Harald Mahlau feiert sein öffentliches Debüt als neuer Sänger der MBB

Rauschendes Blues-Fest

Die Martfeld Blues Band löst beim Publikum Jubel und Entzücken aus: (von links) Joachim von Lingen, Willy Blank-Toppe, Alasdair Paterson, Harald Mahlau, Horst Ziegler und René Gebauer. Foto: HORST FRIEDRICHS

Süstedt - Von Horst Friedrichs. Rau und herzlich und vom Blues beseelt – so kam seine Stimme rüber: Harald Mahlau, neuer Sänger der Martfeld Blues Band (MBB), sang sich gleich zu Anfang in die Herzen der Zuhörer: Das Konzert der Band am Samstag in der Nolteschen Scheune in Süstedt war ihr erster Auftritt mit dem neuen Sänger. Es geriet zu einem rauschenden Blues-Fest mit wummernder Rhythmus-Vielfalt und einer stets gefüllten Tanzfläche, auf der sich Scharen von Tänzern im Takt wiegten. Auch René Gebauer, bereits ein guter Bekannter der MBB-Fans, gehört nun mit seiner Blues Harp zu den Frontmen der Formation.

Willy Blank-Toppes Gitarre sang den Blues in höchsten Tönen, und häufig befeuerten sich die sechs Saiten seines Instruments und die Harp René Gebauers gegenseitig. Beide verstanden es meisterhaft, die Blue Notes herauszukitzeln und anhaltend klagen zu lassen – angeheizt von Harald Mahlaus Blues-Stimme. Schon mit dem Konzertauftakt „Thrill is Gone“ ersang er sich einen sicheren Status als Publikumsliebling. „Mein erstes Stück“, flüsterte er erleichtert, nachdem dessen letzter Takt verklungen war. Womit sein öffentliches Debüt mit der Martfeld Blues Band gemeint war, mit dem er die Nachfolge des verstorbenen Sängers und Harpspielers Norbert Ohrt antrat.

Zur neuen Besetzung mit Harald Mahlau (Vocal) und René Gebauer (harp) gehört der bewährte Stamm der MBB mit Willy Blank-Toppe (Gitarre), Horst Ziegler (Bass), Joachim von Lingen (Keyboard) und Alasdair Paterson (Schlagzeug). Gemeinsam entfachten sie auf der Bühne abermals ein Blues-Feuerwerk aus Gesang und instrumentalen Solotönen, gepaart mit hart und synkopisch treibenden Rhythmen, die den Tanzfreudigen im Publikum direkt in die Beine gingen. Die Veranstalter vom Süster Kring hatten in weiser Voraussicht einen ausreichenden Teil des Scheunenkonzertsaals vor der Bühne freigelassen, einen weiteren Teil mit Stehplätzen und Stehtischen verplant und den Rest mit Stuhlreihen ausgestattet.

Drummer Alasdair Paterson hatte eingangs die Zuhörer zum ersten Konzert der Martfeld Blues Band mit neuem Sänger begrüßt. Mit einem explosiven Solo gleich im ersten Titel des Konzertabends brachte Willy Blank-Toppe das dicht gedrängte Publikum in der Scheune völlig aus dem Häuschen; donnernder Applaus, lauter Jubel und Begeisterungsrufe wollten kein Ende nehmen. Nicht minder frenetisch reagierten die Gäste auf Harald Mahlaus Gesangs-Premiere. Und danach blieb der Begeisterungs-Pegel nahezu konstant auf der gleichen Höhe. So in der ersten Hälfte des Konzerts mit Titeln wie „Road House Blues“ oder „Spy“. Charmant plaudernd versorgte Harald Mahlau die Zuhörer mit kurzen Informationen über die einzelnen Stücke. Dazu gehörten in Teil eins Hits im Repertoire der MBB wie „She’s Not There“, „Born Under a Bad Sign“ und – zum Abschluss vor der Pause – „Sunshine of Your Love“.

Die unbändige Freude des Publikums, nicht zuletzt ausgelöst durch die Wandlungsfähigkeit der Band bei Repertoire und Rhythmus, hielt auch im zweiten Konzertteil unvermindert an. Sänger Harald Mahlau machte zunächst eine kurze Pause. Bassist Horst Ziegler ließ mit dem AC/DC-Titel „Money Talks“ erkennen, dass auch er gesanglich als Größe zu beachten ist. Drummer Alasdair Paterson erhielt nicht weniger Beifall für seine Gesangsbeiträge in „The Well“ und „Rattlesnake Shake“, wobei sich der rhythmische Drive im letzteren Titel geradezu exzessiv steigerte und das Publikum in tosenden Beifall trieb. Sänger Harald Mahlau kehrte mit „Moondance“ zurück auf die Bühne. Und bei „Riders on the Storm“ erkannten die Tänzer schon bei der zarten Intro, um welchen Takt es ging. Nach dem „Country Morning“ ging es über „Walking on Sunset“, „Going Down“ und White Room“ zum stürmisch gefeierten Schlusstitel „Black Magic Woman“. Fast zwangsläufige Folge war die Zugabe „Boom Boom Boom“.

Das nächste Konzert:

„Schwester“ steht am 28. September auf der Bühne der Nolteschen Scheune. Das Konzert von Meike Schrader und Agata Paulina Clasen beginnt um 20 Uhr. Der Eintritt kostet zwölf Euro, Reservierung sind beim „TourismusService“ Bruchhausen-Vilsen möglich unter Telefon 04252/930050.

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