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Rathaus: Zentrale hinter verschlossener Tür

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Samtgemeinde-Bürgermeister Bernd Bormann und die Mitarbeiter des Bürger-Service, hier Chiara Kairies, sind jederzeit telefonisch erreichbar. Foto: Oliver Siedenberg
Samtgemeinde-Bürgermeister Bernd Bormann und die Mitarbeiter des Bürger-Service, hier Chiara Kairies, sind jederzeit telefonisch erreichbar. Foto: Oliver Siedenberg

Samtgemeinde - „Ab Dienstag sind das Rathaus und alle Einrichtungen der Samtgemeinde für die Öffentlichkeit geschlossen.“ Das entschied Samtgemeindebürgermeister Bernd Bormann gestern Mittag nach einer Krisensitzung mit seinem Stab. Das Rathaus und er persönlich bleiben für alle Fragen erreichbar.

Die Tagesordnung dieser Zusammenkunft der Fachbereichsleiter war denkbar lang. Wie umgehen mit der Öffentlichkeit, wie mit dem eigenen Personal, wie mit der Betreuungspflicht für Kinder. Auf die dringlichsten Fragen fand das Gremium erste Antworten.

Alle 230 Mitarbeiter der Samtgemeinde sind gestern in zwei Gruppen eingeteilt worden. Eine Hälfte bleibt ab sofort zu Hause und arbeitet – soweit möglich – im Homeoffice, also am privaten Schreibtisch. Die andere Hälfte versieht ihren Dienst in den zahlreichen Einrichtungen. Trotz geschlossener Tür bleibt das Rathaus die Stelle für alle Fragen und Belange. Alle Fachbereiche sind über die zentrale Nummer 04252/3910 zu erreichen, persönliche Termine werden dort nach Bedarf und Dringlichkeit vermittelt. „Bitte wenden Sie sich nur mit den notwendigsten Fragen ans Rathaus“, appelliert Bernd Bormann. Dazu zähle er alles, was mit der Corona-Krise zu tun habe. „Egal, welche Frage, wir bemühen uns, auf alles eine Antwort zu finden und gegebenenfalls Hilfe zu vermitteln“, sagt er allen Bürgern zu. Auch er persönlich sei unter der Handynummer 0171/7683078 jederzeit zu erreichen. Alle Personen, die als Verdachtsfall eingestuft werden oder nachgewiesen erkrankt sind, sollen sich bei ihm melden, „damit wir die Hilfe bestmöglich organisieren und koordinieren können.“ Bis gestern gab es keinen Corona-Fall in der Samtgemeinde.

Ab heute sind auch alle Einrichtungen der Samtgemeinde geschlossen, also „ToursimusService“, Bücherei, Hallenbad, Jugendhäuser, Tennishalle sowie Sportstätten.

Da Kinder von Beschäftigen aus den Bereichen Pflege, Gesundheit, Medizin sowie öffentliche Sicherheit wie Polizei, Justiz, Rettungsdienste, Feuerwehr und Katastrophenschutz jetzt Anspruch auf eine Notbetreuung in Kita und Schule haben, haben gestern auch die Erzieherinnen der Samtgemeinde getagt. Für alle betroffenen Kinder bleiben die Kindergärten in Asendorf sowie in Martfeld/Schwarme geöffnet. Der Bedarf für eine Notbetreuung wird seit gestern in den entsprechenden Familien abgefragt.

Für schulpflichtige Kinder bis zur achten Klasse sind die jeweiligen Schulen für einen Notdienst zuständig.

Abgesagt wurden gestern außerdem alle Veranstaltungen der Samtgemeinde und ihrer Mitgliedsgemeinden. „Wir werden auch keinem externen Veranstalter gestatten, unsere Räume zu nutzen“, betont Bernd Bormann. „All diese Maßnahmen sind bis mindestens bis Ostern gültig.“

Weniger relevante Fragen stehen in den nächsten Tagen zur Beratung an. Heute beschließen alle Bürgermeister des Landkreises eine einheitliche Regelung zu den Osterfeuern, teilte er gestern mit.

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