Kinder lernen Pflanzen in der Ferienkiste kennen

Auf die Pilze, fertig, los!

Die Kinder lernten einiges über Pilze. - Foto: Jana Wohlers

Heiligenberg - Von Jana Wohlers. „Auf die Pilze, fertig, los!“ hieß es für 13 Kinder und Jugendliche rund um den Waldspielplatz auf dem Heiligenberg in Bruchhausen-Vilsen. Die Umwelt- und Erlebnispädagogin Julia Grimpe-Nagel sowie Christina Alonso vom Bruchhausen-Vilser Verein „Lebenswege begleiten“ erklärten den Teilnehmern, warum Pilze zwar häufig giftig, aber trotzdem wichtig für die Natur sind.

Außerdem erfuhren die Kids bei der Ferienkisten-Aktion, welche Arten in unseren heimischen Wäldern wachsen und wie man richtig damit umgeht.

Bilderbuchwetter

Es war eine Premiere wie aus dem Bilderbuch: Bei feuchtem „Pilzwetter“ tummelten sich die Mädchen und Jungen – gewappnet mit Gummistiefeln und Holzkörben – im Wald, eifrig auf der Suche nach kleinen und großen Pilzen. In einer Zeit, in der das Smartphone hoch im Kurs steht, wie früher im Wald Pilze sammeln? Für die Kinder stand schnell fest: „Das wollen wir mal machen!“

Kein Wunder, hatten sich Julia Grimpe-Nagel und Christina Alonso doch ein ebenso buntes wie lehrreiches Programm überlegt. „Unser Ziel war es, mit Spiel und Spaß möglichst viele Sinne anzuregen und den Kindern die Faszination Pilz in Form, Farbe und Vielfalt näherzubringen“, erklärten die Frauen. „Pilze sind überall und gehören ebenso in die Natur wie Pflanzen und Tiere.“

Nicht jeder Pilz hat einen Hut

Grimpe-Nagel klärte auf: „Die meisten Pilze sind – anders als viele Pflanzen – nicht kontaktgiftig, sondern entfalten ihre giftige Wirkung erst beim Eintritt in das Verdauungssystem.“ Als ausgebildeter Pilz-Coach hat sie es sich auf die Fahnen geschrieben, ein Grundwissen zu vermitteln. So sollten die Teilnehmer in einigen Spielen überlegen, wo Pilze überall vorkommen, welche verschiedenen Arten es gibt und wie man sie bestimmt. Wer Lust hatte, der bastelte aus angetrockneten Pilzen Ketten und Armbänder oder verzierte gröbere Exemplare mit seinem Namen.

Bei einem Blick auf die im Wald gefundenen Pilze lernten die Mädchen und Jungen vor allem eines: Nicht alle Exemplare haben einen Stiel und einen Hut auf dem Kopf. In der Sammlung fanden sich auch flache Baumpilze und weiße „Pilzeier“. Dazu erklärte Julia Grimpe-Nagel: „Das eigentliche Pilzgeflecht wächst unter der Erde, vergleichbar mit fein verzweigten Baumwurzeln. Der Pilz, den man oberhalb der Erde sieht, ist nur die Frucht.“

Willkommene Abwechslung vom Smartphone

Die jungen Teilnehmer zeigten sich nach der dreistündigen Ferienkisten-Aktion begeistert und hätten am liebsten auf dem Heiligenberg noch weiter nach Pilzen gesucht. „Es hat richtig Spaß gemacht. Wir würden auf jeden Fall wiederkommen“, bilanzierten die zwölfjährige Maya-Zoe und der 13-jährige Marvin. Sie haben Glück: Eine Wiederholung von „Auf die Pilze, fertig, los!“ ist geplant.

Pilz-Coaches wie Julia Grimpe-Nagel sind für Touren und Info-Veranstaltungen buchbar. Weitere Informationen gibt es auf der Internetseite der Deutschen Gesellschaft für Mykologie.

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