„Das ist Leben pur“: Kinder besichtigen Bauernhof

Raus aus der Schule, rein in den Dreck

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Die Kinder packten auf dem Feld mit an.

Br.-Vilsen/Emtinghausen - Von Vivian Krause. Die Waldorfschüler hocken auf dem Radieschenfeld des Biohofs Schumacher und ziehen das Gemüse vorsichtig aus der Erde. Dann waschen sie die roten Knollen in einer Wanne, und schon landen sie im Mund der Kinder. Die Reaktion: von „Lecker!“ bis „Sind die scharf!“.

Hintergrund des Ausflugs der Schüler aus Bruchhausen-Vilsen auf den Hof in Emtinghausen ist der Abschluss des Schulobstprojekts. An diesem Projekt des Lands Niedersachsen nimmt die Waldorfschule seit vergangenem Jahr teil. Neben einer wöchentlichen Lieferung an frischem Obst und Gemüse für die Erst- bis Viertklässler stand zuletzt das gemeinsame Kochen mit den Landfrauen auf dem Programm.

Mitarbeiter des Hofes begeistert vom großen Interesse der Schüler

Dabei bereiteten die Schüler an zwei Tagen in zwei Gruppen von Rhabarberkompott über Suppe bis hin zu Brötchen alles selbst zu. Und verspeisten das Menü dann gemeinsam an einer fein gedeckten Tafel.

Waldorfschüler besuchen Biohof Schumacher

Jetzt hieß es: Raus aus der Küche, rein in den Dreck. So zumindest der Eindruck beim Blick auf die Hände der fleißigen Erntehelfer. Nachdem die Arbeit auf dem Feld erledigt ist, dürfen die Kids auf dem Anhänger eines Treckers eine Runde drehen. Die Schüler klettern hoch, greifen sich eine zusammengefaltete Obstkiste und setzen sich auf den Hänger. „Jetzt alle schön sitzenbleiben“, ruft Tina Thieding den Passagieren zu. Am Steuer des Traktors sitzt Frederike Petersen, Auszubildende im dritten Lehrjahr auf dem Hof Schumacher. „Die Kinder probieren unglaublich gerne“, sagt sie. „Sie sind sehr interessiert.“ Petersen betreut die Gruppe auf dem Feld. „Im nächsten Jahr geht es bei uns um den Ackerbau“, sagt Lehrerin Tina Thieding und betont, dass der Ausflug eine perfekte Vorbereitung darauf sei.

Highlights: Schweine füttern und Trecker fahren

Stefan Schumacher schaut sich zeitgleich mit anderen Kindern auf dem Hof selbst um. Neben dem Gewächshaus bekommen die Kids Kühe und Kälbchen zu sehen. Bei den Schweinen dürfen sie sogar selbst beim Füttern mit anpacken. „Das ist Leben pur“, sagt Landfrau Annegret Harries, die gemeinsam mit der Koordinatorin des Schulobstprojekts an der Waldorfschule, Barbara Gehrke, mit der zweiten Gruppe unterwegs ist.

Nachdem die Kinder rund zwei Stunden den Hof erkundet haben, gehen sie mit vollen Händen nach Hause. Radieschen, Kohlrabi und Tulpen landen auf dem Gepäckträger der Fahrräder oder im Kofferraum der Fahrzeuge, mit denen die 27 Waldorfschüler gemeinsam mit Eltern und Lehrern angereist waren. Die Abschlussrunde, bei der Landfrau Harries die Kinder nach ihrem Highlight des Vormittags fragt, zeigt zwei klare Sieger: die Schweine und das Treckerfahren.

Die zweite Schülergruppe von Lehrer Jürgen Büttelmann besichtigt den Hof etwas später.

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