Reisevereinigung Martfeld hat jetzt einen Wagen

Für die Fahrt der Tauben zum Flug

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Die Reisevereinigung Martfeld besitzt jetzt ein eigenes Fahrzeug. 

Martfeld - „Wir haben jetzt unser eigenes Fahrzeug“, freut sich Schriftführer Jörg Hopmann mit Blick auf das rote Gefährt vor der Tür, in das seine Mitstreiter gerade die Tauben verladen, die wenige Minuten später auf große Reise gehen sollen.

Die Reisevereinigung Martfeld besitzt jetzt einen Wagen und kann damit noch professioneller agieren, um an Flugwettbewerben teilzunehmen.

Das freut alle Mitglieder des Vereins, in dem rund 30 Züchter aktiv sind, die unter anderem aus der Samtgemeinde Bruchhausen-Vilsen, aus Syke, Weyhe, Wechold, Blender, Hoya und Wulmstorf stammen. Ihre Tauben sind mit einem Mikrochip am Bein ausgestattet, der jede ihrer Flugbewegungen aufzeichnet. „Das sind richtige Rennpferde“, sagt Schriftführer Hopmann. Im Durchschnitt fliegt eine Taube 80 Stundenkilometer schnell. „Bei Rückenwind können es aber auch schon mal 100 sein.“

Das Fahrzeug der Reisevereinigung bringt die Tauben zum Ausgangspunkt ihrer Wettbewerbe, zum Beispiel bis Soest (Nordrhein-Westfalen), Weil am Rhein (Baden-Württemberg) oder nach Seligenstadt (Hessen). „Unterwegs füttert und tränkt unser Fahrer die Tiere“, berichtet Hopmann. Tierschutz wird großgeschrieben. Und mehr noch: „Unser Verband macht auch Doping-Kontrollen.“

Weg in die Heimat sitzt

Haben die Tauben ihren Startpunkt erreicht, gibt der zertifizierte Auflassleiter aus der Ferne sein Okay, sobald die Wetterlage stimmt. Dann gehen die Tauben auf ihren Flug Richtung Heimat, den sie in der Regel ohne Unterbrechung meistern. 13 Alttierflüge absolviert die Reisevereinigung Martfeld in diesem Jahr. Über die Ergebnisse geben anschließend Einsatzprotokolle Auskunft.

Bereits seit 1974 gibt es die Brieftauben-Einsatzstelle in Martfeld am Gasthaus Soller. Jeder der Züchter besitzt im Durchschnitt 100 Tauben. Und die sind auch über einen längeren Zeitraum leistungsfähig: „Die Tauben können bis zu einem Alter von zehn Jahren an Wettbewerben teilnehmen“, erzählt Jörg Hopmann. Besonders leistungsfähige Tiere gingen dann aber rechtzeitig in die Zucht. 

ne

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