Projekt SchulBrücken: Sieben Schülerinnen vom Gymnasium Bruchhausen-Vilsen fahren nach Weimar

Literatur der Weimarer Klassik macht Spaß

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Vertraten das Gymnasium Bruchhausen-Vilsen beim Projekt SchulBrücke (von links): Anika Thurau, Birte Ostermann, Fenja Meyer, Alina Pleuß, Farina Tolksdorf, Kira Wesseling, Lisa Ohlhoff und Lehrerin Insa Büscher.

Br.-Vilsen - Von Andree Wächter. Sieben Schülerinnen vom Gymnasium Bruchhausen-Vilsen besuchten eine Woche lang Weimar. Sie beteiligten sich am Projekt SchulBrücken. In der Zeit diskutierten die Teenager mit 42 weiteren Schülern aus Europa unter dem Motto: „Edle Geister und schnöder Mammon, Ökonomie in der Weimarer Klassik“. SchulBrücken ist ein Projekt der deutschen Nationalstiftung (siehe Infobox).

Als Weimarer Klassik werden gemeinhin die Zeit und der Ort des Wirkens von Christoph Wieland, Johann Herder, Johann von Goethe und Friedrich Schiller bezeichnet. In der Workshop-Woche dehnte die Veranstalter aber den Zeitraum aus, behandelt wurden die Jahre 1750 bis 1900.

Bereits zum siebten Mal beteiligte sich das Gymnasium Bruchhausen-Vilsen am Projekt SchulBrücken. Es bietet den Schülern die Möglichkeit des gemeinsamen Lernens in Deutschland und in deutscher Sprache. „Das Projekt ist ein Teil des Konzepts zur Begabtenförderung“, sagte Schulleiter Reinhard Heinrichs.

Bevor es auf die Reise ging, mussten interessierte Schüler der elften Klassen eine Begründung schreiben, warum gerade sie geeignet sind. Kriterien waren: Interesse an Literatur und Weimarer Klassik, kreative Arbeit und Lust, andere Schüler aus anderen Ländern kennenzulernen. Lehrerin Insa Büscher wählte dann die sieben Teilnehmer aus. Sie begleitete auch die Delegation aus dem Flecken.

In Weimar angekommen, teilten die Veranstalter die Schüler in unterschiedliche Gruppen ein. So entstand gleich Kontakt zu den Schülern aus Berlin, Italien und der Slowakei. In den ersten Tagen standen die Erkundungen von Stadt und Umgebung auf dem Programm. Beeindruckt waren alle Teilnehmer vom KZ Buchenwald, sagten die Schüler.

Die Teilnehmer arbeiteten auch. In Workshops diskutierten sie über philosophische Texte aus der Weimarer Klassik. „Das war ein hohes Niveau und man musste dazu auch Lust haben“, sagte Insa Büscher. Die Teilnehmer hätten teilweise eine Stunde über einen Satz diskutierten und seine Bedeutung. „Projektleiter Frithjof Reinhardt hielt einen dreistündigen Vortrag. Statt langweilig war es total spannend und kurzweilig. Er ging voll in seinem Thema auf“, sagte Schülerin Alina Pleuß. Ihre sechs Mitstreiterinnen stimmten kopfnickend zu.

Die Ergebnisse aus den vielen Workshops dokumentierten die Schüler mit einem Zeitstrahl. So entstand ein Überblick über die Ereignisse zwischen 1750 und 1900.

Das internationale Treffen bekam einen lokalen Charakter beim Büfett. „Jede Gruppe brachte etwas aus der Heimat mit. Wir hatten etwas zu trinken dabei“, sagte Kira Wesseling.

Nach der Woche Weimar kamen die sieben Schülerinnen mit vielen Eindrücken und Erkenntnissen zurück. Toll fanden sie das freie Diskutieren und das kreative Arbeiten. Die Lehrer gaben Hilfestellung, in dem sie nur den Weg zur Lösung aufzeigten.

Mit dem Teilnahmezertifikat haben die sieben Schülerinnen vom Gymnasium Bruchhausen-Vilsen die Möglichkeit, sich am Nachfolge-Projekt „Alumni“ zu bewerben.

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