Investitionen in die Feuerwehr und ins Rathaus

Planungsausschuss empfiehlt Haushalt

Br.-Vilsen – Der Planungsausschuss der Samtgemeinde Bruchhausen-Vilsen empfahl den Teil des Haushaltsplans 2020, für den er zuständig ist. Während der Sitzung am Dienstagabend im Rathaus in Bruchhausen-Vilsen stellten Bauamtsleiter Torsten Beneke und Ralf Rohlfing, bei der Verwaltung für die Feuerwehren zuständig, das Zahlenwerk vor.

Der Plan für die Baumaßnahmen am Feuerwehrgerätehaus Engeln steht. Die Kosten jedoch würden wahrscheinlich aufgrund der Angebotslage höher ausfallen, als zunächst kalkuliert. Es sei nicht unrealistisch, dass die im Haushalt 2019 bereitgestellte Summe von 150 000 Euro sowie 430 000 Euro, die im Investitionsprogramm 2020 vorgesehen sind, dafür benötigt werden. Warum sind die Bauarbeiten noch nicht gestartet? „Wir sind auf ein fremdes Grundstück angewiesen“, sagte Beneke. Die Situation hätte sich verkompliziert. Weiter ins Detail ging er nicht. Wenn es in Engeln losgeht, würde man sich Gedanken über die weiteren Feuerwehrhäuser machen. „Wir haben auch noch Hustedt und Uenzen vor der Brust“, sagte Ralf Rohlfing.

150 000 Euro fließen im Jahr 2020 in ein Hilfeleistungslöschgruppenfahrzeug (HLF) für Asendorf, im Jahr 2021 sind dafür noch einmal 200 000 Euro veranschlagt. Für Maschinen und feuerwehrtechnische Anlagen stehen 30 000 Euro bereit. Darunter fallen unter anderem Lüfter und Pumpen. Ein laufender Zuschuss des Landkreises, die Feuerschutzsteuer, bilde eine investive Einnahme von 50 000 Euro. Rohlfing sprach von gut investiertem Geld, denn man wisse nie, wie viele Einsätze es gebe. Immerhin hatten die Feuerwehren der Samtgemeinde 2019 laut Gemeindebrandmeister Michael Ullmann 284 Einsätze, 2018 waren es 293. Er spricht von einem „strammen Jahr“ und hofft, dass 2020 ein bisschen ruhiger wird. Nach Ullmanns Auskunft haben sie zurzeit 437 Mitglieder.

Doch zurück zum Zahlenwerk: Für die Neubeschaffung von Gerätschaften stehen 35 000 Euro im Haushaltsplan, für die Unterhaltung 25 000 Euro. Für besondere Aufwendungen für Beschäftigte wie Aus- und Fortbildungen sowie Einsatz- und Dienstbekleidung sind 38 000 Euro eingeplant. Besondere Verwaltungs- und Betriebsaufwendungen wie Verpflegung, Verbandsmaterial und Schaummittel liegen bei 5 000 Euro, jene für sonstige Dienstleistungen wie Dienstleitungen Dritter bei Einsätzen bei 2 500 Euro. Für die Haltung von Fahrzeugen stehen 50 000 Euro bereit. Der Ansatz für die Aufwendungen für ehrenamtliche und sonstige Tätigkeiten liegen bei 65 000 Euro.

Ein weiterer großer Brocken sind Investitionen von 480 000 Euro, die für einen Anbau des Rathauses vorgesehen sind. „Die ganze Sache ist noch nicht ausdiskutiert“, sagte Beneke. Der Hintergrund: Die räumliche Situation im Rathaus sei in vielen Bereichen sehr beschränkt.

Für den Ausbau von Stromsäulen für Elektroautos sind 50 000 Euro veranschlagt. Die Samtgemeinde erhalte Zuschüsse von 20 000 Euro. Die Standorte der Säulen: das Gasthaus Uhlhorn in Asendorf, das Schul- und Sportzentrum in Martfeld, der NP-Markt in Schwarme und die Touristinformation im Flecken.

Beneke sprach zudem über die Bereiche Liegenschaften, Gebäudemanagement und Bauleitplanung. Das Hausmeisterwohnhaus im Schulzentrum soll künftig als sogenanntes Boardinghouse genutzt werden. Damit soll beispielsweise für Lehrer und Erzieher, die zeitlich befristet vor Ort sind, eine Mietmöglichkeit geschaffen werden. Im Ansatz für die Unterhaltung der Grundstücke und baulichen Anlagen von 60 000 Euro sind Mittel für einen Umbau vorgesehen. Letztlich sollen drei Personen darin wohnen können. 128 800 Euro sind eingeplant, um Flächennutzungspläne zu erstellen oder zu ändern. Einen großen Kostenpunkt dabei werde der F-Plan Windenergie darstellen. Teilweise erwarte die Samtgemeinde aber auch Kostenerstattungen durch die Anlassgeber der F-Plan-Änderungen.

Investitionen in Fahrzeuge:

Auch in den Folgejahren soll in Fahrzeuge investiert werden: 2021 in ein Tanklöschfahrzeug (TLF) in Asendorf (240 000 Euro) und 2022 in ein Tragkraftspritzenfahrzeug mit Wasser (TSF-W) in Kleinenborstel (120 000 Euro).  

Rubriklistenbild: © dpa

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