Pop, Funk, Soul, Blues und Jazz

Doppelkonzert in der „Kastanie“: Wie ein postpubertärer Blitzschlag

Mit „Jepp“ ging es swingend und groovie zur Sache. Rechts im Bild: Meistergitarrero Klaus Knüppel.

Hollen - Von Ulf Kaack. Eine musikalische Doppelschicht musste am Samstagabend Martfelds Meistergitarrero Klaus Knüppel bei seinem Heimspiel in der „Kastanie“ schieben. Gleich mit zwei Bands war er am Start, mit den Pop-Rockern „Jepp“ und der Soul-’n’-Funk-Formation „Funky Harry“. Die Kulisse voll, die Stimmung hervorragend. Ein mitreißendes Konzertereignis par excellence!

Als Erstes betraten „Jepp“ den Ring, die ihre Musik selbst mit etwas Selbstironie als „progressive Schlager“ klassifizieren. Nach leichtem Vorgruseln ob dieser Aussage erwiesen sich die aufgetischten Songs dann aber als eingängige Pop-Musik, die sich stark an den Sounds der 80er-Jahre orientierte. Tief verwurzelt im großen Spielplatz dieser Zeit, in der alles erlaubt war und alles irgendwie gut zueinander passte, ging es im klassischen Fünfer-Line-Up mit Frontfrau Jenny Duhn, Daniel Wynarski an den Keyboards, Bassist Jörg Pohlmann, Elmar Stamm am Schlagzeug sowie besagtem Gitarristen Klaus Knüppel flott, swingend und groovie zur Sache.

Bei den Songs – „Das geht euch nichts an“, „Taub“, „Dem Morgen entgegen“ … – handelte es sich fast ausnahmslos um deutschsprachige Eigenkompositionen. Lediglich den „Beatles“ gelang mit „Penny Lane“ der Sprung ins „Jepp“-Repertoire, allerdings in neuem Arrangement und, als Hommage an das gleichnamige Strandcafé am Bremer Weserufer, in „Café Sand“ umgetauft.

„Funky Harry“ waren schweißtreibend und hochgradig elektrisch. - Fotos: Ulf Kaack

Auf sympathische und vor allem tanzbare Weise klangen „Jepp“ nach allem, was in der 80er-Dekade die Charts beherrschte. Wie ein postpubertärer Blitzschlag mutete ihr Klangbild an, wie eine Klassenfete, wie ein Konzert in der Teestube des Gemeindehauses. Herrlich retro das Ganze, dabei musikalisch auf höchstem Niveau. Das Quintett machte sich das umfängliche stilistische und klangliche Experimentierfeld für seine teilweise komplex arrangierten Soundcollagen zu Eigen. Eine rundum stilvolle und überzeugende Performance, die durch Vielschichtigkeit und das hohe Niveau der Akteure an ihren Instrumenten überzeugte.

Agierte Local Hero Klaus Knüppel bei „Jepp“ als klangbildendes Teil des Ganzen, übernahm er bei „Funky Harry“ die tragende Rolle. Das Quartett aus Bruchhausen-Vilsen begeisterte bei seinem Auftritt mit einem lässigen Mix aus Funk, Soul, Blues und jazzigen Elementen. Reflexionen an Ian Dury, George Benson oder das Frühwerk von Joe Cocker blitzten auf, dominierten zum Teil.

Vom Ohr ins Hirn und von dort aus in sämtliche Nervenbahnen des Körpers schossen die Songs. Nervöses Muskelzucken war die Folge, was die Mehrzahl der Konzertbesucher unmittelbar in Tanzbewegungen ummünzte. „Funky Harry“ waren schweißtreibend und hochgradig elektrisch.

