Ramona Schuhmann aus Uepsen hält in ihrem Garten Meerschweinchen

31 Rasenmäher und ein Wischmopp

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Ramona Schuhmann mit ihrem Meerschweinchen „Chef“. 

Uepsen - Von Nala Harries. Angefangen hat alles mit einem Wall, der einen Erdkeller bedeckt – im Winter eine tolle Rodelbahn für Kinder, im Sommer wild bewachsen. Einen Rasenmäher einen steilen Hang hochzuschieben, ist, wie jeder weiß, ziemlich umständlich und anstrengend. Trotzdem muss das Gras irgendwie ab. „Wir haben sogar versucht, es abzubrennen, aber nichts hat so richtig funktioniert“, erzählt Ramona Schuhmann lachend. Die rettende Idee: Die Kindergärtnerin sowie Legasthenie- und Dyskalkulietrainerin aus Asendorf-Uepsen schaffte sich zahlreiche kleine, wuschelige Rasenmäher an.

Aktuell knabbern 32 Meerschweinchen Tag für Tag seelenruhig an den Grashalmen in Ramona Schuhmanns Garten. Im Sommer sind es sogar noch weitaus mehr. Überall stehen kleine selbst gebaute Hütten und Unterschlüpfe, etliche rote Dachziegel sind aufgestellt, und kniehohe Maschendrahtzäune trennen verschiedene Flächen voneinander.

„Bereits früher, in unserer kleinen Wohnung in Brandenburg, hatten wir ein paar Häschen und zwei Meerschweinchen. Als wir dann hierher gezogen sind, in das Haus mit dem großen Garten, haben wir uns dazu entschieden, die Kaninchen abzugeben, da sie überall Löcher in den Boden gebuddelt haben“, erzählt die 52-Jährige. Die Meerschweinchen dagegen behielten sie und ihre Familie. Nach dem Umzug nach Uepsen vor über 15 Jahren brachten sie sie zunächst über Nacht in einem Stall unter und setzten sie morgens in einen kleinen Korb, um sie für den Tag in ihr Gehege nach draußen zu bringen.

„Den Auslauf musste ich mindestens zwei Mal am Tag verschieben, da die kleinen Tierchen doch ganz schön viel Gras abfraßen“, erzählt Schuhmann. Wie praktisch angesichts des wild bewachsenen Kellerbergs. Kurzerhand zog die Uepserin einen neuen Zaun, und somit stand den kleinen Nagetieren ein riesiges Areal zur Verfügung, um nach Herzenslust zu grasen.

Ein Garten voller Meerschweinchen

Ein Garten voller Meerschweinchen
Ein Garten voller Meerschweinchen © Mediengruppe Kreiszeitung
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Ein Garten voller Meerschweinchen
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Ein Garten voller Meerschweinchen
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Ein Garten voller Meerschweinchen
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Ein Garten voller Meerschweinchen
Ein Garten voller Meerschweinchen © Mediengruppe Kreiszeitung
Ein Garten voller Meerschweinchen
Ein Garten voller Meerschweinchen © Mediengruppe Kreiszeitung
Ein Garten voller Meerschweinchen
Ein Garten voller Meerschweinchen © Mediengruppe Kreiszeitung
Ein Garten voller Meerschweinchen
Ein Garten voller Meerschweinchen © Mediengruppe Kreiszeitung
Ein Garten voller Meerschweinchen
Ein Garten voller Meerschweinchen © Mediengruppe Kreiszeitung

„Aber die Fläche war natürlich viel zu groß für die zwei Meerschweinchen. Daher dachte ich mir, kurbeln wir die Meerschweinchenproduktion doch mal ein bisschen an“, sagt Schuhmann lachend. Zudem fanden sich immer weitere Stellen auf ihrem Grundstück, wo der Rasenmäher nur sehr schlecht hinkam. „Ja, und dann brauchten wir immer mehr Meerschweinchen“, erzählt die Tierliebhaberin.

Im Garten der Schuhmanns grasten irgendwann fast nur schwarze Meerschweinchen, und daher entschieden sie, einige von ihnen zu verkaufen und stattdessen andersfarbige dazuzuholen. Kurzerhand nahm die Familie ein altes Stück Holz, pinselte es gelb an und schrieb in großen schwarzen Buchstaben „Meerschweinchen zu verkaufen“ darauf. Das Schild steht bis heute an der Uepser Straße vor ihrem Haus.

„Im Frühjahr, als das Schild neu stand, kamen dann auch ganz viele Leute, und ich verkaufte im ersten Jahr rund 25 Meerschweinchen. Aber ich brauchte ja auch noch welche für meinen eigenen Bedarf, und so züchteten wir weiter“, sagt Ramona Schuhmann.

Wenn die Muttertiere nach zehn Wochen Tragezeit ihre Jungen zur Welt bringen, ist das immer ein spannender Moment. Schuhmann hofft derweil auf eine neue außergewöhnliche Fellfarbe. Tatsächlich haben die Tierchen in ihrem Garten sehr unterschiedlich gefärbte Felle. Durchschnittlich bringen Meerschweinchenweibchen pro Wurf zwei bis drei Babys zur Welt und haben eine Lebenserwartung von sieben Jahren.

Wenn jemand vorbeikommt und Schuhmann ein Meerschweinchen abnehmen möchte, kommt es oftmals gar nicht so weit. „Es waren schon so viele Leute hier, die eines mitnehmen wollten – doch dann haben sie die riesige Fläche und die selbst gebauten Unterschlüpfe gesehen und gemeint, dass sie es nicht übers Herz bringen, die Tiere aus diesem Paradies zu nehmen“, erklärt die Mutter von vier Kindern.

Die Meerschweinchen haben viele verschiedene Farben.

Sie ist eine absolute Meerschweinchen-Liebhaberin. Es entspannt sie einfach, den tagaktiven Tieren zuzuschauen. „Manche sitzen vor einem Aquarium und schauen ihren Fischen stundenlang zu. Und ich sitze eben inmitten meiner Meerschweinchen im Garten auf einer Bank, beobachte sie und lausche ihren Fieplauten“, erklärt Schuhmann.

Eines ihrer Lieblingstiere ist der Bock „Chef“. „,Chef‘ ist ein Langhaar, und wenn er läuft, sieht es so aus, als würde ein alter Wischmopp durch den Garten pesen – man erkennt gar nicht, wo vorne und hinten ist“, erzählt Schuhmann lachend. Seinen Namen hat der Vierbeiner aufgrund seiner Chefallüren erhalten.

Bei Meerschweinchen ist laut Schuhmann deutlich ein Sozialverhalten zu erkennen. Sie sind gesellig. Und sobald beispielsweise eine Möhre in den Stall geworfen wird, streiten sich die Tiere richtig darum und verständigen ihre Kumpanen durch bestimmte Fieplaute darüber, dass es Futter gibt.

Woher haben Meerschweinchen ihren Namen? Die 52-Jährige erklärt: „Die Tiere kommen ursprünglich aus Peru, Seefahrer haben sie vor langer Zeit über das Meer nach Europa gebracht. Außerdem quieken sie wie kleine Schweinchen.“

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