Pinsel und Farben gehören ins Reisegepäck

Ausstellung am Heiligenberg: Karin Altrogge fängt Städte künstlerisch ein

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Schnell waren die drei Aquarelle von Karin Altrogge (rechts) versteigert. Gert Schröder (Dritter von links) brachte die Werke, die in Hamburg sowie auf Rügen und Amrum entstanden sind, an die neuen Besitzer. 

Heiligenberg - Von Karin Neukirchen-Stratmann. Wer jetzt die Klostermühle Heiligenberg besucht, fühlt sich in große europäische Metropolen versetzt. An den Wänden hängen Aquarelle und Acryl-Arbeiten der Kirchdorfer Künstlerin Karin Altrogge, in denen sie Städte wie Berlin, Hamburg, Salzburg, Venedig und Florenz zeigt.

Zur Vernissage der Ausstellung „Städte Impressionen“ am Sonntagnachmittag waren zahlreiche Besucher erschienen. Dr. Dr. Wolfgang Griese führte in die Werke ein. „Kunst wäscht den Staub des Alltags von der Seele“, bemühte Griese Pablo Picasso und schlug den Bogen zum Veranstalter, dem Kunstverein „ART-Projekt“. Dieser trage mit seinen Ausstellungen in der Klostermühle dazu bei, „dass die Gäste mit gereinigter Seele den Heiligen Berg verlassen.“

Karin Altrogge, 1949 in Bremen geboren, entdeckte, so Griese, ihre Affinität zur Kunst bereits zur Studienzeit, und zwar beim Batiken und Seidenmalerei. „Nach dieser eher kunsthandwerklichen Phase besuchte sie zahlreiche Kunstkurse bei der Volkshochschule (VHS), bei Dozenten wie Janusz Duda oder Johannes Pätzold.“ Es folgten Besuche von Kunst-Akademien und viele Malreisen. Dabei entstanden dann oft die Aquarelle der Städteansichten. Mittlerweile ist Karin Altrogge selbst Dozentin bei der VHS, und zweite Vorsitzende des Vereins „ART-Projekt“.

Die vor Ort in den Städten entstandenen Aquarelle fangen immer bestimmte Lichteffekte ein, die typische Atmosphäre und auch die persönliche Empfindung zu den Städten des Aufenthalts.

Mixed-Media-Arbeiten im Obergeschoss

Staffelei, Farben, Pinsel und natürlich Papier als Malgrund sind für Karin Altrogge bei Städtereisen unabdingbare Bestandteile ihres Reisegepäcks. „Die hier gezeigten Städteimpressionen sind freundliche Kunstwerke mit hohem Wiedererkennungswert und zahlreichen narrativen Elementen“, sagte Griese. Insbesondere die Aquarellfarben spielen in den Werken eine besondere Rolle. „Durch das Mischungsverhältnis von Farbpigment und Wasser, durch die Farbwahl und durch die Schnelligkeit des Farbauftrags werden Abstufungen unterschiedlicher Transparenz erzeugt“, erklärte er. Eben diese Transparenz verleihe den Aquarellen unvergleichliche Leichtigkeit und Leuchtkraft.

Neben den Aquarellen im Erdgeschoss sind im Obergeschoss der Mühle sogenannte Mixed-Media-Arbeiten zu sehen, aus Acryl und eingearbeiteten Fremdmaterialien. Am Beispiel der Stadtansicht von Salzburg erläuterte Griese seine Interpretation der Arbeiten von Karin Altrogge.

Am Ende der Vernissage, die musikalisch durch Klavierklänge von Olga Freiter aus Hannover begleitet wurde, gab es eine Versteigerung. Gert Schröder vom Verein hatte drei Aquarelle der Künstlerin ausgesucht: Ansichten von Rügen, Amrum und Hamburg. „Der Erlös kommt der Palliativstation in Sulingen zugute“, sagte Schröder zu Beginn der Versteigerung. Am Ende fanden alle drei Bilder neue Besitzer, insgesamt kamen bei der 310 Euro zusammen.

Die Ausstellung in der Klostermühle ist bis zum 30. Januar 2018 zu sehen: dienstags bis sonntags ab 11.30 Uhr.

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