Regen- und Schmutzwasserbereich Thema

Gute Nachrichten für den Betriebsausschuss

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Mediengruppe Kreiszeitung

Br.-Vilsen - Das Wichtigste für die Bürger vorweg: Die Schmutzwassergebühren in der Samtgemeinde Bruchhausen-Vilsen bleiben ebenso konstant wie die Regenwassergebühren. Und das ist nicht die einzige gute Nachricht aus dem Betriebsausschuss, der kürzlich im Rathaus tagte.

Als erstes nahmen die Kommunalpolitiker den Jahresabschluss 2014 zur Kenntnis. Wirtschaftsprüfer Metin Pencereci von der Göken, Pollak und Partner Treuhandgesellschaft aus Bremen, die den Abschluss geprüft hat, stellte die Zahlen vor. Im Schmutzwasserbereich wurden die Verlustvorträge aus den vorangegangenen Jahren – ursprünglich waren es 127000 Euro – weiter reduziert, sodass unter dem Strich nur noch ein Minus von 4700 Euro steht.

Noch besser sieht es im Regenwasserbereich aus: Die Verlustvorträge sind seit 2014 komplett geschmolzen, sogar ein geringer Überschuss von 10000 Euro wurde erwirtschaftet. Auf Nachfrage von Grünen-Politiker Bernd Schneider bescheinigte Pencereci der Samtgemeinde „sehr moderate Gebühren“.

Zusammen mit seinem Kollegen Fiete Albertin gab der Wirtschaftsprüfer Tipps zu Einsparungen bei der Gebührenkalkulation, die der Ausschuss begrüßte. Eine strukturelle Veränderung bei der Verzinsung des Eigenkapitals im Schmutzwasserbereich könnte 40000 bis 50000 Euro bringen.

Im Regenwasserbereich wären Einsparungen in Höhe von circa 60000 Euro möglich. Zwar müssen laut Satzung alle Bürger die Möglichkeit nutzen, das Regenwasser in den öffentlichen Regenwasserkanal einzuleiten, gezwungen wird dazu aber niemand. „Politischer Wille war bisher, dass es nur als Angebot aufgefasst wird, seine Haus- oder Dachflächen an den Kanal anzuschließen und eben die Gebühren dafür zu zahlen“, erklärte Kämmerer Andreas Schreiber. Für die „befreiten Grundstücke“ führe die Samtgemeinde 60000 Euro an den Eigenbetrieb Abwasserbeseitigung ab, damit dieser nicht unter den fehlenden Gebühren leide.

Nach dem Willen des Ausschusses soll die Anschluss-Pflicht nun aus der Satzung gestrichen werden, wodurch auch die 60000-Euro-Zahlung hinfällig wäre und der Samtgemeinde-Haushalt entlastet würde. Die Verwaltung soll die Satzung entsprechend überarbeiten, bevor der Samtgemeinderat die endgültige Entscheidung trifft.

Auch den Haushalt 2016 nickte der Ausschuss ab. Größere Investitionen sind nicht geplant. Nach Schreibers Angaben sollen vor allem Pumpwerke saniert und Schmutzwasserkanäle erneuert werden.

mah

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