen Projekte, ebenso wie die Spenden und Patenschaften für Waisen- und Schulkinder (Monatsbeitrag 30 bis 63 Euro).

Die Verbindungen des Gesamtprojekts reichen mehrfach in die hiesige Region, nicht ausschließlich zum Rotary Club. So hat im vergangenen Jahr die Bassumerin Eileen Kroner, Studentin der Sprachwissenschaften, ein Praktikum im Waisenhaus absolviert und rund 30 Kinder betreut. Unterricht und Nachhilfe sowie Spaß und Spiel standen auf dem Programm und füllten den Tag aus. Aber auch die Paten der Kinder in Europa wurden über deren Fortschritte informiert.

Ab September wird Lina Matheja, eine angehende Medizinstudentin aus Bruchhausen-Vilsen, für drei Monate in Tansania arbeiten und ähnliche Aufgaben übernehmen.

Der Erlös des Abends im Forsthaus Heiligenberg wird durch den Rotary Club bereitgestellt, um den dringenden Ausbau eines Operationssaals mit der notwendigen Ausstattung zu ermöglichen.

Weitere Informationen sind im Internet verfügbar unter

www.africaaminialama.com.

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