Reichhaltige Palette im Gasthaus Dillertal

Ein Markt mit eigener Note

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Heike Gürlebeck mit ihrer Puppe „Prärieblume“.

Br.-Vilsen - Von Dieter Niederheide. Der Kunsthandwerker-Markt im Restaurant Dillertal in Bruchhausen-Vilsen ist jedes Jahr ein fester Termin im Kalender jener Leute, die sich frühzeitig mit Weihnachtsgeschenken für ihre Lieben eindecken wollen. Wer Ideenreichtum, Kreativität und besonders ausgefallene Arbeiten schätzt, der war auch bei der 33. Auflage gut aufgehoben. Die Palette der Angebote war reichhaltig.

Zuckerbläser Jürgen Kanzelmeyer ließ sich bei der Arbeit zusehen.

Für einen Höhepunkt sorgte der Zuckerbläser des Zuckerstudios Kanzelmeyer aus Tostedt. Unter Jürgen Kanzelmeyers geschickten Fingern und mit technischer Hilfe wurden aus Zucker feinste Kunstwerke von größter Präzision. Es gab grazile bunte Werke zu bestaunen, darunter ein strahlender Weihnachtsengel. Heike Gürlebeck aus Bassum hatte unter anderem „Prärieblume“ mitgebracht, eine große Indianerpuppe, den Frauen der Lakota-Indianern ähnlich. Ohne Zweifel ein hübscher Blickfang. Dazu zeigte sie Traumfänger, die von den Sioux-Indianern als „Netz des Lebens“ über ihre Betten oder an andere Stellen ihrer Unterkünfte gehängt werden. Die ausstellenden „Freizeitkünstler“, die zum Teil sogar aus Thüringen angereist waren, demonstrierten den Besuchern zum Teil ihr handwerkliches Können. Da wurde zum Beispiel gestrickt und gesägt. Viele Holzarbeiten, darunter beeindruckende Krippen mit den dazugehörigen Figuren und große Kerzen aus Holz, waren ebenso im Dillertal zu finden wie Handarbeiten. Das Angebot umfasste auch Wollmützen, große Wollsocken und ganz kleine Babysocken sowie Schals. Interessant auch die aus Holz gearbeiteten Würfelspiele wie „Die verflixte Sechs“ oder ein „Esel-Spiel“.

Der Kunsthandwerker-Markt im Dillertal hat ohne Zweifel seine eigene Note, die Atmosphäre ist familiär, die Preise sind zivil.

Die Veranstaltung wurde aus einem Zufall heraus geboren. Die Initiatorinnen Sabine Stumpenhusen (Bruchhausen-Vilsen) und Marlies Duhr (Weyhe) trafen sich vor Jahren in Clues bei einem Landmaschinentreffen. Dort kam die Idee vom Kunsthandwerker-Markt auf, und mit dem Restaurant Dillertal wurde ein idealer Veranstaltungsort gefunden.

Die zwei Organisatorinnen waren ebenfalls mit ihren Arbeiten vertreten, beispielsweise mit selbst gestrickten Wollsocken (Marlies Duhr) sowie mit Floristik- und Holzarbeiten (Sabine Stumpenhusen). Die Besucher reisten unter anderem aus Nienburg, Bremen, Verden und der näheren Umgebung an.

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