Der beste Blick ins Universum

Zeiss-Planetarium eröffnet: Bruchhausen-Vilsen um eine Attraktion reicher

Mächtig stolz: Hobby-Astronom Romke Schievink (Mitte) zeigt Ministerpräsident Stephan Weil (links) und Bürgermeister Lars Bierfischer den Projektor.
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Mächtig stolz: Hobby-Astronom Romke Schievink (Mitte) zeigt Ministerpräsident Stephan Weil (links) und Bürgermeister Lars Bierfischer den Projektor.

Br.-Vilsen – Das Zeiss-Planetarium öffnete jetzt im Alten Gaswerk seine Türen. Diesen besonderen Moment wollte sich auch Ministerpräsident Stephan Weil nicht entgehen lassen.

Bruchhausen-Vilsen ist wieder um eine ganz besondere Attraktion reicher: Gestern öffnete nämlich offiziell das Planetarium im Alten Gaswerk. Die Firma Zeiss baute vor knapp 100 Jahren nur zwei Exemplare des „Modell 1“ – und das einzig funktionierende steht nun im Flecken. Auch Niedersachsens Ministerpräsident Stephan Weil hat Bruchhausen-Vilsen einen Besuch abgestattet, um diese Rarität einmal selbst unter die Lupe zu nehmen.

Ursprünglich wollte er am gestrigen Tag als Heiratsvermittler den Brokser Markt eröffnen. Darauf hatte sich der Politiker nach eigenen Angaben auch sehr gefreut, doch der Einladung ins historische Planetarium folgte er wohl ebenso gern.

„Dass man in Bruchhausen-Vilsen viel erleben kann, wie beispielsweise mit der Museumseisenbahn zu fahren, gutes Wasser zu trinken und sich auf dem Brokser Heiratsmarkt verheiraten zu lassen, das wusste ich. Aber dass man hier nun auch noch den besten Blick ins Universum erhaschen kann, das ist neu“, sagte Stephan Weil, kurz bevor er sich durch die riesige aufblasbare Kuppel zwängte, um an der Vorführung von Hobby-Astronom Romke Schievink teilzunehmen.

Der gebürtige Niederländer, der mit seiner Lebensgefährtin Bea Tilanus in der Wassermühle Bruchmühlen lebt, hatte das historische Planetarium in knapp 1 000 Arbeitsstunden restauriert. Zuvor galt es nach einem Brand 1976 als verschollen. „Als ich es dann in den Niederlanden gefunden hatte, war vielmehr ein Wasserschaden das Problem“, erklärte Romke Schievink während der Vorführung. Das Museum Den Haag hatte es ihm anschließend zur Reparatur anvertraut. Herausgeputzt und voll funktionsfähig steht das Gerät, welches auch als „Wunder von Jena“ bezeichnet wird, nun für rund zwei Jahre als Leihgabe des Museums im Alten Gaswerk.

Ein Blick in die Sterne durch eine der Linsen.

Gestern fehlte jedoch noch die neun Meter breite und sechs Meter hohe Licht undurchlässige Kuppel. „Die befindet sich zurzeit noch auf dem Weg zum Suezkanal, wird aber bald hier ankommen“, erklärte Fleckenbürgermeister Lars Bierfischer. Der spektakuläre Projektor projizierte den Sternenhimmel der nördlichen Halbkugel stattdessen auf eine aufblasbare Kuppel. Das funktionierte aber ebenso gut, sodass Romke Schievink den Anwesenden – die selbstverständlich coronakonform in zwei Gruppen und mit Maske die Vorstellung besuchten – beispielsweise problemlos das Sternenbild Pegasus sowie die Milchstraße und den Mond präsentieren konnte. Auch die verschiedenen Sternzeichen waren gestochen scharf zu sehen. Allerdings nicht alle. Fische suchte man vergeblich. Dieses Sternenbild konnte der Hobby-Astronom nämlich nicht retten, sodass es auch weiterhin defekt bleiben würden, gestand er.

„Großartig“ mit diesem Wort fasste Stephan Weil sowohl die Geschichte des historischen Planetariums als auch die Vorführung zusammen. Demzufolge waren auch alle Beteiligten mächtig stolz, ein solches Schmuckstück in Bruchhausen-Vilsen offiziell begrüßen zu dürfen.

Zukünftig solle das Planetarium für Schulklassen geöffnet sein. Allerdings erst, wenn die noch ein Stück weit größere Original-Kuppel eingetroffen ist.

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