Konzert in Martfeld

Eine musikalische Doppelschicht musste am Sonnabend Martfelds Meistergitarrero Klaus Knüppel bei seinem Heimspiel in der Kastanie schieben. Gleich mit zwei Bands im Doppelpack war er am Start, der Pop-Rockern „Jepp“ und der Soul’n’Funk-Formation „Funky Harry“. © Mediengruppe Kreiszeitung / Ulf Kaack
Eine musikalische Doppelschicht musste am Sonnabend Martfelds Meistergitarrero Klaus Knüppel bei seinem Heimspiel in der Kastanie schieben. Gleich mit zwei Bands im Doppelpack war er am Start, der Pop-Rockern „Jepp“ und der Soul’n’Funk-Formation „Funky Harry“. © Mediengruppe Kreiszeitung / Ulf Kaack
Eine musikalische Doppelschicht musste am Sonnabend Martfelds Meistergitarrero Klaus Knüppel bei seinem Heimspiel in der Kastanie schieben. Gleich mit zwei Bands im Doppelpack war er am Start, der Pop-Rockern „Jepp“ und der Soul’n’Funk-Formation „Funky Harry“. © Mediengruppe Kreiszeitung / Ulf Kaack
Eine musikalische Doppelschicht musste am Sonnabend Martfelds Meistergitarrero Klaus Knüppel bei seinem Heimspiel in der Kastanie schieben. Gleich mit zwei Bands im Doppelpack war er am Start, der Pop-Rockern „Jepp“ und der Soul’n’Funk-Formation „Funky Harry“. © Mediengruppe Kreiszeitung / Ulf Kaack
Eine musikalische Doppelschicht musste am Sonnabend Martfelds Meistergitarrero Klaus Knüppel bei seinem Heimspiel in der Kastanie schieben. Gleich mit zwei Bands im Doppelpack war er am Start, der Pop-Rockern „Jepp“ und der Soul’n’Funk-Formation „Funky Harry“. © Mediengruppe Kreiszeitung / Ulf Kaack
Eine musikalische Doppelschicht musste am Sonnabend Martfelds Meistergitarrero Klaus Knüppel bei seinem Heimspiel in der Kastanie schieben. Gleich mit zwei Bands im Doppelpack war er am Start, der Pop-Rockern „Jepp“ und der Soul’n’Funk-Formation „Funky Harry“. © Mediengruppe Kreiszeitung / Ulf Kaack
Eine musikalische Doppelschicht musste am Sonnabend Martfelds Meistergitarrero Klaus Knüppel bei seinem Heimspiel in der Kastanie schieben. Gleich mit zwei Bands im Doppelpack war er am Start, der Pop-Rockern „Jepp“ und der Soul’n’Funk-Formation „Funky Harry“. © Mediengruppe Kreiszeitung / Ulf Kaack
Eine musikalische Doppelschicht musste am Sonnabend Martfelds Meistergitarrero Klaus Knüppel bei seinem Heimspiel in der Kastanie schieben. Gleich mit zwei Bands im Doppelpack war er am Start, der Pop-Rockern „Jepp“ und der Soul’n’Funk-Formation „Funky Harry“. © Mediengruppe Kreiszeitung / Ulf Kaack
Eine musikalische Doppelschicht musste am Sonnabend Martfelds Meistergitarrero Klaus Knüppel bei seinem Heimspiel in der Kastanie schieben. Gleich mit zwei Bands im Doppelpack war er am Start, der Pop-Rockern „Jepp“ und der Soul’n’Funk-Formation „Funky Harry“. © Mediengruppe Kreiszeitung / Ulf Kaack
Eine musikalische Doppelschicht musste am Sonnabend Martfelds Meistergitarrero Klaus Knüppel bei seinem Heimspiel in der Kastanie schieben. Gleich mit zwei Bands im Doppelpack war er am Start, der Pop-Rockern „Jepp“ und der Soul’n’Funk-Formation „Funky Harry“. © Mediengruppe Kreiszeitung / Ulf Kaack
Eine musikalische Doppelschicht musste am Sonnabend Martfelds Meistergitarrero Klaus Knüppel bei seinem Heimspiel in der Kastanie schieben. Gleich mit zwei Bands im Doppelpack war er am Start, der Pop-Rockern „Jepp“ und der Soul’n’Funk-Formation „Funky Harry“. © Mediengruppe Kreiszeitung / Ulf Kaack
Eine musikalische Doppelschicht musste am Sonnabend Martfelds Meistergitarrero Klaus Knüppel bei seinem Heimspiel in der Kastanie schieben. Gleich mit zwei Bands im Doppelpack war er am Start, der Pop-Rockern „Jepp“ und der Soul’n’Funk-Formation „Funky Harry“. © Mediengruppe Kreiszeitung / Ulf Kaack
Eine musikalische Doppelschicht musste am Sonnabend Martfelds Meistergitarrero Klaus Knüppel bei seinem Heimspiel in der Kastanie schieben. Gleich mit zwei Bands im Doppelpack war er am Start, der Pop-Rockern „Jepp“ und der Soul’n’Funk-Formation „Funky Harry“. © Mediengruppe Kreiszeitung / Ulf Kaack
Eine musikalische Doppelschicht musste am Sonnabend Martfelds Meistergitarrero Klaus Knüppel bei seinem Heimspiel in der Kastanie schieben. Gleich mit zwei Bands im Doppelpack war er am Start, der Pop-Rockern „Jepp“ und der Soul’n’Funk-Formation „Funky Harry“. © Mediengruppe Kreiszeitung / Ulf Kaack
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Eine musikalische Doppelschicht musste am Sonnabend Martfelds Meistergitarrero Klaus Knüppel bei seinem Heimspiel in der Kastanie schieben. Gleich mit zwei Bands im Doppelpack war er am Start, der Pop-Rockern „Jepp“ und der Soul’n’Funk-Formation „Funky Harry“. © Mediengruppe Kreiszeitung / Ulf Kaack
Eine musikalische Doppelschicht musste am Sonnabend Martfelds Meistergitarrero Klaus Knüppel bei seinem Heimspiel in der Kastanie schieben. Gleich mit zwei Bands im Doppelpack war er am Start, der Pop-Rockern „Jepp“ und der Soul’n’Funk-Formation „Funky Harry“. © Mediengruppe Kreiszeitung / Ulf Kaack
Eine musikalische Doppelschicht musste am Sonnabend Martfelds Meistergitarrero Klaus Knüppel bei seinem Heimspiel in der Kastanie schieben. Gleich mit zwei Bands im Doppelpack war er am Start, der Pop-Rockern „Jepp“ und der Soul’n’Funk-Formation „Funky Harry“. © Medieng ruppe Kreiszeitung / Ulf Kaack

Sänger Harald Mahlau entpuppte sich als obercoole Rampensau mit allerbesten Entertainerqualitäten – mit weißer Fliege und schwarz-weißem Schuhwerk wie ein zwielichtiger Mafiosi daherkommend. Gunter Plein am Bass und Schlagzeuger Carsten Müller agierten souverän im Hintergrund, während der introvertiert-zurückgenommen wirkende Klaus Knüppel seine Rolle als Soundarchitekt virtuos und in Perfektion ausfüllte.

Das Doppelkonzert in der Hollener „Kastanie“ bildete den Auftakt des diesjährigen Konzertprogramms der „Kulturplattform Martfeld“, die sich damit selbst die Messlatte ziemlich hoch aufgelegt hat. Zumindest darf man gespannt sein, was in der Folge des gelungenen Stapellaufs in die Saison noch geboten wird.

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