Premiere von „Hüüt sünd wi maal vun’n anner Ufer“ vor vollem Haus

Ein tolles Spektakel der „Spektaklers“

+
Die Kolleginnen sind entsetzt, als sie Martin und Bertram knutschend erwischen.

Asendorf - Von Dieter Niederheide. Mit der Komödie „Hüüt sünd wi maal vun’n anner Ufer“ von Schriftsteller Helmut Schmidt (Oldenburg) haben „De Spektaklers“ eine gute Wahl getroffen. Noch acht Mal führen die Asendorfer Laienschauspieler das plattdeutsche Stück auf der Bühne des Gasthauses Uhlhorn auf. Die Premiere am Sonntag vor vollem Haus war zweifellos ein großer Erfolg.

Es gab keine endlosen Monologe, dafür schnell wechselnde Szenen, bei denen insbesondere die Darsteller der tragenden Rollen hervorstachen. Hervorzuheben ist an dieser Stelle Peter Detering, der mit der Verkörperung des Bertram Klapproth den wohl schwierigsten Part überzeugend umsetzte. Seine Mimik wechselte gekonnt – sogar, als er nur noch eine bunte Unterhose trug. Überzeugend auch Anette Schröder als Arbeitskollegin Pauline Petersen in der Firma Scholetta und Pit Steinbeck als Martin, Mitarbeiter der Betriebskantine. Überhaupt zeigte das gesamte Ensemble auf der Bühne eine darstellerisch und sprachlich einwandfreie Leistung.

Kommen wir zu der Komödie, die in einem Büro spielt. Weil Bertram Klapproth, geschieden und Vater einer Tochter, aus Spargründen seinen Angestelltenjob in der Firma Scholetta verlieren soll, will er sich mit einer Überdosis Tabletten das Leben nehmen. Doch Martin erscheint zum richtigen Zeitpunkt mit Frikadellen zum Nulltarif. Ihm gesteht Bertram: „Martin, ik heb keen Lust mehr.“ Die Folge: Martin entwickelt einen Plan, um Bertrams Job zu retten. Und so wird aus Bertram ein angeblich Schwuler – denn den zu entlassen, ist Martin sicher, kann sich Scholetta nicht erlauben, weil der gute Ruf des Betriebs dann in Gefahr geraten würde. Als Beweis, dass Bertram schwul ist, soll ein Foto dienen.

Was dann auf der Bühne abläuft, ist ohne Zweifel ein Highlight des Stücks. Martin und Bertram, dieser mit bloßem Oberkörper, knutschen in inniger Umarmung, während Bertram versucht, mit Kamera am erhobenen Arm das Geschehen zu fotografieren. Dann kommen die Arbeitskolleginnen Pauline und Beatrice (Karoline Karkheck) zur Tür herein. Ein Bild für die Götter: die erschrockenen Gesichter der zwei Frauen. Für Bertram Klapproth ist die neue Rolle als Schwuler indes eine Umstellung, an die er sich so gar nicht gewöhnen mag.

Es geht turbulent auf der Bühne zu, zum Beispiel als der stellvertretende Firmenchef Stefan Schönberger (von Henrik Döhrmann dargestellt) sich als wirklich homosexuell entpuppt und den verdatterten Bertram auf dem Schreibtisch arg in Nöte bringt. Während Anneliese (Kerstin Schnichels) ihren angeblich schwulen Ex-Ehemann Bertram empört zur Rede stellt, findet Tochter Amelie (Philine Vienenkötter) ihren Vater, den sie zuvor noch ablehnte, plötzlich sehr cool.

In einem hat Martin Recht: Firmenchef Theodor Jürgens (Reiner Meyer) steht wegen des Schwulen, den er wegen Arbeitsmangels gefeuert hat, vor einem Problem: „Wat nu…?“

Die Turbulenzen steigern sich, und irgendwie gibt es, wie meistens im Leben, Lösungen für die Konflikte. Die aber wollen wir an dieser Stelle noch nicht verraten, um den Besuchern der weiteren Aufführungen die Spannung nicht zu nehmen.

Das Spektakel begann mit einem Auftritt des fein herausgeputzten Duos Berta (Katrin Gieße) und Anneliese (Oliver Bartens). Es lieferte eine humorvolle Einstimmung auf die Theaterpremiere.

Für folgende Vorstellungen gibt es beim Friseur Runge in Asendorf (Raiffeisenstraße 2) noch Eintrittskarten: 21. Februar um 9 Uhr (mit Frühstück); 28. Februar um 9.30 Uhr (mit Mittagsbüfett); 6. März um 9 Uhr (mit Frühstück); 12. März um 14.30 Uhr (mit Kaffee und Kuchen) sowie 13. März um 9 Uhr (mit Frühstück).

www.de-spektaklers.de

Mehr zum Thema:

CDU gewinnt Saar-Wahl - Kein Schub für SPD

CDU gewinnt Saar-Wahl - Kein Schub für SPD

Aller-Hochwasser-Rallye des Wassersportvereins Verden

Aller-Hochwasser-Rallye des Wassersportvereins Verden

Niedersachsen-Hit entsteht in Wetschen

Niedersachsen-Hit entsteht in Wetschen

Jubiläumsjagd des Verdener Schleppjagd-Reitvereins

Jubiläumsjagd des Verdener Schleppjagd-Reitvereins

Meistgelesene Artikel

Sattelzug blockiert Lange Straße

Sattelzug blockiert Lange Straße

Palliativstützpunkt: Vorstand schließt Kassenprüfer aus

Palliativstützpunkt: Vorstand schließt Kassenprüfer aus

Hochkarätige Akteure prügeln sich im Dreyer Sportcenter Dassbeck

Hochkarätige Akteure prügeln sich im Dreyer Sportcenter Dassbeck

Große Resonanz auf den Infotag der Kreismusikschule

Große Resonanz auf den Infotag der Kreismusikschule

Kommentare